Debatte: Was will GSI Commerce von Intershop (wirklich)?

Im Jenaer Intershop-Turm läuft gerade ein Geheimprojekt, das so geheim ist, dass einem jeder davon erzählt: Intershop entwickelt mit Hochdruck die neue E-Commerce-Plattform für GSI Commerce. Enfinity 7 wird wohl eine Art Demandware 2 für GSI.

Seit GSI Commerce Mitte April den Einstieg bei Intershop bekanntgegeben hat, spekuliert die Branche über Sinn und Unsinn dieser Allianz. Die offizielle Lesart ("Vertriebspartnerschaft") wirkte von Anfang an etwas weit hergeholt. Hier gäbe es für beide Parteien weitaus bessere Partner.

Brian Walker von Forrester Research geht in seiner Analyse diese Woche denn auch weiter. Defacto handele es sich bei dem Einstieg um eine Übernahme ("GSI Gains Control Of Intershop: What It Means"):

"With a relatively small ownership stake of 10.5%, GSI will have
significant influence over Intershop, due to Intershop’s very diluted
and diverse stockholder base.

This gives GSI control over one of the
oldest and most established eCommerce software solutions in Western and
Central Europe.

Intershop

Additionally, under the agreement GSI will have
exclusive rights to distribute Intershop’s solutions in the Americas and
also have access to Intershop’s software, engineering talent, and
integration experience."

Im weiteren schreibt er:

"GSI began a very ambitious systems overhaul effort in late 2008, with
the goal to improve the core platform and overcome some of the system
limitations that frustrated its clients and affected its bottom line.

Gsicommerce

With this investment, GSI gains Intershop technology, which can be used
in selective fashion, such as within product information management; CMS
integrations; order management; and B2B-specific capabilities such as
purchase-order management and distribution support.

In my view, there
will be a long-term effort to integrate the Intershop offering into the
GSI hosted environment, but this will not happen quickly.

GSI will
likely leverage pieces of the Intershop applications to improve its core
platform as it continues to work to execute a critical road map for its
clients."

Die Thüringer Allgemeine dürfte es wohl am besten getroffen haben:

"Mit dem Einstieg des Investors dürfte auch das Geheimnis gelüftet sein,
von dem auf der außerordentlichen Hauptversammlung im März die Rede war.

Aufsichtsrat Michael Sauer, der
dort zum Rücktritt gezwungen wurde, war offenbar Gegner des Deals. Ihm
war untersagt worden, die Aktionäre über ein nicht näher bezeichnetes
Geschäft zu informieren.

Hinter den Kulissen indes arbeiteten Entwickler
bereits an der Einbettung ins GSI-System."

Intershop hat in der letzten Woche seinen Geschäftsbericht vorgelegt. Darin ist zu derlei Themen allerdings noch nichts zu finden.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

  1. Jochen, Du als „Magento Kenner“, gibt es eigentlich einen Anbieter für ein „Magento as a Service“ Angebot. Also ein demandware Pendant?

  2. Symmetrics, Optaros und in Kürze auch Magento selber. Das sind die, von denen ich weiß. Gibts noch andere?
    Weitaus spannender fände ich aber, an dieser Stelle über die Perspektiven von Intershop zu diskutieren bzw. wie Otto & Co auf diese Entwicklungen reagieren werden.

  3. Otto wird im Zweifel gar nicht reagieren (so wie sie auch nicht auf schlechte Presse über Intershop in der Vergangenheit reagierten, oder?). Ich schätze das deren Intershop Lösung(en) so weit angepasst sind, daß nur noch wenig Gemeinsamkeit mit dem allgemeinen Branch besteht.
    Solange Otto das eigene Ökosystem (sprich gesicherter 3rd Level Support) ungefährdet sieht, kann der Rest Wurscht sein.

  4. Man unterschätze mal Otto nicht. Bisher war E-Commerce bei Otto Nebensache. Wenn es künftig Hauptsache werden soll, müssen auch die Weichen entsprechend gestellt werden … wohl nicht umsonst hat Otto das iShop Joint Venture mit Novomind

  5. Ich glaube kaum, dass eCommerce bei Otto bislang Nebensache war. JVR hat sicher eine Punkt darin, dass enfinity stark customized ist. Trotz allem ist die Komplexität die Otto mit dem System abbildet nicht durch ein ishop zu ersetzen. Die Zuverlässigkeit und Sicherhungssysteme die für otto.de lebenswichtig sind, hängen auch an enfinity. „Never change a running system“ ist hier sicher ein wichtiger Leitgedanke: Ausfälle kann man sich nicht leisten.

