Moda Operandi Club ermöglicht Pre-Orders für Luxusmode

Seit einiger Zeit schon warten wir auf die nächste Generation der Shoppingclubs, wo nicht mehr der Abverkauf im Vordergrund steht, sondern der Vorverkauf der Treiber ist.

Moda Operandi ist ein weiteres, gutes Beispiel, wie ein spannendes Angebot für Pre-Orders und Vorbestellungen aussehen könnte. Im Februar online gegangen hat Moda Operandi Ende Juni 10 Mio. Dollar bekommen:

Modaoperandi

"We invested in Moda Operandi when it was simply a concept and are funding them again because of the company's remarkable traction," said Thanasis Delistathis, managing partner, New Atlantic Ventures.

"Moda Operandi represents this new era of ecommerce that gives consumers direct and unprecedented access to coveted fashion over the Web."

Versteht sich fast von selbst, dass Moda Operandi von zwei Frauen gegründet wurde, die sich nun eifrig verstärken.

Im September soll auch Conde Nast, der Verlag hinter Magazinen wie Vogue, bei Moda Operandi eingestiegen sein.

(via)

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Live Shopping, Shopboerse, Vente Privee

  1. Vorverkauf von Mode als Geschäftsmodell? Dies halte ich für ein weiteres Nonsens-Businessmodell.
    Der Gedanke, Dinge vorzuverkaufen, ist aus meiner Sicht anbietergetrieben. Es geht um die Optimierung der Anbieterprozesse: Geringe Lagerhaltung, geringe Kapitalbindung und geringes Risiko, auf größeren Restbeständen sitzenzubleiben.
    Wie passt sowas zu den Triebfedern, welche die Leute schicke Kleidung und Accessoires kaufen lassen: Gut aussehen, seine Persönlichkeit ausdrücken, etwas repräsentieren, sich wohlfühlen etc.
    Das Angebot am Markt, mit dem die Käuferin (der Käufer) ihre (seine) persönlichen Ziele erreichen kann, ist doch quasi unlimitiert: Es gibt Mode in beliebigen Styles und Preislagen in riesigen Mengen am Markt – und sofort lieferbar. Warum soll ich als Kunde da auf vorbestellte Mode warten sollen?

  2. Das Unternehmen zielt auf eine ganz bestimmte Niche, die in den USA stärker ausgeprägt ist als in Deutschland. Das Modell ist spannend, besonders die Co-Founderin Lauren Santo Domingo ist in New York eins der „IT Girls“, die stilbildend und trendangebend ist und unterstreicht dies durch ihre Position als Contributing Editor bei der Vogue US. Daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass viele Frauen den Gründerinnen in ihrer Auswahl der neusten und angesagtesten Designer vertrauen.

  3. @Oliver: Ich denke auch, dass das Geschäftsmodell nur in einer Nische funktionieren kann. Damit stellt sich dann aber eine ganz natürliche Frage: Ist die Nische groß genug ist, um daraus so viel Geschäft zu generieren, dass es sich für die Investoren lohnt, 10 Mio in den Laden zu buttern?
    Als Investor würde ich gerne ein nachhaltiges, dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell sehen. Dazu sollte es sein unabhängig von Einzelpersonen sein bzw. mit beliebigem anderen (fähigen) Management ebenso funktionieren. Ob es da eine gute Idee ist, ein Unternehmen auf Basis eines „It-Girls“-Status zu bauen?
    Die Frage nach der Nachhaltigkeit der Shoppingclubs und Group-Buying-Läden stellt sich meines Erachtens schon länger. Auf der K5-Konferenz konnte man aus dem Interview mit den Shoppingclub-Vertretern zwischen den Zeilen heraushören, dass die Shoppingclubs mit der Beschaffung attraktiver Markenware stehen und fallen. Frei nach dem Motto: Ich brauche immer neue, geile Markenware und die große Newsletter-Fliegenklatsche, um Kunden zu werben… und patsch: Fertig ist das Shoppingclub-Geschäft. Versiegt der Zustrom an Markenware, hat ein Shoppingclub rasch fertig.
    Insofern bleibt abzuwarten, ob sich ein Konzept wie Moda Operandi dauerhaft am Markt etablieren kann.

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