Bixbe: In wenigen Sekunden zum eigenen Webshop

1000 Markets, einer der spannendsten Etsy-Konkurrenten, hat als Spinoff Bixbe ("Sell Anything Easily") gestartet, das es jedem erlaubt, schnell und einfach online Güter zu verkaufen: User listen ihre Angebote auf ihrer Bixbe-Seite und können von dieser aus ihre Angebote sehr einfach mittels Ein-Klick-Tools über Twitter, Facebook und Email verbreiten.

bixbe

Bixbe legt besonderen Wert darauf, wie einfach das Einrichten einer Bixbe-Seite ist (also sprich eines Shops auf Bixbe):

"In 60 seconds, anyone can make their very own 1-page website for selling virtually any product or service.

  1. Give it a title and a description
  2. Drop in a photo (up to 4)
  3. Add a price and shipping info."

Die Anwendungsfälle sind vielfältig – und reichen von Happy Hour Aktionen über den Verkauf von Abos bis zur Buchung von Beratungsleistungen

Käufer müssen sich nicht auf Bixbe registrieren. In der Regel genügt ein Paypal-Account zum Abrechnen. Dieser Umstand und die Tatsache, dass die Nutzung von Bixbe bis zehn aktive Listings kostenlos ist, dürfte für viele Gelegenheitsverkäufer sehr attraktiv sein.

Bixbe ist neben Diensten wie Tinypay (via) oder der jüngst bei uns vorgestellten Lösung für Google Checkout und GoogleDocs eine weitere Möglichkeit, mit einem Minimum an Aufwand online zu verkaufen. Der E-Commerce kommt damit verstärkt bei Privatpersonen, also 'Laien', an und ist nicht mehr auf professionelle Anbieter beschränkt. Die gleiche Entwicklung treibt schließlich auch Etsy und das deutsche Pendant Dawanda an.

Je mehr solche Plattformen für den Long Tail des E-Commerce neben dem ehemals alleinigen Player eBay entstehen, desto spannender wird es auch, wer als erster erfolgreich eine sinnvolle Aggregation über diese Angebote hinweg etablieren kann.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Die neuen Tools

Schlagwörter:

  1. tinypay chose me :)
    not com…

  2. Ja und? Wohin mit der wiederufserklärung , dem impressum, der AGB, den versandkosten USW
    Gut das das Internet in Deutschland ein rechtsfreier Raum ist

  3. Marktplätze wie Etsy und DaWanda richten sich primär an eine Nische, nicht gezielt an Privatpersonen oder Unternehmensunerfahrene. Der Eindruck ensteht leider immer, weil viele sich nicht darüber im Klaren sind, welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen, wenn sie (online) verkaufen wollen. Das ist aber nicht der Fehler der Marktplätze, sondern der Nutzer; eBay als Auktionsplattform, die auch Privaten offensteht, ist etwas anderes als ein Shop auf DaWanda oder Etsy.
    Und: ein professioneller Anbieter ist nicht immer gleichzusetzen mit einem reinen Wiederverkäufer. Eine weitere Absicht, welche die (nichtkuratierten) Marktplätze in dieser speziellen Nische nämlich verfolgen, ist das Zusammenbringen von Produzenten und Käufern ohne Mittelsmänner (also ohne Kuratoren, Agenten, Wiedervekäufer etc.).
    Privatpersonen werden zu geschäftlich handelnden Unternehmern, sobald sie gewinnbringend verkaufen. Sobald das aber eintrifft, tun sie gut daran, sich weiterzubilden in Sachen Steuern und Verkaufsrecht, denn sonst kann es böse enden. Im Hinblick darauf sind keine der nichteuroppäischen Lösungen zu gebrauchen, da sie in der Regel die hiesigen rechtlichen Voraussetzungen für den Fernabsatz etc. etc. erfüllen (Etsy, obwohl nun in Deutschland aktiv werdend, ist auch noch weit entfernt davon).
    Die Formate als solche sind aber in der Tat interessant – aber offensichtlich schreckt die Gesetzeslage in Deutschland noch zu viele Anbieter davon ab, hier kreativ zu werden und entsprechend interessante Ansätze zu adaptieren oder weiterzuentwickeln.

  4. …es muss natürlich heissen, „da sie in der Regel die hiesigen rechtlichen Voraussetzungen für den Fernabsatz etc. etc. NICHT erfüllen…“.

  5. Naja, gerichtsurteile zu eBay sagen ja, dass schon ein paar Verkäufe auch von altem Zeug gewerblich sind und wenn dann wie bei bixbie noch wie Stückzahl angegeben ist dann ist das wohl immer gewerblich.
    Es stellt sich schon die Frage ob man nicht nur in englisch einen Dienst anbietet und deutsche Nutzer explizit aussperrt.
    Es ist hier in .de echt zum kotzen.
    Nicht dass Gesetze nicht ok sind aber diese wischiwaschi Lage incl mitstörerhaftung ist die ecommercebremse schlechthin

  6. @Martin Danke! Ist korrigiert.
    @Tina „Wohin mit der wiederufserklärung , dem impressum, der AGB, den versandkosten USW“
    Gute Einwürfe. Das ist in Deutschland in der Tat nicht unproblematisch.
    @a. Danke für die Ergänzungen!
    „Die Formate als solche sind aber in der Tat interessant – aber offensichtlich schreckt die Gesetzeslage in Deutschland noch zu viele Anbieter davon ab, hier kreativ zu werden und entsprechend interessante Ansätze zu adaptieren oder weiterzuentwickeln.“
    Es dürfte in Deutschland auf jeden Fall schwieriger sein als in den USA.

  7. @tina
    Bestimmte Länder vom Angebot aussperren, ob nun per Location oder per Sprache – welchen Nutzen soll das einem Unternehmen bringen ausser negativer PR? Virtuelle Marktplatzbetreiber dieser Art fungieren nur als „venue“ und sind daher nicht verpflichtet, Kindergärtner zu spielen.
    Ein Anbieter kann deshalb grundsätzlich erstmal international sein, weil eine Standardklausel in TOUs (AGBs) immer darauf hinweist, dass Nutzer die Seite/das Angebot nur dann nutzen sollen, wenn sie sich konform mit dem Gesetz des Anbieterstandorts und dem des eigenen Standorts verhalten.
    Tatsächlich aber liest keiner wirklich ABGs oder setzt sich mit Nutzungsgrundlagen auseinander, sondern setzt einfach ein virtuelles Häkchen bei „have read and agree with TOUs“ und klickt „sign me up“ (egal, übrigens, in welcher Sprache) — naiver geht es wirklich kaum noch.

  8. Natürlich, das ist klar. Tatsache ist aber auch das Ebay usw für Rolexkopien mithaften oder auch nicht oder doch oder je nach Land usw und das nervt langsam etwas.
    Zumindest in Deutschland sollten sich die Gerichte irgendwann mal einig sein.
    So oder so: Betreibst du einen Marktplatz haftest du für die scheiße mit die Idioten bei dir einstellen.
    Deswegen wäre es evtl vorteilhaft das eigene (und insgesamt am pingeligsten ) Land auszuschliessen den über die Grenzen klagen wohldie wenigsten.
    Und das .de nicht mitspielen darf insb wenn die Website nur englisch ist finde ich nun nicht sooo schlimm. Ist ja bei vielen Seiten so

  9. ich kann nur den Online-Shop von Jimdo empfehlen

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