Web-Währungen: Alternative Währungssysteme (Revisited)

Wo wir gerade bei Rückblicken sind: Am 21. Mai 2006, also vor gut drei Jahren und lange vor der aktuellen Währungskrise, ist mit dem Aufkommen des Social Web der erste Exciting Commerce Beitrag zum Thema Web-Währungen erschienen ("Communities schaffen sich ihre eigenen Währungssysteme"):

"Wer Communities (…) als eigenständige, sinnstiftende Einheiten
(an)erkennt, der wird irgendwann auch mit dem Thema Community-Währung
konfrontiert.

Auf diese Weise lassen sich communityinterne Leistungen
und Beiträge zum Community-Wohl leichter vergüten und gegeneinander
aufrechnen, ohne auf die (…) externe Währung
zurückgreifen zu müssen."

Damals wie heute bleibt die spannendste Frage:

"Wird sich eine einheitliche, übertragbare Online-Währung
etablieren oder werden wir viele unterschiedliche Community-Währungen
und Reputationssysteme sehen?"

Passend dazu auch der heutige Gastbeitrag von Lisa Rutherford bei VentureBeat ("The universal currency wars are coming")

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Facebook

  1. Ich glaube noch spannender als die Frage, ob sich eine einheitliche Online-Währung etablieren kann, ist die Frage, ob es im Web – anders als in der realen Ökonomie – eine funkionierende Währungskonkurrenz entwickeln kann.

  2. Sehe ich genauso. Ich glaube nicht wirklich an eine Einheitswährung. Ein steter Wettbewerb um die beste(n) Währung(en) bietet sich geradezu an.

  3. Eine einheitliche Webwährung wird sich nicht durchsetzen, da im Internet der Währungsmarkt frei ist im Gegensatz zu den staatlichen Papier-Geldmonopol, wie wir es heute haben.
    Niemand kann mich zwingen eine bestimmte Webwährung zu nehmen, da die Teilnahme an den Portalen freiwillig ist.
    Der Markt macht auch im www nicht halt und auch dort gelten ökonomische Gesetze, vor allem bei der Geldmenge.
    Die Plattform Inhaber müssen sich über eines im Klaren sein und dies auch STRIKT befolgen: Sie dürfen niemals, ich wiederhole, NIEMALS, „credits“ „Gutscheine“ „Währung“ „Points“ einfach so in bestimmten „Aktionen“ verschenken, rabattieren oder selbst in Anspruch nehmen, da dies dem Zerfall gleichkommt.
    Politiker machen das leider ständig und inflationieren Erspartes. Ich hoffe, dass alle Inhaber von Webwährungen dort umdenken, denn ansonsten ist die sicherste Methode doch einfach „normales“ Geld in Form von € oder $ über paypal zu überweisen, da die Inhaber von z.B. Facebook keine Macht auf die Geldmengensteuerung von Euros haben.
    Ich bin dennoch gespannt auf die Entwicklung, aber bin mir gleichzeitig bewusst, dass Webwährungen in Form von virtuellen Credtis noch abstrakter sind als es das Papiergeld ohnehin schon vom Gold ist.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: