VCs und die hohe Wahrscheinlichkeit des Unwahrscheinlichen

Unter dem Titel "Black Swan Farming" hat Paul Graham, der Betreiber des populären Y Combinator Startup-Inkubators, diese Woche einen schönen Text über die hohe Wahrscheinlichkeit des Unwahrscheinlichen veröffentlicht. 

Darin beschreibt er das Dilemma der VC-Investoren und aller, die in der Startup-Welt zugange sind. Wer auf kalkulierte Erfolge setzt, hat schon verloren. Denn aller Erfahrung nach sind aus Investmentsicht die abseitigen Ideen die Erfolgversprechenden:

"I've done several types of work over the years but I don't know
another as counterintuitive as startup investing.

The two most important things to understand about startup investing,
as a business, are (1) that effectively all the returns are
concentrated in a few big winners, and (2) that the best ideas look
initially like bad ideas."

Ein sehr lesenswerter Appell, der viel Bekanntes nochmal neu auf den Punkt bringt, vor allem aber das Bewusstsein schärft:

"We're in a
business where we need to pick unpromising-looking outliers, and
the huge scale of the successes means we can afford to spread our
net very widely.

The big winners could generate 10,000x returns.
That means for each big winner we could pick a thousand companies
that returned nothing and still end up 10x ahead."

Mehr Risikofreude und weniger falsch verstandenes Risikobewusstsein – darauf hoffen wir bei Exciting Commerce ja schon lange. Auf dass mehr spannende Ideen eine Chance bekommen!

Dieser Beitrag passt somit perfekt in unsere Exceed-Rubrik für Querdenker und die Wagemutigeren unter den Gründern, die lieber ihr Ding machen anstatt sich allzu sehr nach den gerade angesagten Trends zu richten.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:exceed

  1. In diesem Zusammenhang ist der von Tim Devaney und Tom Stein veröffentlichte Beitrag „Why Eyeballs No Longer Matter For Startups“ (http://www.readwriteweb.com/start/2012/09/why-eyeballs-no-longer-matter-for-startups.php) interessant.
    Die Frage wäre, ob sich Davaney/Stein („investors want to hear about the revenue you’re generating“) und Graham in Ihren Darstellung grundsätzlich widersprechen oder man die beiden „Forderungen“ auf einen gemeinsamen Nenner bringen könnte.
    Grundsätzlich tippe ich auf Zweiteres. Diese Kombination (Risk+Earnings) ist aber (aktuell) deutlich seltener (Airbnb, GitHub and Dropbox) anzutreffen.
    Wie siehst Du das Jochen?
    Grüße aus Stuttgart,
    Michael

  2. Das eine hat mE nichts mit dem anderen zu tun. VCs im ureigentlichen Sinn achten in erster Linie auf das Wertsteigerungspotenzial, ob das nun durch Eyeballs, Earnings oder Hokuspokus erreicht wird, dürfte einem echten VC ziemlich egal sein, Hauptsache der Wert ver-x-facht sich … kann gut sein, dass VCs aktuell wieder mehr auf Nummer sicher gehen, aber, so paradox es ist, das hilft eben weder ihnen noch den Unternehmern, die wirklich Neues wagen wollen.

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