  6. Das ist schon alles recht weit hergeholt. Die OTZ als doppelte Quelle (einmal unter anderem Namen, TA) zu nutzen und als „jeder“ zu bezeichnen, entbehrt jeglicher gründlicher Recherche. Und auch Herr Walker spekuliert nur.
    Hier wird doch nur versucht, mit Spekulation Fakten zu schaffen. Auch meine Mutter hat einen Schwager, dessen Kusine hat einen Freund, und dessen Arbeitskollege hat gesagt…
    Wenn dies hier die Faktenlage ist, dann ist der Blogbeitrag nicht ernst zu nehmen.
    Achso, was wären denn die besseren Partner für beide Seiten? Und jetzt bitte nicht „Magento“ für GSI in die Schlacht führen. Nichts gegen Magento, aber Hype bleibt Hype, und es ist leider so, dass Magento im Moment überbewertet wird. GSI scheint Kunden zu haben, die in der Liga der vorhandenen Intershop Kunden zu operieren scheinen. Bei Magento muss man da lange suchen, und findet trotzdem nichts.

  7. @twister Stichwort Haupt- vs. Nebensache: Wieviele Leute arbeiten bei Otto für den Online-Bereich, wieviele für den Katalog?
    @JENS Der Zeitungsartikel war ein belegbares (=verlinkbares) Beispiel für das offene Geheimnis. Ich würde das nicht so explizit schreiben, wenn ich es nicht von drei, vier unterschiedlichen Seiten erzählt bekommen hätte.
    Ansonsten wüsste ich nicht, dass es sich bei dem Novomind iShop um eine Magento-Lösung handelt :-)

  8. Nun, es ist ja wohl kein Geheimnis, dass GSI Enfinity nutzen will. Das steht in jeder Meldung. Das die Software schlußrichtig auf GSI angepasst werden muß, ist auch nur dann überraschend, wenn man eine Windows Installation als Maß der Dinge betrachtet. Aber schaut man sich im Enfinity Universum mal genauer um, dann wird man schnell feststellen, dass dies nicht nur usus ist, sondern vermutlich einer der USP der Lösung.
    Brian K. Walker schreibt noch mehr, als in diesem Beitrag zitiert wird – er beantwortet sogar die hier zentrale Frage, was beide Unternehmen davon haben. Tatsächlich würde mich die hiesige Antwort interessieren, die Frage ist ja suggestiv gestellt und suggeriert, dass es eine vorhandene Antwort gibt – was sind denn die besseren Partner für die beiden Unternehmen?
    Auch die Frage nach OTTO läßt sich mit ein wenig googeln beantworten – Otto hat in den USA eine Partnerschaft mit Unica geschlossen, GSI passt da gut ins Bild. Mehr findet sich übrigens hier: http://www.internetretailer.com/ECTR/article.asp?id=34663
    Eine Frage noch an JKrisch – als Partner für die Anbahnung der Partnerschaft nennt Intershop Jupiter Capitals. http://www.intershop.de/pressemeldung/items/intershop-gewinnt-mit-gsi-commerce-starken-strategischen-partner-in-den-usa.html
    Mitglied des Industry Boards bei JC ist – Jochen Krisch als Fachmann E-Commerce. Könnte es sein, dass Sie überraschend viele Antworten auf Fragen haben, die hier aufgeworfen werden? Selbst wenn es keine aktive Teilnahme gab, ist es doch unwahrscheinlich, dass dies alles unbemerkt passiert ist?

