Mobile Business – oder: Wie Branchentrends gemacht werden

Kleiner Nachklapp zum vorigen Beitrag ("BVDW dämpft Umsatzerwartungen für Mobile Commerce"): Wie werden eigentlich Branchentrends gemacht? Am Thema Mobile lässt sich das ganz gut verdeutlichen.

In seiner Gutgläubigkeit geht man ja immer davon aus, dass unabhängige Branchenexperten (und seien es die Fachredakteure der einschlägigen Blätter) nach bestem Wissen und Gewissen vorauswählen und es so vorwiegend die Themen nach oben schaffen, die eine gewisse Marktrelevanz haben. Spätestens seit Second Life wissen wir jedoch, dass in der Branche offenbar andere Gesetze gelten.

Denn hier zählt nicht zuallererst die Frage, welche grundsätzliche Marktrelevanz ein Thema hat bzw. welche Nutzerakzeptanz ein Thema findet (beides ließe sich mit einem nüchternen Blick in die einschlägigen Marktstudien und Statistiken relativ leicht herausfinden), sondern vornehmlich, wie hoch das Aufkommen an Pressemitteilungen ist.

In ungewohnter Offenheit hat diese PR-Fixierung der Branche unlängst der Chefredakteur eines Branchenblattes formuliert:

Mobilebusiness

Die Entwicklungen im Mobile-Bereich sind ja durchaus spannend zu verfolgen, spätestens mit dem Aufkommen von iPad & Co. (s. Fit für die mobile Vielfalt). Eine Marktrelevanz für den E-Commerce ist allerdings frühestens in vier bis fünf Jahren gegeben, wenn die Geräte eine entsprechend hohe Marktdurchdringung in der Gesamtbevölkerung erreicht haben (aktuell liegt diese im homöopathischen Bereich unter 10%!) und auch die Nutzungsdauern entsprechend anziehen.

Ein ewiges Mysterium wird es also bleiben, wie es ein Randthema wie Mobile schon heute unter die Toptrends der Branche schaffen konnte. Bei Exciting Commerce achten wir wie jeder vernünftige Händler ("'Mobile' hat für uns nicht den Stellenwert wie in der Presse") strikt darauf, dass Themen nicht nur spannend sind, sondern die Märkte/Menschen auch reif dafür sind. Und da gibt es für den E-Commerce derzeit sicherlich weitaus Spannenderes und Lukrativeres als Mobile.

Früher Beiträge zum Thema:



Kategorien:Uncategorized

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  3. Das ist mit allem rund um das Thema Ebooks nicht anders. Würde jeder Experte auch mal selbst einen Reader und reichlich Ebooks kaufen, wäre es wohl viel stiller. So gefällt man sich lieber im Verkünden digitaler Revolutionen, die dann eine Marktrelevanz von 1% haben…

  4. Kann mir jemand mal erklären warum ein iPad mobile ist, ein MacBook Air aber nicht? Hängt das an der SIM-Karten-Fähigkeit? Oder weil es einen Deckel hat und Tastatru? (Ach nee, kann man fürn iPad ja auch kriegen)
    Oder gibt es vielleicht keinen Unterschied und in die Marktvolumina von Mobile wurde bereits der MacBook Air Umsatz eingerechnet?
    Jochen, du hast völlig recht, das Thema Mobile ist völlig überbewertet. Das finde ich noch nicht schlimm, man kann ja mal daneben liegen. Schlimm finde ich, dass das schon seit Jahren so geht. Wieso rafft das keiner? 2Wenn du merkst du sitzt auf einem toten Pferd – steig ab“…

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