Ladenzeile weicht Pinspire und geht an Springer-Konzern

Rocket Internet trennt sich von Ladenzeile und fokussiert sich stattdessen auf das für Kapitalgeber weitaus attraktivere Pinspire, das dem Vorbild Pinterest nacheifert, welches zuletzt mit 27 Mio. Dollar finanziert wurde.

Der Springer-Konzern (Bild.de, Idealo, Zanox, etc.) übernimmt bei Ladenzeile laut Deutsche Startups 78% der Anteile von Rocket Internet und Klingel K-New Media, das vor zwei Jahren bei Ladenzeile eingestiegen war.

Ladenzeile war im Rahmen der Samwer E-Commerce Offensive als visuelle Produktsuche gestartet, hat sich aber im Lauf der Zeit zunehmend zu einem gewöhnlichen Shoppingportal entwickelt.

Inzwischen hat Rocket Internet seine Strategie geändert und setzt nach dem Citydeal-Coup vorwiegend auf Startup-Themen, die wie Wimdu (Airbnb), Glossybox (Birchbox) oder Pinspire (Pinterest) im internationalen Investorenfokus stehen – und die mit viel Kapital (s. Samwers suchen Milliardenfinanzierung) schnell global ausgerollt werden können.

Springer hatte in diesem Jahr schon das Prospektportal Kaufda übernommen.

Wir hatten über Pinterest Anfang des Jahres ausführlich berichtet ("Pinterest und die neue Ästhetik des Social Shopping")

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report, Shopboerse

  1. Ich kann diesem ganzen Pinspire Hype irgendwie nichs abgewinnen. Was ist denn das Businessmodell dahinter?

  2. Jochen,
    keine Kritik, sondern aus Interesse: Warum schreibst du „Rocket trennt sich von Ladenzeile?“ Der Artikel suggeriert, dass Ladenzeile aus Rocket-Sicht „nicht wert ist“, sich damit weiter zu beschäftigen.
    Warum wird der Ladenzeile-Exit nicht gefeiert wie der KaufDA-Exit? Kleine Exit-Summe/Firesale?

  3. Na ja, wenns den Gründern gegenüber nicht so unfair wäre, hätte ich im Beitrag auch lieber geschrieben: „Springer hatte sich in diesem Jahr schon des Prospektportals Kaufda erbarmt.“
    Ich nehme nicht an, dass es sich in beiden Fällen um großartige Exits gehandelt hat. Und Springer ist jetzt auch nicht unbedingt bekannt für kühne Bewertungen.
    Von einem Firesale würde ich allerdings nicht sprechen, da Ladenzeile ja wohl profitabel arbeitet.
    Offenbar haben aber weder Rocket noch Klingel (noch ein anderer Investor) großartiges Interesse gehabt, weiteres Geld in das Wachstum zu investieren. Da bietet sich ein (überschaubarer) Exit an einen strategischen Käufer/Partner wie Springer an.

  4. Nun, wenn 25-30 Mio. für Kaufda, welches nicht profitabel arbeitet, kein großartiger Exit sind, was dann?
    http://netzwertig.com/2011/03/02/axel-springer-uebernimmt-kaufda-eine-gute-nachricht-fuer-die-deutsche-startup-landschaft/

  5. Stimmt. Deutsche Startups spricht bei Ladenzeile von 40 Mio. Euro http://www.deutsche-startups.de/2011/12/18/springer-ladenzeile-kaufpreis/
    Nur sind weder die 25 Mio. für Kaufda noch die 40 Mio. für Ladenzeile offiziell bestätigt und deshalb mit extremer Vorsicht zu genießen.
    Denn wie weit die kolportierten von den tatsächlichen Preisen abweichen können, hat man zuletzt u.a. bei DailyDeal gesehen. http://www.excitingcommerce.de/2011/10/google-dailydeal.html
    Natürlich haben sowohl Gründer als auch Altinvestoren ein Interesse, dass es nach einem tollen Exit aussieht. Insofern wäre es spannend zu wissen, woher die kolportierten Zahlen stammen.

Trackbacks

  1. Idealo in der strategischen Zwickmühle von Amazon und Google « Exciting Commerce

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