Shutterfly: Ein etablierter Online-Versender auf 2.0 Kurs

Passend zur Personello-Meldung ein schon etwas älterer, aber bisher unveröffentlichter exciting commerce Beitrag (vom August 2008), der zeigt, wo die Potenziale von Personello & Co. liegen.

Shutterflyscreen Shutterfly ("Tell your story"), mit 186 Mio. Dollar Jahresumsatz (2007) einer der Top 100 Shops in den USA, zeigt, wie auch etablierte Online-Versender den Sprung in die neue Zeit schaffen können, wenn sie bereit sind, über mehrere ihrer Schatten zu springen.

Der US-Fotodienst, der 1999 gestartet ist, hat seine Seite kürzlich zu einem Social Shopping Network ausgebaut (s. Pressemeldung), mit dem Nutzer, in der Regel Frauen und Mütter, gemeinsame Fotoprojekte realisieren können ("Shutterfly Finally Gives Photos Wings"):

"On Tuesday, the company is introducing
a nifty new tool, called Share Sites, which makes it easy for users to
build public Web pages around their photo collections.

Users can trick
these sites out with various design flourishes, comment forums, polls,
photo books and links to YouTube videos.

Soon, Shutterfly says, users
will be able to upload video directly to their Shutterfly Shares sites
as well."

Read Write Web hat das neue Shutterfly unter die Lupe genommen.

Bemerkenswert ist, wie Shutterfly das Thema angegangen ist.

Denn das Unternehmen hat nicht den Fehler gemacht, wie soviele hierzulande (s. Bertelsmanns Bloomstreet, United Internets Unddu, Neckermanns n-lounge, etc.), Web 2.0 "Portale" von mehr oder weniger unbedarften Agenturen nachprogrammieren zu lassen, sondern sich sinnvollerweise mit einem Startup aus diesem Bereich zusammengetan:

"To enable the new feature, Shutterfly acquired the start-up Nexo
Systems, which is based in Palo Alto, Calif., earlier this year."

Das Gründerteam wurde übernommen und sichert Shutterfly nun die Kompetenz in diesem Bereich (s. Pressemeldung).

Auch sonst ist Shutterfly vorbildlich, was die strategische Ausrichtung angeht.

Shutterfly
Seit Ende 2006 ist Shutterfly an der Börse notiert. Und ein Blick in die letzte Investorenpräsentation (PDF) zeigt nicht nur, wie sich der Markt für Fotoprodukte wandelt, sondern wie es Shutterfly gelungen ist, sich vom klassischen Fotodienst (blau) hin zum Anbieter von personalierbaren Fotoprodukten (grün) zu entwickeln.

Gerade etablierte Online-Shops sollten sich nicht der Illusion hingeben, dass sie alle Innovationsthemen selber stemmen können. Viel zu wenige nutzen die Chance und verbünden sich mit innovativen Startups.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Social Commerce

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