Privalia übernimmt Dress-for-less; Gründer bekommen Anteile

Wie möchte Privalia noch den Einstieg in den deutschen Markt hinbekommen? Das war die große Frage nach den Exits von Brands4Friends (an Ebay) und BuyVIP (an Amazon).

Seit heute ist klar: Privalia übernimmt Dress-for-less und schnappt sich eine der wenigen Perlen des deutschen E-Commerce. Gleichzeitig bekommen die Dress-for-less-Gründer Anteile an Privalia, einem der vielversprechendsten Shoppingclubs in Europa (s. Wie Privalia Brands4Friends und BuyVIP übertrumpft hat)

Die Pressemeldung fasst die Highlights des Deals zusammen:

  • Privalia to acquire Dress for Less, one of Germany's leading online fashion clothing and apparel retailers 
  • Privalia has raised EUR88 million in new equity from General Atlantic, Highland Capital Partners, Index Ventures and Insight Ventures Partners as part of the transaction
  • Managing partners of Dress for Less, Mirco Schultis and Holger Hengstler, to stay with Privalia and become significant shareholders
  • Privalia forecasts global triple-digit growth and combined sales in the region of EUR400 million in 2011

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Palamon Capital Partners hatte Dress-for-less im letzten Jahr für kolportierte 400 Mio. Euro zum Verkauf gestellt – und freut sich nun über den Exit. Erst kürzlich hat Palamon seine Payback-Anteile für 240 Mio. Euro an American Express verkauft.

Privalia, das seinen Umsatz im letzten Jahr auf 168 Mio. Euro gesteigert hat, hatte im letzten Oktober 70 Mio. Euro und nun nochmal 88 Mio. Euro Venture Capital für Übernahmen bekommen – und ist nun seinerseits bestens positioniert für einen erfolgreichen Exit.

Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten! Nach den verbockten Exits der letzten Zeit ist es schön zu sehen, dass auch deutsche E-Commerce-Gründer noch geniale Exits hinlegen können.

Gerade im Vorfeld der Live Shopping Days 2011 sind das natürlich spannende Nachrichten – für den Live Shopping Markt ebenso wie für den Modemarkt, wo nun Asos, Yoox & Co. am Zug sind.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse, Vente Privee

  1. Sorry, aber die große Frage war und ist, wohin sich der deutsche Shoppingclubmarkt insgesamt entwickelt und wie die einzelnen Player überleben wollen, besonders BestSecret (Wachstumsdruck?), Limango (wie lange schaut sich Otto das noch an?), Private Sale (noch max. 1 Jahr am Markt) und nach wie vor Brands4Friends.
    Strategisch hat sich die Position von Brands4Friends nicht verbessert, ganz im Gegenteil: viele Marken werden die enge Verbindung kritisch sehen, als Absatzkanal für seine Retouren kann Brands4Friends eBay nicht ernsthaft nutzen, sonst vergraulen sie sich die Powerseller. eBay fehlt zudem komplett das Verständnis für das Fashion-Business, gleiches gilt für die Führungsriege aus Teilzeit-CEO Zoll und Ex-Samwer-Spezi Maass.
    Es bleibt weiter spannend!

  2. Das ist die andere große Frage. Da wirds zunehmend enger. Und es ist definitiv nicht genug Platz für alle da.
    Deshalb wirds jetzt spannend, wer die beste Strategie hat (bzw. wer überhaupt eine hat) – und wer den längsten Atem hat.

  3. Will Privalia denn noch einen deutschen Shop eröffnen? Oder soll das unter der Marke dfl laufen?

  4. Na ja,ich jedenfalls freue mich über so einen schön geschriebenen Text und überlege mir gerade ernsthaft die Live Shopping Days zu besuchen.
    Damit zukünftig keine Langeweile aufkommt…
    Herzliche Grüße

  5. Na ja, für Euch gehts ja jetzt als Global Player erst so richtig los. Da sind die Live Shopping Days genau das Richtige. Und Ihr seid wie immer herzlich willkommen!

Trackbacks

  1. Zu Gast bei Dress-for-less am 8. Mai in Frankfurt « Exciting Commerce
  2. Privalia stellt Dress-for-Less wieder zum Verkauf | 10 Jahre Exciting Commerce

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