  9. Erstmal vielen Dank für die weiterführenden Infos!
    Die Frage ist zwar suggestiv gestellt, aber nur insofern, als sie sich spätestens nach dem Aus von Quelle, umso mehr aber noch nach dem Einstieg von GSI stellt.
    Schließlich war Intershop ja lange so etwas wie der Haus- & Hoflieferant für Otto, Quelle & Co. (und wurde auch so behandelt).
    Otto wird also nicht umhinkommen, sich zu entscheiden, ob Intershop sie unter den neuen Vorzeichen noch ähnlich zuvorkommend behandeln können wird.
    Der zweite Punkt, der mich die Frage suggestiv stellen lässt, ist tatsächlich der iShop, eine Otto-Initiative, die sich mir nicht erschließen mag und bei der ich mich immer noch frage, was dahintersteckt.
    Danke auch für den Hinweis auf Jupiter Capital Partners. Das wird die Jungs sicher freuen!
    Ich bin für JCP tätig, um Konzepte, etc. zu bewerten und über aktuelle Marktentwicklungen zu diskutieren, war in diesem konkreten Fall aber in keinster Weise eingebunden. Wie im Artikel geschrieben: Meine Infos zum Thema stammen allesamt aus dem Turm (und aus dem Web).
    Und zu guter letzt: Wenn ich die Antworten kennen würde, würde ich wohl kaum so dumm fragen. Es geht ja hier auch nicht um die Findung der endgültigen Wahrheit, sondern um die Lust am Spekulieren (im besten Sinne) und um das Durchspielen möglicher Szenarien. Schließlich sind Intershop, Otto und GSI, jeder auf seine Weise, Schlüsselplayer im E-Commerce-Markt. Entsprechend werden hier gerade einige Weichen gestellt …

  10. Jetzt fehlt mir dennoch eine Antwort – was wären denn die besseren Partner für die beiden Player?
    In Sachen Otto und Co. fehlt mir der Einblick, aber ich kann da im Moment eigentlich kein Problem erkennen. Warum sollte denn eine Lösung, die für die Kunden von GSI gut ist – und da reden wir von Brands und Firmen, die sich vor einer Otto nicht verstecken müssen – für Otto schlecht sein. Das ist doch Unsinn. Im Gegenteil. Wenn Otto in die USA expandieren will, was kann ihnen denn besseres passieren, als eine Software, die für den US-Markt optimiert ist? Das ist doch eine sehr offensichtliche Win-Win-Win Situation.
    Auf meinem Rechner läuft Windows. Parallel dazu gibt es eine Linux Installation. Aktiv und dauerhaft genutzt wird Windows. Linux ist zum spielen, experimentieren, schauen, was es so alles gibt. Vielleicht ist es mit iShop ja ähnlich.
    Richtig, da werden gerade Weichen gestellt, das ist auch sehr interessant und spannend zu beobachten. Intershop und GSI scheinen sich mit der Partnerschaft für den Endausscheid qualifiziert zu haben, aber es werden vermutlich nicht alle Anbieter am Ende noch da sein.
    Ich habe mir auch mal die Aktionärsstruktur von Intershop angesehen. Ich behaupte mal, eine Übernahme ist in der aktuellen Situation unmöglich. Da gibt es zuviel Streubesitz, um genug für z.B. einen Punch-Out zu sammeln. Da müssen wir uns sicherlich keine Sorgen machen.

  11. GSI wäre ja auch ungeschickt, Intershop für teures Geld komplett zu übernehmen, wenn es für läppische 6,9 Mio. Dollar die Macht im Haus bekommen konnte (siehe Brian Walkers Argument und die aktuellen Intershop-Aktivitäten)
    Das Problem sehe ich darin, dass Otto ja zunehmend selber zu einer „Art GSI“ werden will und immer mehr fremde Händler/Hersteller/Marken an Bord nimmt. Der GSI-Vergleich hinkt ein bisschen sehr, ich weiß, da Otto kein Technologieunternehmen ist.
    Umso spannender finde ich in diesem Kontext die Umbesinnungstendenzen bei Otto im Rahmen seiner Vision 2020, speziell die Hermes-Ankündigungen von letzter Woche http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:erweiterung-des-geschaeftsmodells-otto-laesst-hermes-fremdgehen/50108123.html
    Der Punkt ist doch: Mit dem Einstieg von GSI hat Intershop seine Unabhängigkeit aufgegeben und wird jetzt von einem anderen E-Commerce-Player (und potenziellen Otto-Konkurrenten) „beherrscht“.
    Otto würde ja auch nicht das Amazon-System nutzen wollen, selbst wenn es von „Brands und Firmen, die sich vor einer Otto nicht verstecken müssen“ genutzt wird.
    [Der Kommentar ist sehr extrem formuliert. Ganz so extrem ist die Lage natürlich nicht, aber ich hoffe, der Punkt kommt rüber.
    Sollte Otto dauerhaft in der Topliga im E-Commerce mitspielen wollen, so braucht es eindeutig mehr Technologiekompetenz und im Optimum Zugriff auf ein System, das es Drittpartner zur Verfügung stellen kann. Vielleicht ist das ein iShop (kann ich mir schwer vorstellen), vielleicht bekommt es die aber ja durch die Hintertür durch Hermes …]

  12. Otto hat auch das System von Quelle genutzt, und hat keinen Ausschlag bekommen. Das hinkt doch.
    Etwa 60000 Händler nutzen das System von ePages, und die sind auch nicht deswegen gestorben, weil es noch einer nutzt, der was ähnliches verkauft. Mehrere tausend Händler setzen auf Amazon Stores und verkaufen das selbe.
    Es fällt mir schwer, hier eine „Beherrschung“ zu sehen. Einfach, weil es zum jetzigen Zeitpunkt völliger Unsinn ist, Brian K. Walker hin oder her. Und auch die „Aktivitäten“ von Intershop sind ein schwaches Argument. Natürlich basteln die an einer neuen Version. Mit einem kurzen Blick in die Vergangenheit stellt man dann fest, Intershop bringt jährlich im Frühjahr ein neues Release. Surprise Surprise, auch 2011 gibt es vier Jahreszeiten. Wetten werden angenommen…
    GSI hält laut der Meldung demnächst ca. 13%. Schaut man sich mal die Daten einer HV bei Intershop an, das gibts alles auf deren Seite, stellt man fest, dass dort im Mittel ca. 40% der Gesamtaktien anwesend ist. GSI hat also auf einer HV zwischen 25 und 33% der anwesenden Stimmen, je nach Herkunft der Aktien. Wer hier von einer Beherrschung spricht, hat eine merkwürdige Sichtweise auf Mathematik. Es gibt laut Meldeschwellenverzeichnis 2 weitere Aktionäre, APAX und der ehem. Aufsichtsrat Michael Sauer, die haben zusammen in etwa dieselbe Anzahl Stimmen. Beide dürften GSI kritisch sehen, und damit einen starken Gegenpol bilden können. Und jetzt? Wo ist da eine Beherrschung?
    Ich bin weder ein ausgesprochener Fan von Intershop, noch vom iShop oder Magento oder sonst wem. Aber was ich hier wirklich vermisse ist eine objektive Sichtweise. Sämtliche Argumente zielen doch nur in eine Richtung – Intershop hat sich verkauft, und ist jetzt nicht mehr in der Lage, bestehende Kunden zu betreuen. Nur leider fehlt es bis jetzt an fundierten Argumenten, das meiste erscheint sehr konstruiert und zurechtgerückt. Viele Argumente lassen sich mit minimalem Rechercheaufwand zumindest entkräften.
    Deswegen nochmal eine abschließende Zusammenfassung meinerseits: Es ist weder eine Beherrschung zu erkennen, noch, das Intershop für bestehende Kunden nicht mehr ausreichend Zeit hat. Im Gegenteil, die Kooperation ermöglicht es bestehenden Kunden in den USA durchzustarten.
    Im Gegenteil. Andere Player, die nicht die Größe eines IBM- oder Microsoft-Konzerns im Rücken haben, sollten vielleicht besser überlegen, auf welche Nische sie sich entweder spezialisieren wollen, oder was ihr pot. Partner sein könnte. Intershop war da offensichtlich relativ clever (eine Eigenschaft, die sie erst in den letzten Jahren hinzugewonnen haben) und hat seine „Versicherung“ abgeschlossen. Egal ob Magento oder Hybris oder wer-auch-immer: Die Luft auf dem Markt wird wahrscheinlich in den kommenden Jahren extrem dünn für diejenigen, die es allein versuchen wollen.
    p.s.
    Und auch die Antwort auf die alternativen Partner habe ich bis dato noch nicht gefunden.

