Buchwoche: „Kickstarter might effectively be the #2 graphic novel publisher in the U.S.“

von Matthias Hell

„Kickstarter now generates so much funding for graphic novels, its place in the industry needs to be discussed in terms of revenue, not pieces published, and there’s an argument that it might effectively be the #2 graphic novel publisher in the U.S.“

Publishers Weekly betrachtet das Genre Graphic Novels als Vorreiter für die Dynamik, die das Prinzip Crowdfunding derzeit für die Publishing-Branche entwickelt.

Neue Vertriebsmodelle

Unglue.it: Ebenfalls mit Hilfe eines Crowdfunding-Modells will das Portal Buchrechte erwerben, um die Titel dann unter einer Creative Commons Lizenz frei anzubieten. Erste Bücher wurden bereits durch Kampagnen auf Unglue.it „freigekauft“. (via Zeit.de)

Macmillan baut in den USA im Schulbuchbereich ein innovatives Startup-Portfolio auf, das sich unter anderem mit der interaktiven Vermittlung von Lerninhalten beschäftigt. Troy Williams, Leiter von Macmillan New Ventures, fühlt sich aber noch oft als Einzelkämpfer (via PandoDaily):

“At the highest levels, everybody thinks it’s where we need to go. But they think it’s 15 to 20 years off,” Williams says. “I think it’s seven to ten. The people at the very top plan to be retired in 20 years so they think they have enough runway.”

Neue Erzählformen

„Alienated“: Der Highschool-Jugendroman entsteht unter Beteiligung einer 100-köpfigen Focus Group. Der Verleger Awesome hält die Einbindung der Leser in den kreativen Prozess für ein Modell, das sich auch für andere Publishing-Projekte eignet. (via The Bookseller)

Miranda Hart: Die britische Comedienne sucht im Vorfeld der Veröffentlichung ihrer Anekdoten-Sammlung „Is It Just Me?“ per Twitter nach kuriosen Erlebnissen. Die besten Tweets erscheinen in einem illustrierten Begleit-eBook. (via booktrade.info)

Struktureller Wandel

Self Publishing: Eine immer größere Anzahl an Self Publishing Plattformen bietet Autoren eine Alternative zu den klassischen Verlagen. Neu am Start sind Kobo Writing Life (via Good eReader) und ein Self Publishing Dienst der freien Literaturdatenbank Projekt Gutenberg (via The Bookseller).

Penelope Trunk: Die US-Bloggerin beschreibt, warum sie ihr neues Buch „The New American Dream“ über die Self Publishing Plattform Hyperink veröffentlicht und welche entnervenden Erlebnisse sie zuvor mit einem großen Verlagshaus machte. (Blogeintrag)

CreateSpace: Der Autor Klaus Seibel berichtet über seine positiven Erfahrungen mit dem Selbstverlag bei der Amazon-Tochter CreateSpace (via e-book-news.de):

„Amazon hilft mit seinem durchdachten Konzept, guten Vorlagen und zur Not mit einem schnellen, freundlichen Support. Hier hat jeder Autor die Chance zu einem eigenen Buch, ohne dabei arm zu werden (weil er viele Leistungen im Voraus zahlen muss) oder alt zu werden (weil die Verlage doch sehr zögerlich mit Zusagen sind).“

Buchhandel im Umbruch

Für Thalia gibt es einen weiteren Rückschlag: Die Buchkette schließt ihre 2010 eröffnete Dortmunder Filiale am Westenhellweg. Der „Multichannel-Laden“ habe sich für den Standort Dortmund als zu groß erwiesen. (via Buchreport)

Valora Retail: Der Betreiber vieler Bahnhofsbuchhandlungen hat eine eigenwillige Antwort auf den Strukturwandel in der Branche gefunden: Valora integriert Backshops in seine Buchhandlungen (via BuchMarkt)

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Buchhandel

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