Swoopo kämpfte 2009 mit stagnierenden Umsätzen

Swoopo, internationaler Vorreiter und Vorbild für viele der neuen Auktionsportale, hat seine Geschäftszahlen für 2009 veröffentlicht. Laut Handelsregister stagnierten die Umsätze 2009:

"Der Bruttoumsatz der Entertainment Shopping AG erreichte in der Berichtsperiode 18,5 Mio. EURO im Vergleich zu 2008 einen leichten Umsatzrückgang um 3 %.

Nach Abzug der Erlösschmälerungen und Zurechnung der sonstigen betrieblichen Erträge betrug die Gesamtleistung 21,1 Mio. EURO. Dies entspricht einer Steigerung von 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Nettoumsatzerlöse setzen sich hauptsächlich zusammen aus Erlösen aus Gebotseinsätzen, Auktionserlösen, sonstigen Warenerlösen sowie Werbeerlösen.

Das operative Betriebsergebnis 2009 vor Abschreibungen. Zins und Steuern (EBITDA) betrug 1,2 Mio. EURO, nach einem EBITDA von 2,3 Mio. EURO im Vorjahr.

Die Gesellschaft hat nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,7 Mio. EURO erwirtschaftet."

Swoopo hatte in den vergangenen Monaten stark abgebaut. Aktuell häufen sich die Suchanfragen zum Thema "Swoopo insolvent", was in der Vergangenheit immer ein erster Indikator für eine bevorstehende Insolvenzmeldung war. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Live Shopping, Shopboerse

  1. Hallo Jochen,
    schön, dass Du nun auch den Jahresabschluss für 2009 von Swoopo gefunden hast.
    Swoopo hat es immerhin geschafft, ein positives Betriebsergebnis trotz massiver internationaler Expansion zu erwirtschaften.
    Das schaffen nur ganz wenige Startups, wie ja bekannt.
    Und wenn Du mal auch noch einen Blick in die Bilanz wirfst, wirst Du feststellen, dass am 31.12.2009 u.a. die nachfolgenden Positionen betragen:
    a) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten:
    3.764.260,72 EUR
    b) Kapitalrücklage:
    2.387.812,96 EUR
    Im Vergleich zum Vorjahr ist das Umlaufvermögen sogar noch angestiegen auf 7.802.347,81 EUR.
    Aber natürlich hat das Management von Swoopo schwerwiegende Fehler gemacht (Direktkauf!), und es hat entsprechende personelle Anpassungen gegeben.
    Hier eine bevorstehende Insolvenz anzudeuten, halte ich für äußerst unseriös und auch nicht faktenorientiert.
    Beste Grüße
    Christian

  2. Wir haben Oktober 2010 und die Geschäftszahlen beziehen sich auf das Jahr 2009. Auf das positive Betriebsergebnis weist der Beitrag ja entsprechend hin.
    Aber: Swoopo hat 2010 sämtliche Geschäftsführer und viele weitere Mitarbeiter entlassen, wie wir bereits im Juli gemeldet haben:
    http://www.excitingcommerce.de/2010/07/swoopo.html
    Die gehäuft auftretenden Suchanfragen sind Fakt. Insofern wüsste ich nicht, was dagegen spricht, darauf in dieser Form hinzuweisen.
    Ob das Management von Swoopo schwerwiegende Fehler gemacht hat, ist mir nicht bekannt bzw. kann ich nicht belegen, alles andere schon.

  3. Swoopo hat in 2010 genau einen einzigen Vorstand entlassen, wie Du auch dem Handelsregister entnehmen kannst und nicht „sämtliche“:
    29.01.2010
    Entertainment Shopping AG, München, Domagkstr. 34, 80807 München.Ausgeschieden: Vorstand: Dr. Werner, Ralph, Berlin, *27.04.1965.
    Ja, Mitarbeiter wurden ebenfalls entlassen, weil sich u.a. die Expansion nach Südkorea als nicht fruchtbar erwiesen hat. Genau so wie auch Groupon Mitarbeiter entlassen hat.
    Wo häufen sich denn die von Dir zitierten Suchanfragen zur Swoopo Insolvenz? Es wäre transparent, wenn Du hier auch eine Quelle nennen würdest.

  4. Die komplette Geschäftsführung (Gunnar Piening, Ralph Werner) sowie weitere Führungskräfte sind heute nicht mehr da und wurden größtenteils nicht nachbesetzt.
    Die Mitarbeiter wurden nicht in Korea, sondern in München entlassen. Die Geschäfte werden heute von USA aus geführt.
    Die Suchanfragen kommen über Google. Und ansonsten sage ich ja nicht, dass Swoopo pleite ist, sondern wundere mich ob der Geschäftszahlen über die Google-Anfragen.
    Eine Meinung dazu kann sich dann ja jeder selber bilden.