  13. Ich finde es gibt schon noch einen Unterschied, ob zwei Wettbewerber wie Otto und Quelle ein System eines unabhängigen Anbieters nutzen, an dem weder Quelle noch Otto maßgebliche Anteile halten. Oder ob Otto an ein System gebunden ist, auf dessen Entwicklung ein konkurrierender Player maßgeblichen Einfluss ausüben kann.
    Ansonsten verstehe ich die unwirschen Reaktionen nicht. Für Intershop ist doch alles im Butter. Etwas besseres hätte Intershop gar nicht passieren können. Ich kann die Freude dort ob des genialen Schachzugs absolut nachvollziehen. Intershops Zukunft ist damit rosiger denn je.

  14. Ich glaube, das spielt für Otto keine Rolle. Die hatten ca. 15 Jahre Zeit, sich ebenfalls an Intershop zu beteiligen, haben es aber nicht gemacht. Als dann D+S (Apax) bei Intershop eingestiegen ist, ist auch nichts passiert. Apax und GSI sind durchaus miteinander vergleichbar, was das Geschäftsmodell angeht. Man sollte auch nicht vergessen, dass eine Sportscheck-Tochter (.nl?) auf Demandware läuft, genauso wie Mirapodo. Und Demandware ist nunmal unbenommen das Intershop von Apax geworden. Nein, wäre das kritisch gewesen, hätte es schon früher gekracht. Da bin ich mir sicher.
    Falls meine Reaktionen unwirsch erscheinen – im Kern ist das nicht so gemeint. Was mich aber etwas stört, ist das permanente Haar in der Suppe, das, nicht nur in diesem Blog, gesucht wird, wenn einer der herkömmlichen Anbieter aus dem non-OS-Bereich etwas zu vermelden hat, was für den Markt eine wesentliche Weiterentwicklung ist. Denn sind wir doch mal ehrlich – wenn eine Magento einen „Furz“ läßt, jubeln alle euphorisch und nahezu unkritisch auf, feiern es als den nächsten großen Meilenstein, egal wie unwesentlich es ist, oder wie lange es das einzelne kleine Feature tatsächlich bei anderen schon gibt. Da würde ich mir einfach etwas mehr Objektivität wünschen. Wie gesagt, das ist keine spezielle Kritik an Exciting Commerce, sondern ein generelles Phänomen.

  15. Interessante Diskussion. Ich muss Jochen beipflichten, dass Intershop nichts besseres passieren konnte. Aber warum Intershop und nicht bspw. Hybris?

  16. Vielleicht hat deren Lösung nicht gepasst, oder die von Intershop war schlichtweg besser. Oder Endeca hätte was dagegen gehabt: http://www.endeca.com/9ae1c891-0624-441a-83f6-3574de43ccd8/news-and-events-press-releases-2009.htm
    Übrigens hat auch ATG heute eine ähnliche Partnerschaft bekanntgegeben: http://www.benzinga.com/press-releases/b257901/atg-and-speed-fc-form-alliance-to-deliver-fully-integrated-e-commerce-and-ful
    Ich stell jetzt nochmal die These auf, dass sich im Markt der eCommerce Lösungsanbieter gerade einiges tut und neu ausrichtet. Es könnte sein, dass, mal abgesehen von den wirklich Großen (zumindest finanziell) wie IBM oder Microsoft, „Einzelgänger“ vom Markt verdrängt werden. Dies wird folgerichtig auch Auswirkungen auf den Markt der OpenSource Lösungen haben. Besonders dann, wenn die Firmen dahinter eigentlich von kostenpflichtigen Versionen wie z.B. Magento Enterprise oder Oxid Professional/Enterprise Version leben. Dann sollte man sich die aktuellen Entwicklungen sehr genau ansehen und sich dringend einen Plan B zurechtlegen. Hier werden offensichtlich gerade neue Big Player geboren.

  17. >>> oder die von Intershop war schlichtweg besser.
    *lol*

  18. Also, ob es eine rein technologische Entscheidung war, bezweifel ich. Vielleicht sollte man es milder formulieren und sagen, dass Intershop die strategischen Anforderungen von GSI mehr erfüllte.
    Bewegung ist im Markt der eCommerce Lösungsanbieter schon seit drei Jahren. Dann widme ich mich nun dem Plan B.

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