Warum Spryker? Und warum nicht mehr von ScaleCommerce?

In Sachen Shoptech bringt Berlin gerade jede Menge frischen Wind („Spryker und die Umbrüche in der Berliner Shoptech-Welt„) in die Online-Handelswelt, zum Jahresausklang u.a. mit der vierten Zalando Hack Week („One last thing before we call it a year“).

sprykerframework

Bei Exciting Commerce liegt unser Fokus im Shoptech-Bereich gerade stark auf Spryker („Was die Spryker/Siroop-Kombination so spektakulär macht„), was zur berechtigten Frage führt, warum wir uns so sehr auf Spryker stürzen und uns nicht stärker zum Beispiel auch ScaleCommerce und anderen, neuen Shoptech-Initiativen widmen?

Zum einen, weil wir Spryker als Plattform für Wachstums- und Innovationsprojekte für die spannendste Initiative seit Magento halten (siehe auch Was treibt die Magento-Generation heute?), zum zweiten, weil wir uns bei Exciting Commerce nur ganz, ganz wenigen Themen widmen können und entsprechend auswählen müssen.

Und nicht zuletzt aber, weil ScaleCommerce („Endlich erschwingliches E-Commerce mit Features wie ein Privatjet“) wie andere auch („Warum das Commerce Cockpit spannender ist als sein Name„) nicht willens oder in der Lage sind, ihre Ambitionen auch jenseits der Techszene zu vermitteln und insofern einer breiteren E-Commerce-Öffentlichkeit kaum nahe zu bringen sind.

Leider haben sich die Hoffnungen bislang nicht erfüllt, dass sich für den Handel von morgen irgendwann ein eigenes Shoptechblog etabliert, das den Blick für die spannendsten Entwicklungen und Innovationen im Shoptech-Bereich schärft. So etwas fehlt der Online-Handelsbranche weiter – national wie international.

Wir werden uns also fürs erste weiter mit Spryker und den neuesten Projekten/Aktivitäten beschäftigen, ohne allerdings die anderen Entwicklungen aus dem Auge zu verlieren („Exchanges #90: Shopsysteme gestern, heute und morgen„). Einen Überblick über die wichtigsten Anbieter bietet die K5 Tech Liga.

Erfreulich hingegen (nicht nur für die Berliner Shoptechwelt), dass Berlin im kommenden Jahr erstmals ein zweitägiges Codetalks Commerce Special bekommt – am 29./30. April im Kino der Kulturbrauerei (via).

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shoptech

10 replies

  1. Hallo Jochen,

    Kritik ist angekommen.

    Wir werden in 2016 durchstarten und dann auch entsprechend unseren Ansatz insbesondere aus der Business-Sicht kommunizieren und vermitteln. Das wird ein Kontrast zu Spryker sein und noch eine ganz andere Sichtweise in den Markt tragen.

    Und ja – auch am Namen arbeiten wir. Du hast richtig erkannt, dass dieser nicht das volle Potenzial ausschöpft ;-)

    Beste Grüße
    Thomas Gottheil

    • sorry, wollte (und werde) nicht weiter auf Euch rumhacken, sondern wollte nur den Punkt verdeutlichen, dass sich im Techbereich ja sehr viele Anbieter wundern, warum sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vorkommen, während andere (die aus ihrer Sicht vielleicht gar nicht so gut sind) dauernd präsent sind …

  2. Warum findest Du Spryker denn so spektaktulär? – das konnte ich bisher noch in keinem Post rauslesen. Habs aber vielleicht auch übersehen.

    Ja, die Idee ist auf dem Papier erstmal gutm aber sicher nicht die Einzigsten. Interessant wird es aber was dahinter steckt, wie es funktioniert etc. Nur wer das auch beurteilen kann, sollte doch von spektaktulär und furios sprechen, oder? Ansonsten finde ich es ungut etwas zu empfehlen – und das tust Du meiner Meinung nach ob gewollt oder nicht – was bisher „nur“ gutes Marketing vorzuweisen hat aber den Praxisbeweis noch nicht antreten konnte. Und das ist keinerlei Kritik an Spryker. Ich kann es nämlich auch nicht beurteilen.

