Zalando steigert seine Zwölfmonatsumsätze auf 1,5 Mrd. Euro

Nachtrag (22.4.): Zalando wendet ein, dass man die Zalando-Umsätze auf diese Weise nicht ermitteln kann. Mehr dazu im erläuternden Beitrag ("Hat Kinnevik den Bewertungsschlüssel für Zalando verraten?")

Zalando hat in den vergangenen zwölf Monaten – vom 1.4.2012 bis 31.3.2013 – (Netto-)Umsätze von rund 1,5 Mrd. Euro erzielt:

Zalando2013Q1

Das lässt sich aus dem jüngsten Quartalsbericht (PDF) des Hauptkapitalgebers Kinnevik ableiten, der am Freitag erschienen ist. Darin wird Zalando mit 2,8 Mrd. Euro bewertet, dem 1,8-fachen der Zwölfmonatsumsätze zum 31.3.

Zalando wächst europaweit und hatte zuletzt zudem Emeza im Luxussegment und Kiomi als weiteren Mode-Ableger gestartet.

Zalando2012kv2

Zalando2012kv3

Mit einem Umsatzplus von rund 350 Mio. Euro alleine im ersten Quartal peilt Zalando also für das Gesamtjahr 2013 eher 2,5 Mrd. Euro als 2 Mrd. Euro an.

Im Quartalsbericht hat Kinnevik die Zalando-Jahresumsätze für 2012 leicht nach oben korrigiert – von 1.150 auf 1.159 Mio Euro.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report

11 replies

  1. Wer sich über die Bewertung von Zalando aufregt, sollte sich diese mal im Vergleich zu Amazon anschauen. Ich könnte mir vorstellen, dass Zalando in naher Zukunft eine Umsatz-Rendite von 1% hinbekommt (soooo weit sind sie ja nicht mehr weg). Und das bei 2,5 Mrd. Umsatz. Wären 25 Mio. und das mal 200 (aktuelles Amazon KGV) käme man auf 5 Mrd. €. Da ist durchaus noch Luft nach oben und deswegen pumpen die VCs da auch immer noch weiter Geld rein.
    Und 1% sind eher konservativ.

  2. Interessant zu wissen wäre für mich in welche Art Kundschaft sich die Umsätze einteilen lassen. Also Neu-oder Bestandskunden. Daraus könnte man dann auch einiges über das Wachstumspotential ableiten.

  3. Der Artikel wurde auf niiinja.de verlinkt.

  4. @Mini Sommer
    Weil Bestandskunden das höchste Wachstumspotential haben für Zalando haben.

  5. Umsatz sagt doch gar nichts aus. Ich kann auch ne Menge Umsatz machen, wenn ich auf der Straße 100-Euro-Scheine für 50 Euro verkaufe. Da mach ich einen riesen Umsatz. Umsatzmaximierung nützt nichts, wenn der Gewinn ausbleibt.
    Von daher sollte man mit solchen Zahlen immer vorsichtig sein.

  6. Zalando ist ja kein Billigheimer und eigentlich auch nie so konzipiert gewesen, daher ist das 100 Euro-Scheine Beispiel eher nicht passend. Frage ist auch nicht, was die jetzt an Gewinn machen, sondern, was sie an Gewinn machen würden, wenn sie von Wachstum auf Ernte umschalten würden. Viel Umsatz kommt inzwischen auch von den Auslandstöchtern, daher lassen die sich auch nur noch bedingt mit rein deutschen Shops vergleichen.

  7. Die Gans wird weiter gemästet bis sich ein Käufer findet. Die werden bestimmt niemals ein „seriöses“ Unternehmen werden. Dafür wird an zuvielen Ecken Geld rausgehauen.
    Wenn die mal ein Jahr lang jedes Quartal einen Gewinn einfahren, dann glaube ich an eine realistische Zukunft.

  8. Die immer gleichen Argumente und immer ist der Laden noch nicht pleite. Wird auch nicht passieren, der wird sicher in diesem oder nächsten Jahr an die Break-even Grenze geführt und wird von da an vielleicht nur noch 50% / Jahr im Umsatz wachsen und dann irgendwann bei 5 Mrd. € Umsatz an die Börse gebracht. Wie gesagt, Amazon hat ein KGV von 200 und niemand regt sich drüber auf.

  9. Zalando verkauft ja auch nicht 100€ für 50€ sondern 100€ für 100€. Und das ist in einem Verdrängungsmarkt schon gar nicht mal schlecht. Wenn andere Unternehmen 100€ für 95€ verkaufen, bleibt das Unternehmen übrig das am wenigsten Verlust macht, wenn es Marktanteile gewinnt. Otto & Zalando dürfen deshalb mE auch nicht pauschal verglichen werden. Interessant ist es eher welches Unternehmen seine 100€ am teuersten verkaufen kann, also am effizientesten Marktanteile gewinnt. Und in dieser Rechnung könnte Zalando durchaus vorne liegen.

  10. Also ich stehe dem Modell auch kritisch gegegenüber. Eine Umsatzrendite von -8% für 2012 (also Verlust, wie bisher in allen Quartalen afaik), bisher noch keinen Beweis für ein nachhaltiges Geschäftsmodell geliefert (im Gegensatz zu Amazon) und Kunden primär über Werbung und nicht durch ein neuartiges / innovatives Geschäftsmodell geworben (im Gegensatz zu Amazon). Ich bin weiter gespannt, aber Aktien würde ich mir nicht ins Depot legen…

  11. Die Zalando-Presseabteilung wendet ein, dass man die tatsächlichen Zalando-Umsätze auf diese Weise nicht ermitteln kann. Mehr dazu deshalb auch im folgenden Beitrag: http://www.excitingcommerce.de/2013/04/hat-kinnevik-den-bewertungsschluessel-f%C3%BCr-zalando-verraten.html

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