„Mobile hat für uns nicht den Stellenwert wie in der Presse“

Nur weil über ein Thema viel geschrieben und auf Konferenzen geredet wird, heißt das noch lange nicht, dass der Markt schon soweit ist. Speziell beim Thema Mobile ist die Euphorie in der Branche groß, obwohl heute nur geschätzte 500.000 Deutsche schon regelmäßig(!) mobil surfen.

Welchen Stellenwert hat also Mobile für den Online-Handel? Es lohnt sich bei denjenigen Shopbetreibern nachzufragen, die es wissen müssen, weil sie wie Inflammable ("Urban Lifestyle") oder Burner.de ("Streetwear und Urban Fashion") sehr nahe an der mobilen Zielgruppe operieren.

E-Commerce-Macher Hamid Latif, der Inflammable gegründet hat und seit über 10 Jahren am Puls der Zeit betreibt, hält Mobile Commerce noch eindeutig für überbewertet:

Inflammable-Gründer (4/4) Hamid Latif: "Mobile hat für uns geringen Stellenwert" from Exciting Commerce on Vimeo.

Für ihn gibt es andere Themen, die erfolgsentscheidender sind:

Wir haben das Interview mit Hamid Latif, das wir auf dem 2. Europäischen Online-Handelskongress 2010 in Berlin geführt haben, auch als Ganzes online gestellt.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich hat Mobile für gewisse Bereiche/Themen Relevanz. Fraglich ist nur, ob der traditionelle Online-Handel dem mobilen Phantom schon hinterherjagen muss, solange weder klar ist, welche Systeme/Geräte sich durchsetzen noch die Marktdurchdringung entsprechend ist. Selbst das Internet steht ja in Sachen Marktdurchdringung für den E-Commerce gerade erst am Anfang.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

1 Antwort

  1. Regelmäßig mobil surfen heißt jetzt auch nicht regelmäßig mobil shoppen. Ich schau mir vielleicht aktuelle Nachrichten auf dem Smartphone an, aber einkaufen mit Adressdaten eingeben etc.? Noch zumindest eher selten.

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