  5. Oder anders formuliert: Der Beitrag kam überhaupt erst dadurch zustande, dass ich mich über die Suchanfragen gewundert habe.

  6. was wird sonst noch so alles gesucht?

  7. Jochen, Gunnar Piening wurde durch Frank Han ersetzt, wie auch im Handelsregister vermerkt.
    „Swoopo Insolvenz“ taucht bei mir auf jeden Fall nicht unter den ersten Google Vorschlägen auf, wenn ich nur Swoopo eingebe.
    Hier noch einige weitere sehr häufige Google Suchanfragen, zu denen Du auch mal Berichte schreiben kannst:
    zalando betrug
    ab in den urlaub höhner

    Nichts für ungut, finde Deine sonstigen Berichte nur deutlich besser recherchiert :-)

  8. > 2,3 Mio. Euro
    > 1,2 Mio. Euro
    > Isolvenz
    ;-)

  9. @Christian Nur dass Frank Han schon zu Gunnar Pienings Zeiten im Unternehmen war …
    Dann google doch bitte mal nach „swoopo insolvent“ oder „swoopo pleite“ (natürlich lässt sich heute der Stand von gestern nicht mehr rekonstruieren, aber vielleicht wird nachvollziehbar, warum ich stutzig werde, wenn Leute plötzlich über solche Suchanfragen auf die Seite kommen)

  10. Wie war das gleich: nur getroffene Hunde bellen ?
    Manchmal gilt im Netz was schon immer galt: Schweigen ist Gold ;-)

  11. Eigentlich kann man sich darüber nur freuen weil es zeigt, dass wackelige und nahezu betrügerische Geschäftsmodelle auch mal scheitern können. Dass dort betrogen werden kann steht wohl außer Frage und dass dies nicht reguliert ist (wie Glücksspiele und Wetten ja auch), ist schon eine Sauerei.

  12. Hallo Stefan,
    erläutere doch bitte mal, warum das Geschäftsmodell von Swoopo Deiner Meinung nach „wackelig und nahezu betrügerisch“ sei.
    Das würde mich brennend interessieren.
    Besten Dank!
    Christian

  13. Sorry, aber wenn Google Suggest schon solche Beispiele wie:
    Swoopo Abzocke
    Swoopo Tricks
    Swoopo Betrug
    liefert, dann steht ausser Frage, dass diese Begriffe häufig gesucht werden.

  14. http://www.google.com/insights/search/#q=swoopo%20abzocke%2Cswoopo%20betrug%2Cswoopo%20insolvent%2Cswoopo%20insolvenz&cmpt=q
    Die Anfragen für Abzocke und Betrug gehen tatsächlich runter. Die Anfragen für Insolvenz und insolvent werden nicht erfasst.
    @ Christian
    Jochen meinte, dass auf seine Seite in letzter Zeit verstärkt Besucher über google kommen, die bei ihrer Suche auf Google eben die Begriffe „google insolvenz“ und „google insolvent“ eingegeben haben.
    Um dies zu belegen, müsste er allen seinen Google Analystics Account zugänglich machen, was niemand gerne tut.
    Allerdings würde ich mich auch verstärkt über Suchanfragen zu einem solchen Thema wundern und einen Artikel daraus machen.

  15. Google ist insolvent??? Oh mein Gott ;-)
    Ohne Swoopoo in irgendeiner Form in Schutz nehmen zu wollen, finde ich es schon gewagt, aus den Google Suggests Rückschlüsse auf das Geschäftsgebahren ziehen zu wollen.
    Ich selber kann mit Swoopoo und Konsorten auch nichts anfangen und halte es für eine sehr teure Glücksspiel-Variante, aber um von Abzocke zu sprechen, müsste klar sein, dass dort tatsächlich gemogelt wird.
    Zukunft sehe ich in dem Geschäftsmodell allerdings nicht. Wie an anderer Stelle in diesem Blog schon einmal kommentiert wurde, dürfte die Zahl derer die das „Spiel“ langfristig mitspielen gegen Null gehen.

