Die EU erhöht den politischen Druck auf JD und Media-Saturn

Nachdem die Kartellbehörden den Deal größtenteils durchgewunken haben, wird es bei der Media-Saturn-Übernahme durch JD jetzt politisch. Nicht nur Österreich ziert sich. Auch die EU meldet jetzt Bedenken an und will den Deal ausführlich prüfen:

„Die Vorprüfung ergab, dass JD.com möglicherweise drittstaatliche Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren. Dazu gehören Finanzierungen zu Vorzugsbedingungen, Steueranreize und Zuschüsse, die von Akteuren gewährt wurden bzw. werden, die möglicherweise der Volksrepublik China zuzurechnen sind.

Insbesondere hat die Kommission vorläufige Bedenken geäußert, dass die mutmaßlichen drittstaatlichen Subventionen JD.com unter Umständen in die Lage versetzt haben, Bedingungen anzubieten, die die Verhandlungen zur Übernahme von CECONOMY verzerrt haben könnten.

Die Kommission hat ferner Bedenken, dass das Vorhaben das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen in die Lage versetzen könnte, Investitions- und Geschäftsstrategien zu verfolgen, die sich auf die Wettbewerbsbedingungen im EU-Binnenmarkt auswirken.“

JD sieht das erwartungsgemäß anders.

Eine Entscheidung will die EU-Kommission spätestens am 2. Oktober treffen.

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