Der Otto-Konzern will am liebsten erstmal weiterkuscheln

Nachdem die Wogen am Wochenende hochgeschlagen sind, ist in der Otto-Gruppe jetzt erst einmal Deeskalation angesagt: "Berichte über Mißstimmung in der Belegschaft dementierte Voigt."

Im Rahmen des "Fokus"-Programms sollen Otto, Baur und Schwab näher zusammenrücken:

"Aktuell werde bei den drei Universaldistanzhändlern bereits die Sortimentierung übergreifend vorgenommen; nun könnten weitere Bereiche zusammengelegt werden.

In Frage dafür kommen würden der Einkauf, das Category Management und das Marketing, so Voigt."

So stellt sich die Entwicklung der Otto-Versender(gruppen) aktuell dar (aufbereitet aus der Pressemitteilung):

Ottoversender

Bis auf Otto und die Heine-Gruppe konnten alle zulegen, allerdings nicht annähernd so stark wie der Gesamtmarkt, der 2011 um 12 % gewachsen ist (siehe auch Wieso hat sich der bvh 2011 so verschätzt?) und mit einem Plus von 10% ins neue Jahr gestartet ist.

Am klarsten ist die Sache noch bei Schwab. Dort arbeiten laut Sprecher ohnehin nur "60 Frauen und Männer". Die Umsätze der Gruppe schlüsseln sich wie folgt auf:

Schwabgruppe

Über die Umsatzentwicklung von myToys hatten wir unlängst schon berichtet. Sheego-Zahlen gabs kürzlich ebenfalls. Bleiben für die Marke Schwab selber noch 240 Mio. Euro bzw. für Schwab und Sheego zusammen 310 Mio. Euro Umsatz.

Wer sich im übrigen wundert, dass die Schwab-Gruppe im letzten Jahr noch "dank eines Wachstums von knapp 11 Prozent in den siebenstelligen (sic!) Bereich auf 1,1 Milliarden Euro sprang", in diesem Jahr aber nur noch mit 503 Mio. Euro dotiert wird: Im letzten Jahr scheint die Witt-Gruppe noch zur Schwab-Gruppe gezählt zu haben.

Aber so ist das für gewöhnlich mit den Zahlen der Otto-Gruppe: Man veröffentlicht sie zwar (obwohl man nicht müsste), trimmt sie aber so, wie es gerade am besten passt. Hauptsache, der gute Eindruck wird nicht verdorben.

Irgendwo in den fünf Versendergruppen sind dann im übrigen auch die Umsätze von Limango, Mirapodo, Manufaktum, DYK360, Frankonia, 3Pagen & Co. verborgen.

Nicht mehr dabei ist Apart International, das nach der Auslagerung 2011 Insolvenz anmelden musste. Ebenfalls nicht mehr dabei sind Discount24, Yalook, Jungstil & Co., die Otto Ende 2010 vom Markt genommen hat.

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Kategorien:Shopboerse, Ultimondo

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