Smart Devices #3: „Jewelry, Meet Technology“

Was bedeutet die Hardware-Revolution für den Handel von morgen? In der Smart Devices-Rubrik wollen wir die spannendsten Entwicklungen darstellen und herausfinden, welche Auswirkungen die zunehmend reichhaltigere Welt der “Smart Devices” auf die Welt des Online-Handels hat.

Wearables

Withings: Smartwatches müssen nicht hässlich sein. Die Withings Activité versteckt den Fitnesstracker hinter einer klassisch aussehenden Uhr. Nicht minder wichtig: Die Batterie soll ein Jahr halten. (The VergeGigaOm)

Ringly: Ringly steckt die Technik, die man von Smartwatches kennt, nicht in Uhren sondern in Ringe und spricht damit vor allem erst einmal Frauen an. Auch Ringly hat eine zugehörige Smartphone-App zur Steuerung des Geräts.

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Microsoft: Der Softwarekonzern soll im Herbst ein Fitness-Armband vorstellen, das microsoftuntypisch mit vielen Plattformen zusammenarbeiten wird. Namentlich neben Windows Phone auch iOS und Android. Ein weiterer Beweis für die Dominanz der zwei großen mobilen Betriebssysteme. (Gerücht auf Supersite for Windows)

Adidas: Während Nike sich aus dem Wearable-Bereich langsam zurückzuziehen scheint, stellt der deutsche Sportartikelhersteller Adidas mit der Fit Smart sein erstes Fitness-Armband vor. (Golem)

Smart Home

Samsung und Nest: Samsung, der größte Android-Hardwarehersteller der Welt, und die Google-Tochter Nest haben gemeinsam mit dem Mikroprozessorproduzenten ARM mit Thread einen neuen wifi-ähnlichen Mesh-Netzwerk-Standard vorgestellt, der IPv6 unterstützen und die Grundlage zur Vernetzung des Smart Homes werden soll. (GigaOm, The Verge)

Samsung: Samsung wird seine Galaxy-Reihe aus Smartphones und Tablets also wohl bald um Smart-Home-Geräte erweitern. Zur vorherigen Meldung passt das Gerücht, dass  Samsung für 200 Millionen US-Dollar das Startup SmartThings übernehmen wird, dessen neue App und Series A vom Ende letzten Jahres wir erst in Smart Devices #1 erwähnt hatten. SmartThings bietet eine Plattform zur Verbindung von Smart-Home-Geräten an. Hörenswert ist in diesem Zusammenhang auch ein Podcast-Interview mit dem SmartThings-CEO auf GigaOm vom März 2013.

Open Interconnect Consortium:  Das Open Interconnect Consortium, gegründet von Intel, noch einmal Samsung, Broadcom, Atmel, Dell und Wind River will ebenfalls ein Standardprotokoll für eine herstellerübergreifende Vernetzung schaffen. (Caschys Blog, Zdnet)

Smarte Alltagsgeräte

Vessyl

Getränkebecher: Vessyl ist ein Getränkebecher, der erkennen kann, was aus ihm getrunken wird. Die Informationen werden an die zugehörige Smartphone-App geschickt und dort dargestellt und verarbeitet. (Springwise)

MolekularscannerConsumerphysics stellt mit SCiO einen Molekularscanner vor, mit dem Materialien analysiert werden können: Nahrungsmittel, Medizin, Pflanzen. Das Ergebnis wird in der zugehörigen Smartphone-App angezeigt. Auch SCiO wurde über Kickstarter vorfinanziert und erreichte erfolgreich über 2,7 Millionen US-Dollar.

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Amazon: Die Entwickler der Social-Network-App für Familien Squarehub beschreiben auf Geekwire anschaulich ihre Erfahrungen mit der Entwicklung ihrer App für Amazons FirePhone und die Möglichkeiten für Entwickler durch FireFly:

„The Firefly SDK could be a game-changer down the road. It’s like a QR code reader on steroids. Essentially it allows you to scan a real-world object and let a customer interact with it.
With our Family Bucket List, families can store lists of activities to do together, share links to movies and restaurants, and shop on Amazon, eBay, IMDb and Yelp without ever leaving SquareHub (and we earn money in referral fees).“

Smart Cities

Chicago installiert Sensoren in Straßenlaternen, um Luft, Wetter, Geräuschpegel und Mobilfunknutzung messen zu können. (Chicago Tribune)

Plattformen

AGL: AGL ist ein kollaboratives Projekt der Linux Foundation, das eine Plattform für Automobile stellen soll. AGL basiert auf Tizen, ein auf Linux basierendes Betriebssystem, das vor allem von Samsung als Alternative zu Android für Smartphones (bisher relativ erfolglos) vorangetrieben wird. (The VAR Guy)

Spark: Spark, ein Open-Source-Betriebssystem für vernetzte Geräte -oder auch „Wifi for everything“-, sammelt 4,9 Millionen $ Risikokapital in einer Series A ein. (VenturebeatPando Daily)

Hardware

Sensoren: mCube, Hersteller sehr kleiner Bewegungssensoren, hat in einer dritten Finanzierungsrunde, an der auch Kleiner Perkins beteiligt war, 37 Millionen US-Dollar eingesammelt. mCube hat allein nach China bis dato 60 Millionen Accelerometers verkauft. (VentureBeat)

Raspberry Pi: Der populäre Open-Source-Minicomputer Raspberry Pi, Grundlage für viele DIY-Projekte, bekommt in seiner neuen Version unter anderem geringeren Stromverbrauch und einen Micro-SD-Slot. (GigaOm)

Mehr zum Thema auch in den Exchanges #60 („Über den Markt für Smarter Home & Living“)

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Die neuen Tools

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  1. Was das Fire Phone andeutet, wird mit Google Tango auf das nächste Level gehoben. Damit werden imo unzählige Anwendungsfälle, auch für den eCommerce, möglich. Ich bin mehr als gespannt.

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