Ströer schnappt sich Foodist für knapp 3,5 Mio. Euro

Wie Foodist heute seinen Kapitalgebern von der Crowdfunding-Plattform Companisto mitgeteilt hat, übernimmt das Medienhaus Ströer 100% der Anteile an Foodist – zu einer – von uns anhand der Kapitalrenditen geschätzten – Bewertung von 3,45 Mio. Euro:

foodist

„Um in Zukunft stärker und gewinnorientierter wachsen zu können, brauchen wir einen starken Partner und einen strategischen Investor an unserer Seite.

Und genau diesen haben wir mit dem Medienunternehmen Ströer gefunden. Ströer erwirbt 100 % der Gesellschafteranteile der Foodist GmbH.

In mittlerweile drei Investitionsrunden über die Crowd erzielten wir insgesamt fast € 1,5 Mio. Funding mit dem Ziel, Foodist stark wachsen zu lassen.

Wir haben es geschafft, Umsätze in der von uns geplanten Größenordnung zu erwirtschaften. Unsere Erwartung, Gewinne zu erwirtschaften, haben wir bis dato nicht erfüllt.

Wir sind nach diversen Gesprächen zu der Überzeugung gelangt, dass es in dieser Phase des Unternehmens der richtige Weg ist, eine Übernahme durch einen strategischen Investor zu suchen.“

Die Kapitalgeber könnten beim Exit mit Renditen zwischen 19% und 92% rechnen, ließ Foodist wissen.

Die Hamburger Foodist GmbH bietet im Gourmet-Segment u.a. die Foodist-Boxen an.

Ströer und ProSiebenSat.1 („ProSiebenSat.1 über sein “Lifestyle Commerce ecosystem”“) nutzen gerade die Gunst der Stunde und entwickeln sich – neben Zalando – zu einer treibenden Kraft für den Handel von morgen („Exchanges #144: Aktive Marktgestalter“).

Ströer hatte sich zuletzt maßgeblich an Asam Kosmetik beteiligt.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food, Shopboerse

13 replies

  1. Die Crowdinvestoren sind doch eher enttäuscht…

  2. wieso? besser Rendite als Inso ;-) wundert mich nur, dass der Käufer als börsennotiert das nicht seinen Aktionären meldet?!

  3. jetzt gibts auch eine Pressemitteilung dazu von Companisto:

    „Exit beim crowdfinanzierten Startup Foodist

    Das auf Companisto (www.companisto.com) crowdfinanzierte Startup Foodist wird an Ströer verkauft. Foodist wurde in den Jahren 2013, 2014 und 2015 auf Companisto mit insgesamt rund 1,5 Mio. € von 2.399 Companisten crowdfinanziert. Beim Crowdinvesting können Privatpersonen, ähnlich wie an der Börse, online in junge Startups investieren. Das Startup Foodist wird nun von dem börsennotierten Medienhaus Ströer übernommen.

    Foodist versendet mit der Foodist Box monatlich eine exklusive Auswahl von internationalen Delikatessen an seine Kunden, wobei die Abonnenten jeden Monat aufs Neue von der Zusammenstellung überrascht werden. Als die Companisten im Jahr 2013 das erste Mal die Gelegenheit hatten, in Foodist zu investieren, lag der Umsatz von Foodist noch bei unter 10.000 € im Monat und das Unternehmen beschäftigte drei Mitarbeiter. Nur zwei Jahre später, im Jahr 2015, konnte der Umsatz pro Monat von 10.000 € auf einen mittleren sechsstelligen Betrag vervielfacht werden. Heute beschäftigt das Unternehmen 35 Mitarbeiter.

    „Foodist ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie aus einem kleinen Pflänzchen durch die Investments der Crowd ein erfolgreiches Unternehmen werden kann. Dass der Exit an Ströer bereits nach 3 Jahren erfolgt, ist eine tolle Erfolgsgeschichte für die Companisten.“ so Companisto-Geschäftsführer David Rhotert.

    Foodist ist neben seinen Crowdinvestings auf Companisto auch aus der VOX-TV-Show „Die Höhle der Löwen“ bekannt und war ein ausgewähltes Startup des ProSiebenSat.1 Accelerators, in dem vielversprechende Startups durch Coachings unterstützt werden und Medialeistungen erhalten.

    Vor dem Unternehmensverkauf an Ströer hatten in Foodist neben den Companisten noch der Medienkonzern ProSiebenSat.1, das Verpackungs- und Logistik-Unternehmen BB Pack und die drei Gründer Alexander Djordjevic, Ole Schaumberg und Andreas Brandt investiert.

    Der Exit bei Foodist setzt damit eine Serie von jüngsten Erfolgsgeschichten von crowdfinanzierten Startups fort. Zuvor hatten bereits die crowdfinanzierten Startups 5 Cups and some sugar, Lottohelden, Cashboard, LeaseRad, Bloomy Days und Smarchive ihre Investoren mit deutlichen Renditen ausbezahlt.“

  4. Wenn ich es richtig deute, war die dritte und letzte Runde über Companisto 1 Mio € für gute 15% der Anteile, was einer Bewertung von 6,5 Mio entspricht. Wenn die Übernahme auf einer Bewertung von 3,45 Mio erfolgt, wie können denn da die Crowdinvestoren der letzten Runde noch mit einer Rendite rechnen, geschweige denn mit „zwischen 19% und 92%“?

    Stimmt die Angabe über 3,45 Mio Kaufpreis, gehen 42% davon an die Crowdinvestoren, was aber in Summe knapp unter den 1,5 Mio ist. Auch hier passt es nicht. Von daher – kommt der geschätzte Kaufpreis in dieser Dimension überhaupt hin?

    Nehmen wir an, 2 Mio gehen an die Crowdinvestoren, womit die der ersten Runde 92% Rendite erhalten, die der letzten 19% und die der zweiten 56% (Wert zwischen den beiden Limits), dann komme ich auf einen Kaufpreis von guten 4,7 Mio. Wäre der nicht realistischer?

    • Bis auf die Bewertung stammen alle Angaben aus dem Companisto-Mail an die Kapitalgeber. Foodist hatte am Ende noch eine Downrunde mit einer Bewertung unter 3 Mio. Euro, so dass die Investoren der letzten Companisto-Runde letztlich auf über 30% der Anteile kamen.

      • Vielen Dank für diese Info! Dann kommen die Zahlen in meiner groben Berechnung schon eher hin. Besitzen die Crowdinvestoren zusammen ca. 60% der Anteile und erhalten in Summe 2 Mio (wobei ich die Rendite von 56% für die zweite Runde nur geschätzt habe), ist das eher im Bereich der genannten Kaufsumme von 3,45 Mio. Ich schätze, so hat auch Exciting Commerce gerechnet.

  5. Die 3,45 Mio sind die durchschnittliche Bewertung für die Besitzer der Stammanteile und die Kapitalerhöhung laut Companisto. Die Erlöse der Companisten kommen bei jedem Exit noch oben drauf und werden nicht von den anderen Anteilseignern abgezogen. Das heißt wahrscheinlich liegt der Kaufpreis inkl. der Ablösung der Companisten bei 5-5,5 Mio

  6. Ich bin mir sicher das hier kaum Geld geflossen ist, das Start Up hat dauerhaft finanzielle Probleme gehabt.
    Hier ist ganz stark davon auszugehen das es sich um eine Rettung handelte, schon vor den Crowdfunding Kampagnen war die Foodist GmbH nicht mehr zahlungsfähig.

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