  3. Mitte/Ende nächsten Jahres wird ein eCommerce System/Framework auf den Markt kommen als Opensource mit der gleichen/ähnlichen Architektur wie Spryker. Da wird man sich dann fragen ob die 100k€ für Spryker es wert sind.

  4. Titel vom 13.12. „Was Spryker und Siroop aus Swisscom-Sicht spannend macht“ – was macht Spryker denn nun für Swisscom so spannend?

    Titel vom 26.11. „Was die Spryker/Siroop-Kombination so spektakulär macht“ – was die Kombination aus Deiner Sicht so spektaktulär macht, habe ich nirgendwo gelesen. Nur etwas von Swisscom mit überlappenden Plattformen. Dafür brauche ich aber erstmal kein Spryker.

    Einleiter im Artikel vom 26.11. „Seit Magento konnte kein Shoptech-Player mehr so für Furore sorgen wie Spryker..“ – sorry, aber wenn das kein Push ist, weiß ich auch nicht weiter. Damit hebst Du Spryker von der Durchschlagskraft auf eine Stufe mit Magento. Und das ist gelinde gesagt lächerlich.

    Ganz ehrlich, Du sagst ja selbst IT-Systeme technisch nicht beurteilen zu können. Dann solltest Du aber auch keine Wertung reinlegen wenn Du über IT-Systeme, wie jetzt Spryker,schreibst. Dafür hören Dir zu viele Leute zu und glauben was Du schreibst. Und Deine Beiträge lesen sich nun mal so als sei Spryker derzeit die heißeste Shop Software.

    • kann ich nachvollziehen, dass der Eindruck entsteht.

      Aber wie gesagt, bei Spryker gehts mir nicht um die Software, sondern um die Art und Weise, wie E-Commerce-Projekte angegangen werden (können). Wenn morgen was anderes käme, was dem Online-Handel neue Perspektiven eröffnen würde, würde ich ebenso prägnant darauf hinweisen.

      Das ist aber nicht anders als bei Zalando oder Amazon. Auch da gehts in erster Linie um die Strategie und den (Denk-)Ansatz und erst in zweiter Linie um das Unternehmen.

  5. Spryker ist nicht wirklich innovativ aus meiner Sicht. Eine Shop-Plattform mit PHP und MySQL zu bauen, das ist etwas, das Fabian Wesner schon seit 2010 macht und ich sehe keinen wirklichen technischen Fortschritt.

    – Module, die später individuell erweitert werden können: eine Idee die von Magento kommt und die massives Customizing anregt, was dafür sorgt, dass spätere Core Updates sehr schwer werden.

    – PHP: bis zu einem gewissen Grad skalierbar, später muss alles durch Java / Scala / Go replaced werden. PHP7 wird das Problem auch nur bis zu einem gewissen Grad lösen, weil es keine Threads / Concurrency bietet, was aber bei den „Category Leadern“ ab einem gewissen Punkt wichtig wird.

    – MySQL: vermutlich wieder logisch getrennte Datenbanken, die auch nur bis zu einem gewissen Grad skalieren. Später ein Wechsel auf NoSQL unvermeidlich.

    – Zed Backend: monolithisches Backend, am Anfang sinnvoll, später ein technisches Fass. Gerne auch mal den sehr guten Artikel von Martin Fowler lesen: http://martinfowler.com/bliki/MonolithFirst.html.

    – Open Source: Magento ist vorallem erfolgreich, weil es Open Source ist. Entwickler können Module programmieren und zur Verfügung stellen, die für die Community sinnvoll sein könnten. Auch können Bugfixes submitted werden. Open Source wird immer für mehr Qualität und volatilität sorgen. Wenn ich bspw. für Magento ein Modul für Vorkasse brauche, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon groß, dass es Module dazu gibt.

    – Trends: Themen wie AWS Cloud, Data Lakes, Microservices, NoSQL verpasst.

    – Startpaket: laut diesem Video bekommt man ein sehr gutes Startpackage, um zu customizen. Ich sehe hier keinen Vorteil ggü. Magento: https://www.youtube.com/watch?v=VTfg_N9fmKA.

    – Bezug auf Rocket-Internet: https://excitingcommerce.de/2015/07/22/skyrocket-rocket-internet-prasentiert-neue-techplattform/ => RI geht von Bob & Alice weg und baut neue Skyrocket Plattform.

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