Was ist eigentlich aus der Amazon Food Offensive geworden?

Was ist eigentlich aus der Amazon Food-Offensive geworden? Michael Pleitgen hat einen Beitrag aus der Lebensmittelzeitung aufgegriffen, mit einer ersten Bilanz:

"Seit 300 Tagen verkauft Amazon.de Lebensmittel im Internet. Was im Sommer 2010 als Sensation galt, wird zehn Monate später in der Food-Branche eher belächelt."

Amazonfood

"Der Geschäftsführer eines als Untermieter auf der Plattform vertretenen Feinkost-Versands schätzt, dass der Food-Gesamtumsatz über Amazon.de 2011 auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag beschränkt bleibt."

Und was ist eigentlich aus dem Online-Supermarkt Ocado in England geworden, der in etwa zur selben Zeit an die Börse gegangen ist? – Der Umsatz wuchs 2010 um 28% von 402 Mio. Pfund auf 516 Mio. Pfund, und auch die Kursentwicklung kann sich sehen lassen.

Spannende Kennzahlen zur Unternehmensentwicklung von Ocado gibts in der Präsentation (PDF) der Jahresergebnisse.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food

  1. Und wieder einer, der mit aller Macht beweisen wollte, dass man Lebensmittel in D nicht online verkaufen kann. Oder zumindest nicht so, denn das Konzept war von Anfang an nicht so toll. Mal schauen, ob es die anderen besser machen.

  2. Ich sehe keinen Vorteil darin Lebensmittel im Versandhandel zu bestellen. Der Gang zum Bauern ist mir da doch lieber, solange es geht. Wer weiß ob nicht bald schon mehr Biosprit als Gemüse auf dem Feld wächst.
    Amazon Food Offensive – ohne mich!

  3. Naja, wenn man soviel Zeit hat. Als Grossstaedter ist der Weg zum Bauern ziemlich weit, aber selbst da sind die Baeuerlin schon weiter als mancher etablierte Lebensmittelhaendler. In den meisten Grosstaedten kann man sich seinen Bio-Korb zusammenstellen und 1x Woche kommt der Bauer und liefert aus.
    Grundsaetzlich faende ich Lebensmittel-Shopping im Internet super, nur leider hat es bisher noch niemand wirklich geschafft, ein attraktives Konzept anzubieten. Dieses Rewe(?) Drive-Through Konzept klingt da vielversprechend. Ich tippe tagsueber meine Einkaufsliste in den Shop ein und hole die Einkaufstueten auf der Heimfahrt beim naechsten Rewe einfach ab. Mal schauen, ob das funzt.

  4. Ob sich in Deutschland ein Abholsystem wie in Frankreich etablieren kann, ist fraglich: der nachste ALDI ist 12 Minuten weit weg, der nächste LIDL 11 Minuten. Die haben bis 21 Uhr geöffnet, genug Parkplätze und alles was der Durchschnittsbürger zum Abendessen braucht.

  5. Aldi hat nur bis 20 Uhr auf, aber darum geht’s nicht. Erstens ist das Aldi-/Lidl Klientel sowieso nie die Zielgruppe und zweitens ist es die Zeitersparnis, eben nicht noch ne halbe Stunde durch die Regale zu toben und dann noch 10 Minuten an der Kasse zu stehen. Ich kann hier nur von mir sprechen, ich hasse Lebensmittel-Shopping im Supermarkt. Ich sitze lieber vor meinem Laptop, klicke die Bestellung zusammen und hole mir den Kram auf dem Heimweg ab.

  6. D ist das führende Land im Food Distanzhandel…Allein bofrost und eismann machen mehr Umsatz als alle E-Commerce Foodhändler in Europa…incl. Tesco…

  7. Und trotzdem hat es auch Bofrost nicht geschafft, daraus ein erwaehnenswertes Online-Geschaeft zu machen.

  8. Naja, müssen sie das denn? Bofrost muss seine sales struktur dann umstellen, momentan läuft alles über katalog. Sollte sich aber auch ins Netz transferieren lassen. Bofrost spielt außerdem in einer ganz anderen Liga, tiefkühlkost kann man nicht vergleichen mit frischer Ware. Bofrost essen kommt in die Microwelle, da wird nicht wirklich gekocht.
    Man sollte schon bedenken, Bofrost gibt es seit über 40 Jahren, macht über eine Milliarde Umsatz, der Gründer ist steinreich geworden. Die Startups im Food-Versand verdienen hingegen (noch) kein Geld.

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