Farfetch Mode holt $18 Mio. von Ottos eVC Partners & Co

Es gibt Themen im E-Commerce, die sind einfach nicht totzukriegen – und das sind Marktplätze für Designermode. Ottos eVenture Capital Partners hat zusammen mit Index Ventures und anderen 18 Mio. Dollar in den britischen Marktplatz Farfetch investiert:

Farfetch

"Curated fashion marketplace Farfetch.com has raised a new $18 million round of funding from Index Ventures, eVenture Capital Partners and existing investors Advent Venture Partners, bringing the total amount of capital the company has raised to date to almost $25 million."

Gut 56.000 Kunden haben seit 2008 bei dem Marktplatz bestellt, der auf einen übergreifenden Warenkorb setzt. Umsätze veröffentlicht Farfetch nicht.

eVenture Capital Partners zählte sich 2011 zu den glücklichen Groupon-Investoren und hat zuletzt in England schon in MyDeco investiert. Index Ventures ist bzw. war auch an einer Reihe von anderen Modeseiten beteiligt.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse, unlimited

  1. Da stellt sich mir immer wieder die Frage, warum es immer noch kein Shopsystem/Agentur geschafft hat, einen Marktplatz mit übergreifenden Warenkorb als Produkt anzubieten.
    Ankündigungen wie Shopware Connect gab es ja bereits genug, doch hinbekommen hat es bis jetzt noch niemand.

  2. Hoffentlich wird das eine gut angelegte Sache. Den Zahlen nach sieht es ja gut aus.

  3. Solche Marktplätze sind meiner Meinung nach ein Hypethema. Wenn man sich klar wird, dass ca. 7% Umsatzprovision (verdienen deutsche Designermarktplätze) verdient wird am Verkauf und man mit 7% Marketing machen muss, da stellen sich mir die Nackenhaare hoch.
    Selbst wenn der CLV bei solchen Portalen hoch ist, da die Kunden viel Geld ausgeben und oft wieder bestellen – ist das ganze aus meiner Sicht zwar profitabel machbar, aber zu wenig für ein Hypethema.

  4. @Sanimo
    Naja, man kann auch Traffic z.b. über SEO gewinnen, der über einen Marktplatz dann sehr gut monetarisiert werden kann.
    Projekte wie moebel-profi.de, ladenzeile.de etc leben wohl primär vom SEO-Traffic. Und z.b. im Möbelbereich sind eine Provision von weit über 7% die Regel auf solchen Marktplätzen oder Klickportalen.

  5. @Randolf Weil’s einfacher klingt, als zu machen ist. Es ist nicht das Shop-/Marktplatzsystem, welches die Probleme bereitet, sondern die Prozesse drumrum. Geht schon damit los, dass es kaum standardisierte Produkt-Informationen gibt. Die grossen Marktplaetze versuchen das, aber eben jeder mit seinem eigenen Standard. Gaebe es fuer alles standardisierte Prozesse / Datenformate, waere sowas ganz sicher bereits auf dem Markt.

  6. @ Claus
    Da gebe ich dir 100% Recht. Die Frage ist dann nur, warum gibt es dann so viele eigene Lösungen für Marktplätze wie z.b. moebel-profi.de, zalando.de, stylight.de etc.?
    Dort wird das Datenformat wie auch bei jeglichen Preissuchmaschinen von den Partnershops angefordert und verarbeitet. Also was würde einen Shopanbieter/Agentur daran hindern, eine solche Lösung auch umzusetzen, indem man den Partnershops die geforderten Formate vorgibt?

  7. @ Randolf,
    Aber SEO gibt es auch nicht umsonst, kann mir auch kaum vorstellen dass Möbel-Profi etc. schon von ihrem Geschäft leben können. Obwohl Ladenzeile ja angeblich schwarze Zahlen schreibt, wenn ich mich richtig erinnere.
    Problem ist m.E. auch nicht in erster Linie, dass es keine standardisierten Produktinformationen gibt, sondern die Versender und Händler diese nicht in der benötigten Qualität bereitstellen (können).
    Schade, da dies m.E. ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist und künftig noch viel mehr sein wird.

  8. @ Peter
    Seo ist wenn es erst einmal richtig gemacht wurde, aber weitaus kostensparender als SEM, Affiliate oder sonstige Maßnahmen.
    Das Problem der Datenbereitstellung haben die Shops doch aber auch, wenn Sie ihre Daten in Produktvergleicher, Amazon und diversen anderen Schnittstellen zur Verfügung stellen.
    Eine Standartisierung der Schnittstellen ist meiner Meinung nach längst überfällig. Aber das geht zu weit am Thema vorbei. Auf jeden Fall haben es diverse Firmen inhouse geschafft, dieses Problem zu lösen. Sonst würde es solche Firmen wie die oben genannten (und es kommen immer mehr Marktplätze auf den Markt) nicht geben.

  9. @ Randolf,
    dass SEO grundsätzlich günstiger als andere Maßnahmen ist, müssen wir in diesem Blog glaube ich nicht mehr diskutieren. Aber dennoch ist auch das kein Selbstläufer.
    Ebenfalls richtig ist, dass die Shops die Daten auch für andere Drittanbieter benötigen. Aber das heisst ja erst einmal nur, dass es Notwendigkeiten an dieser Stelle gibt.
    Und ja, man kann die Produktdatenthematik in den Griff bekommen. Ist aber IMO eines der größten Probleme im E-Commerce. Frag doch mal bei den zitierten Beispielen nach, welchen Aufwand sie dafür betreiben müssen und ob sie zufrieden sind. Auch Amazon wird sicherlich ein Lied davon singen können.

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