Samwer Report: Dealstreet geht nach neun Monaten vom Netz

Dealstreet, der Swoopo-Klon der Samwers, ist nur neun Monate nach dem Start wieder vom Netz gegangen.

Damit bestätigt sich eine frühere Meldung des Gründerszene-Blogs, nach dem bei Rocket Internet sowohl Dealstreet als auch MyBrands auf dem Prüfstand stehen. Beide Startups waren Teil der Samwer E-Commerce-Offensive


Dealstreetwartung

Dealstreet war zudem das erste Samwer-Investment von Crédit Agricole Private Equity, das im Dezember bekannt gegeben worden ist. Hauptgeldgeber war Ottos eVenture Partners.

Da der Fokus aktuell auf Zalando und Citydeal liegt, hatten die Samwers zuletzt schon Beautydeal dicht gemacht und Enamora an 7Trends angegliedert.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Live Shopping, Shopboerse

  1. Hallo,
    was passiert eigentlich mit der entwickelten/zugekaufen Software für Dealstreet oder Beautydeal? Lässt man diese vergammeln oder wird das Projekt verkauft? Danke für Eure Info
    LG
    diabolo

  2. Ich hatte noch 202 Gebote offen , 41 Euro ergibt das ! Was passiert mit meinem Geld ?

  3. Grandiose Pleite für Credit Agricole Private Equity! In weniger als 5 Monaten hat sie der Einstieg bei DealStreet über eine Millionen Euro gekostet – Geld ist für immer weg.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gründerteam um Sebastian jemals wieder Geld bekommen wird. Auch für die Samwers ist das eine ziemliche Pleite … und wenn dann auch noch Kunden offensichtlich ihr Guthaben nicht ausgezahlt bekommen und nicht mehr reagiert wird, ist auch das Vertrauen der Endkunden in zukünftige Projekte und Angebote deutlich beschädigt worden.

  4. Das würde mich auch interessieren, wie das mit den Restgeboten geregelt wird.
    So sang-und-klanglos die website abzuschalten und das hinter den Restgeboten stehende Geld einzustreichen, das ist ja wohl kaum rechtens. Da sollten die Betroffenen u.U. eine Sammelklage einreichen, bevor das Guthaben in der Insolvenzmasse verschwindet.

  5. Sammelklagen gibt es in Deutschland immer noch nicht – obwohl man immer wieder davon liest.
    Jedem der Dealstreet-Gläubiger sei empfohlen, sich an Upside Shopping GmbH, Berlin, Torstraße 49 zu wenden, da gibts immerhin 42.411 Euro Stammkapital zu holen (wenn sie denn wirklich insolvent sind, was zumindest registerportal.de noch nicht weiß).

  6. Die Anmeldung der Insolvenz der Upside Shopping GmbH steht unmittelbar bevor:
    http://forum.chip.de/schnaeppchen/bietertreff-swoopo-co-1291569-page273.html#post8295476
    Bis zuletzt wurden ja aber noch Auktionen durchgeführt, obwohl die Insolvenz bereits absehbar war (vgl. auch die entsprechenden Gerüchte).
    Jetzt werden die Guthaben und Auktionsgewinne nicht an die Kunden ausgeliefert.
    Somit wurde offenbar die Insolvenz der Upside Shopping GmbH wissentlich verschleppt, ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Die bisherige Geschäftsführung ist gut darin beraten, schnellstmöglich anwaltliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

  7. Danke für die Info! Den Link habe ich geändert, damit er direkt auf einen der relevanten Forenbeiträge verweist.

  8. Jetzt ist die Insolvenz von DealStreet offiziell:
    In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Upside Shopping GmbH, Torstr. 49, 10119 Berlin, ist gemäß § 21 InsO am 21.05.2010 um 15.05 Uhr angeordnet worden: vorläufige Insolvenzverwaltung; vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Torsten Martini, Kurfürstendamm 26a, 10719 Berlin. Verfügungen d. Schuldner/in sind nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Untersagung und Einstellung der Zwangsvollstreckung ins bewegliche Vermögen.
    AZ: 36u IN 2135/10
    Berlin, 21. Mai 2010
    Amtsgericht Charlottenburg

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