Die Paketdienste erhöhen Druck auf Städte und Kommunen

Wie wollen Städte und Kommunen mit der wachsenden Flut an Paketen umgehen? Nicht nur DHL („DHL will sich exklusiven Zugriff auf die letzte Meile sichern“), sondern auch DPD hat diese Woche den Druck auf die Kommunen erhöht („DPD erwartet neues Rekordgeschäft zu Weihnachten und fordert reservierte Parkflächen für Zusteller“):

„Die gewachsene infrastrukturelle Bedeutung einer zuverlässigen Warenversorgung spiegelt sich in immer neuen Paketrekorden wider.

Städte und Kommunen sollten daher noch viel stärker als bisher an konstruktiven Lösungen mitwirken.

Bereits im Vorjahr transportierte DPD so viele Pakete wie nie zuvor, im Vergleich zu Weihnachten 2016 rechnet DPD mit einem erneuten Zuwachs von 15 Prozent.

An den Spitzentagen vor Weihnachten erwartet DPD bis zu 50 Prozent mehr Pakete als an einem durchschnittlichen Tag des Jahres.“

Noch sehen sich Städte und Kommunen vor allem als Freunde und Förderer des stationären Einzelhandels, gepampert durch entsprechende „Studien“ („Vitale Innenstädte 2016: Wie das IFH den Handel einseift“).

Interessant sind in dem Zusammenhang auch die Positionen der Handelsverbände zur City Logistik – hier vom bevh.und hier vom HDE.

Mehr zur Logistik am Limit auch in den Exchanges #170 („Der Online-Handel vor dem Kollaps“)

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Uncategorized

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5 replies

  1. Was ich hier in HH erlebe, ist eigentlich was anderes. Da gibt es die Logistik-Initiative, die sich schon ziemlich engagiert mit der Lösung oder Milderung dieses „Problems“ (die Anführungsstriche deswegen, weil mehr Geschäft für einen Logistiker ja eigentlich kein Problem sondern ein Luxusproblem ist) beschäftigt. Nur gehen die Gedankengänge und Bestrebungen halt in eine komplett andere Richtung. Weder die Monopolisierung der letzten Meile noch zusätzliche Parkflächen für die Flut von Zustellfahrzeugen werden dort diskutiert. Sondern schlaue carrier-neutrale Zustelloptionen!

  2. Warum Deutschland eigentlich immer ’ne Extrawurst braucht und Fehler immer zweimal machen muss statt von internationalen Erfahrungen zu lernen werde ich wohl nie verstehen. Wie die Logistik ohne utopische Forderungen (DHL -> letzte Meile) entlastet werden kann sieht man sehr gut am Beispiel Amazon USA.

    Achso, meine persönliche Prognose: Zustellung an die Haustür wird, bis die ersten praxistauglichen automatisierten Lösungen kommen, mehr und mehr ein Luxus. Mal sehen, wann es das nur noch mit „DHL/Amazon/Hermes/usw. Prime“ geben wird. Würde ich bei DHL & Co. schaffen, würde ich sowieso niemanden mehr beliefern, der keinen sicheren Abstellort anbieten kann. Der muss dann eben zum lokalen Locker zuckeln…

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