Spreadshirt peilt für 2011 gut 40 Mio. Euro Umsatz (+27%) an

Wer schnappt sich Spreadshirt? – Das ist die große Frage, seit im Sommer bekannt wurde, dass Spreadshirt zum Verkauf steht.

Erstmals geht Spreadshirt nun mit offiziellen Geschäftszahlen an die Öffentlichkeit – und bestätigt im Wesentlichen die Exciting Commerce Infos vom Juni. Spreadshirt sieht sich in absehbarer Zeit als 100 Mio.-Dollar-Company und schreibt in der Pressemeldung:

Spreadshirt2011

"Die Clothing-Commerce Plattform Spreadshirt ist zuversichtlich, 2011 einen Umsatz von über 40 Millionen Euro zu erzielen. In wenigen Jahren soll das Unternehmen einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro erzielen. Seit Anfang 2010 ist Spreadshirt profitabel und erzielte im vergangenen Jahr rund 31,8 Millionen Euro Umsatz."

In den USA führte das Inc. Magazine Spreadshirt 2010 erstmals unter den Inc. 5000. Der US-Umsatz lag 2010 bei 9,5 Mio. Dollar und ist eigenen Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2011 um weitere 86% gestiegen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Make Economy, Shopboerse, Wunschgenau

  1. Toll, Spreadshirt hat in 2010 erstmals einen Jahresüberschuss von 251.334,43 EUR erzielt.
    Wahnsinn, davon sind bis zum 31.12.2010 Verluste von -10,8 Millionen Euro angelaufen (!!!).
    Noch Fragen?
    Wie dünn es bei Spreadshirt mit dem Begriff „profitabel“ zugeht, wird da noch einmal ganz deutlich.
    Das ist meines Erachtens eine getürkte Profitabilität…

  2. Was sie gern hätten unterscheidet sich schon immer von dem, was sie abliefern.
    Aus einem ExC Beitrag aus 2006:
    >>
    Alles klar?

  3. Verflixt, Zitat gekappt, hier noch ein Versuch:
    Laut Sächsischer Zeitung machte Spreadshirt 2005 rund 8,7 Mio. Euro Umsatz. Von dort stammt auch das Zitat:
    „Wir streben langfristig an, Weltmarktführer zu werden – mit mehr als 1 000 Beschäftigten und 500 Millionen Euro Umsatz.“
    aus:
    http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2006/07/venture_capital.html

  4. Naja, Profitabilität ist immer abhängig vom Geschäftszweck. Wenn das Unternehmen stark exitgetrieben ist, dann wird die Profitabilität vor allem durch den Verkauf erzielt (Unternehmenserlöse > als angehäufte Verluste). Positive laufende Ergebnisse aus dem operativen Geschäft sind quasi Add-Ons. Käufer gehen damit eine „Bet-on-the-Future“ ein, in der Sie abschätzen müssen, ob das Geschäft operativ rentabel sein kann (oder man zu einem späteren Zeitpunkt durch einen nochmaligen Verkauf Rendite erzielen kann).
    Bei Unternehmen, die ihre Profitiabilität aus dem operativen Geschäft ziehen (müssen) und kaum Chancen auf einen Exit haben, ist das natürlich immer ein anderer Schnack (v.a. die Wachstumschancen sind damit deutlich eingeschränkt).
    Wie Jochen eingangs geschrieben hat, ist Spreadshirt eher der ersten Kategorie zuzuordnen, von daher ist es natürlich auch Teil des Geschäftsmodelles sich interessant für potentielle Käufer zu machen. Vor diesem Hintergrund sind dann auch entsprechende Informationen/Meldungen zu sehen.

  5. Die Pressemitteilung ist taktisch schon interessant. Da eine Bewertung auf EBITDA-Basis (wie dargestellt) wenig bringt, gilt es nun vor allem, Wachstumsphantasien zu schüren, was PR-mäßig natürlich legitim ist.

  6. Genau, wenn die Profitabiltaet nicht so prall ist, muss wenigstens ne Wachstumsstory her, aber knapp 30% / Jahr werden dafuer nicht reichen, sowas kriegt schon fast VW hin. :-) Allerdings, wenn man ein wenig konservativ rangeht, koennte das durchaus ein nettes, profitables Geschaeft werden. Wenn man natuerlich danach trachtet, moeglichst schnell die versenkten Mios wieder reinzukriegen, dann muss man wohl verkaufen und die Braut noch etwas anmalen. Dieser Versuch war noch nicht so doll, vielleicht naechstes Jahr. :-)

  7. Och, ich finde den Versuch so schlecht nicht. Frage mich nur, zu wem ein Spreadshirt passen würde?

  8. Wer verfolgt hat wie diese Gerüchte (das Spreadshirt zum Verkauf steht) entstanden sind wird bemerken, dass es eine sehr großzügige Auslegung eines Interviews mit Phil Rooke war. Die Anteilseigner aus den Finanzierungstrunden sind bestrebt ihr Geld zu mehren, dass dies einer verzweifelten Käufersuche oder dem unbedingten Wunsch durch einen Exit an Geld zu kommen gleichzusetzen ist, ist mehr eine kurzsichtige und naive Einschätzung als tatsächliches Geschehen!

  9. Ja, klar, und Spreadshirt fällt einfach mal so aus heiterem Himmel ein, jetzt plötzlich doch mit Umsatzzahlen an die Öffentlichkeit zu gehen, nachdem es sich jahrelang dagegen gesträubt hat. Das eine hat mit dem anderen natürlich rein gar nichts zu tun … Ich möchte fast wetten, dass Spreadshirt binnen Jahresfrist einen Exit hinlegt oder, falls das nicht klappt, nochmal eine größere Wachstumsfinanzierung bekannt gibt.

  10. uhh, jochen — exit bis jahresfrist .. 2011? um was willst du wetten? ;)
    und auch wenn es fast schmeichelhaft ist, dass ihr uns sowas zutraut: warum wir umsatzzahlen veröffentlichen, hat eher mit den ersten sechs kommentaren zu tun (sehr gute entwicklung vs. unwissenheit, gerüchte) und weniger damit, dass wir das taktisch ausgebrütet haben und uns kurzfristig hübscher machen müssen …
    ansonsten s.o. was peter geschrieben hat.

  11. „binnen Jahresfrist“ meinte bis 11.11.2012 :) – so tollkühn bin ich dann auch wieder nicht … und gut Ding will ja Weile haben …
    Schön jedenfalls, dass Ihr jetzt Zahlen veröffentlicht.

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