  16. Jochen, Du hast es geschafft, Glückwunsch!
    http://www.gruenderszene.de/news/swoopo-insolvent-evernote-expansion-biodeals-groupon-klon
    Bitte verrate uns nur noch die Anzahl bzw. eine ungefähre Bandbreite für die so häufigen Suchanfragen:
    1-3
    3-5
    5-10
    10-20
    Viel mehr dürften es wohl kaum sein.
    Interessant:
    http://www.google.de/search?source=ig&hl=de&rlz=&q=Swoopo+insolvenz&aq=f&aqi=g1&aql=&oq=&gs_rfai=
    Dort tauchte bis vor der Publikation dieses Artikels folgender Beitrag von Jochen an erster Stelle auf:
    http://www.excitingcommerce.de/2010/07/swoopo.html
    Der letzte Beitrag, wie auch in der Google-Vorschau angezeigt, lautet wie folgt:
    „Wird Swoopo 2010 Insolvenz anmelden?
    Jetzt Meinung handeln unter
    http://predictx.org/events/will-swoopo-go-bankrupt-2010
    Kommentiert von: Sebastian Diemer | 14. Oktober 10 um 11:10 Uhr“
    Na, macht’s Klick? Falls nicht, mal einen SEO-Experten fragen.
    Wenn man sich überlegt, welche Konsequenzen dieser simple Trick hatte, dann kann man nur den Poster beglückwünschen, Jochen so reinzulegen.
    Ich finde, mit Insolvenz-Gerüchten ist nicht zu spaßen.
    Exciting Commerce war für mich immer ein sehr professioneller und interessanter Blog.
    Über Swoopo berichten -> Ja, aber Insolvenzgerüchte zu streuen anhand eines solchen Reinfalls, finde ich peinlich und vor allem unfair gegenüber den Mitarbeitern der Entertainment Shopping AG.

  17. der Beitrag von Ugg Stiefel îst spam (backlink) bitte löschen. danke

  18. wir hatten gerade einen php Entwickler als Bewerber da, der gerade von swoopo weg möchte, da alle gerade das sinkende Schiff verlassen…. anscheinend ist an dem Gerücht was dran ;-)

  19. Danke, Werner
    @Christian Hältst Du mich tatsächlich für so naiv? Ich bin mit derlei ‚Infos‘ extremst vorsichtig. Und wie gesagt, es handelt sich hier um eine Randbemerkung am Ende eines Beitrags über die Geschäftsentwicklung. Ich fand sie in dem Fall relevant, aber das mag jeder selber beurteilen.
    @Stefan ist gelöscht

  20. Das sind schon wirklich komische Zahlen! Für 2009 wurden schon einmal 30 Millionen Umsatz vermeldet. Dass Swoopo inzwischen komplett aus USA geleitet wird, ist ja auch hinreichend bekannt. In München sitzen wohl nur noch IT-Entwickler und ein paar Hilfsarbeiter

  21. das sind betrüger schaumal hier die bieten selber drauf seit anfang an vier produkte und das alles gleichzeitig
    http://s1.directupload.net/file/d/2329/rm3evhy8_jpg.htm
    oder
    http://s1.directupload.net/file/d/2329/u2g2sght_jpg.htm

  22. Hier gibt es ein ganz interessantes, 5 Tage altes Interview mit Frank Han, dem CEO von Swoopo:
    http://www.pennyauctionwatch.com/2010/12/ceo-swoopo-interview-frank-han-penny-auction-industry/
    Offenbar hat sich Swoopo mit dem Buy it now Feature ziemlich verhoben. Von Restrukturierung ist zumindest dort keine Rede, scheint nicht bis in die USA vorgedrungen zu sein das Thema.

  23. Das Interview stammt von Juli 2010, wurde aber erst jetzt veröffentlicht. Danke für den Hinweis!

  24. Stimmt, das Video ist somit einigermaßen veraltet. Trotzdem interessant, die vielen Billigkopien machen Swoopo wohl schon zu schaffen.

  25. Und das war’s!
    Still und heimlich hat Swoopo gestern Insolvenz angemeldet:
    Die Amerikaner haben den Laden, der in 2008 noch 20 Mio. Euro Umsatz und über 2 Mio. Euro Gewinn nach starkem Wachstum erwirtschaftet hat, vollkommen gegen die Wand gefahren!
    Amtsgericht München
    – Insolvenzgericht –
    Infanteriestraße 5, 80325 München
    Telefon: 089/5597-06 , Fax: 089/5597-2777
    Bankverbindung: Gerichtskasse München, Kto.: 3024919, (BLZ
    700 500 00)
    Geschäftsnummer: 1508 IN 1022/11
    (Bitte immer angeben)
    München, 23.3.2011
    Beschluss
    In dem Verfahren über den eigenen Antrag auf Eröffnung des
    Insolvenzverfahrens der
    Entertainment Shopping AG, Amtsgericht München HRB 175819, Do­
    magkstr. 34, 80807 München
    gesetzlich vertreten durch
    Vorstand Frank Han,
    – Schuldnerin –
    1. Zur Sicherung des Schuldnervermögens vor nachteiligen Ver­
    änderungen wird gemäß § 21 Abs. 1 und 2 InsO am 23.03.2011
    um 11:00 Uhr
    vorläufige Insolvenzverwaltung
    angeordnet.
    Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird bestellt:
    Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffe, Franz-Joseph-Str. 8, 80801
    München, Telefon: 089/255487-00, Fax: 255487-10
    2. Es wird gemäß § 21 Abs. 1, 2 Nr. 2 InsO
    angeordnet, daß Verfügungen der Schuldnerin nur mit Zustim­
    mung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind.

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