IKEA wächst online auf überschaubare 45 Mio. Euro (+12,5%)

Weit entfernt von den früheren Umsatzregionen ist IKEA im abgelaufenen Geschäftsjahr im E-Commerce von 40 auf 45 Mio. Euro (12,5%) gewachsen:

Ikea

"Den Handel im Internet habe man vor einigen Jahren bewusst zurückgenommen, da es bei Ikea keine einheitliche internationale Herangehensweise beim Thema "E-Commerce" gegeben habe. Dies sei nun aber geklärt, und man wolle daher auch in Deutschland im Onlinehandel angreifen."

Für die kommenden Jahre rechnet IKEA Medienberichten zufolge mit Wachstumsraten von 20% und mehr. In den offiziellen Unterlagen findet sich zum E-Commerce-Wachstum nichts.

Möbel war ein Fokusthema auf der K5 Konferenz, wo sich neue Anbieter wie Avandeo, Westwing oder von Wilmowsky gute Chancen ausrechnen.

Speziell Möbelprofi, das Möbelpendant zu Zalando, entwickelt sich zu einem Markttreiber für das Thema Wohnen und Einrichten im Internet.

In den USA hat sich CSN Stores, das mit 380 Mio. Dollar Umsatz die Nr. 51 unter den Internetretailer Top 500 ist und neuerdings unter der Marke Wayfair firmiert, 165 Mio. Dollar Wachstumskapital besorgt, One Kings Lane hatte in den USA kürzlich weitere 40 Mio. Dollar bekommen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

  1. Ich zitiere mal vom deutschen Ikea Webshop. Diese Antwort erhält man, wenn man etwas aus dem Ikea Katalog online sucht, aber nicht findet: „Viel zu wenig Platz für so viele schöne Dinge!
    Auch wir müssen manchmal feststellen, dass der vorhandene Platz nicht immer ausreicht. Das heißt, dass du nicht immer unser gesamtes Sortiment (das aus weit über 10.000 Produkten besteht!) online zu sehen bekommst. In deinem IKEA Einrichtungshaus findest du hingegen fast alle Produkte dauerhaft ausgestellt und sofort verfügbar. Hier kannst du dir sogar ein viel genaueres Bild von deinem Traumbett, Wunschsofa oder deiner Profiküche machen – und alles ganz in Ruhe ausprobieren. Also komm schnell vorbei, wir freuen uns auf dich! Hier gehts zu deinem IKEA Einrichtungshaus …“ Soviel zum angreifen…10.000 Produkte…unglaublich :-)

  2. Ziemlich armseelig wie sich die große Möbelbutzen die Butter vom Brot nehmen lassen…

  3. Der Möbelmarkt ist online in der Tat deutlich ausbaufähig. Hier haben v.a. die Versandhändler klassischer Prägung noch die Nase vorn. Dabei bietet das Sortiment grundsätzlich alles was ein Venture Capitalist für den Distanzhandel mag: margenstark & retourenschwach, zudem ist es normal, dass im Möbelbereich „Versand ab Lieferant“ praktiziert wird (was die Lagerhaltungskosten für Händler drastisch reduziert).
    Einzige Nachteile sind aktuell v.a. eine starke Fragmentierung des Speditionsgewerbes in Deutschland (zu wenige Enabler) und eine zu schwache Markenposition innerhalb der Umsatzlandschaft (die größte „Marke“ ist eigentlich IKEA).
    So ist der Möbelmarkt noch stark händlerdominant, mit den entsprechenden Auswirkungen auf mögliche Businessmodelle. Jedoch mehren sich die Zeichen, dass der Markt langsam in eine Evolutionsstufe eintritt, in die bestimmte Sortimente (Medien, Fashion etc.) schon vorgeprescht sind.
    Da der größte Marktplayer in Deutschland (Ikea) den Markt anscheinend (noch) nicht beackern will, müssen also die Pureplayer ran.
    Zudem scheint IKEA auch richtig gut von Umsätzen zu leben, die man nun nicht als klassische Möbel-Umsätze bezeichnen würde:
    – Umsätze im Gastronomiebereich
    – Umsätze mit „Kleinkram“
    Beides eher „Mitnahmeumsätze“, die natürlich hauptsächlich im stationären Umfeld zum Tragen kommen und online, weniger/kaum ausgeprägt sind.

  4. Da ist Novomind anderer Meinung:
    „Darüber hinaus zählen Möbel und Einrichtungsgegenstände zu den Produkten mit großer Rücksendewahrscheinlichkeit“
    http://bit.ly/t1B0vl

  5. Im Text heißt es: „Jeder fünfte Onlinekäufer gibt an, Wohnartikel häufiger wieder abholen zu lassen.“ – mal abgesehen, dass man solche PR-„Studien“ nicht ernst nehmen sollte, liegt die Quote damit (wohl weit) unter 20% …

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