Neckermann nimmt auch Happy Size mit in die Insolvenz

Nach Neckermann hat diese Woche nun auch die Tochter Happy Size Insolvenz beim Amtsgericht Frankfurt angemeldet:

Happysize

"In dem Insolvenzantragsverfahren über das
Vermögen der Happy Size-Company Versandhandels GmbH ist am 04.09.2012 um 15.00 Uhr die vorläufige
Verwaltung des Vermögens der Schuldnerin angeordnet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Niklas Lütcke, CMS Hasche
Sigle, bestellt worden."

Happy Size hat sich in einer Umsatzregion von 70 Mio. Euro bewegt und war Ende Juli noch guter Dinge. Damals hatte Neckermann Insolvenz einreichen müssen, nachdem Betriebsrat und Gewerkschaften zu hoch gepokert hatten ("Wenn 1.000 Online-Jobs nicht zählen").

Im Rahmen einer Radikalsanierung ("Neckermann befreit sich vom Ballast der Vergangenheit") wäre US-Investor Sun Capital bereit gewesen, nochmal 25 Mio. Dollar in Neckermann zu investieren, allerdings nicht zu den Bedingungen der Mitarbeitervertreter.

Das endgültige Schicksal von Neckermann soll sich noch im September entscheiden.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse, Ultimondo

5 replies

  1. Und schon wieder: Nicht die Gewerkschaften oder der Betriebsrat hat Schuld an der Insolvenz, sondern das Management.

  2. @helmut: und die erde ist eine scheibe..

  3. Klar, schuld sind immer die anderen. Wenn man sich mit dieser Einschätzung persönlich besser fühlt, dann bitte.
    Das Management hat sicher den Sarg aufgestellt, die Nägel eingeschlagen haben die Gewerkschaften / BR.
    Wer ist nun schuld? Philosophische Frage, dürfte jedem der Angestellten komplett egal sein, nur das Ergebnis hat Auswirkungen auf deren Leben.

  4. Auf der WebSite von „Der Handel“ http://www.derhandel.de/news/technik/pages/E-Commerce-Neckermann-Insolvenz-zieht-Happy-Size.de-mit-8964.html
    ist folgendes zu lesen:
    „Dieser Schritt wurde notwendig, um insbesondere Risiken für die Happy Size-Company aus der Neckermann Konzerninsolvenz zu vermeiden“, heißt es in einer Pressemitteilung von Happy Size. „Die Geschäftsführung der Happy Size – Company erklärte jedoch, dass es sehr aussichtsreiche Gespräche mit einem strategischen Investor aus der Versandhandelsbranche gebe. Ein Abschluss der Übernahmegespräche wird kurzfristig erwartet.“
    Der Investor sei an einer Fortführung und Weiterentwicklung des Geschäftsbetriebes interessiert, so dass Kunden wie gewohnt ihre Bestellungen aufgeben können und Ware weiterhin ausgeliefert wird.

  5. @Helmut, Jürgen, Claus
    Ich denke nicht das ein Blog wie dieser der geeignete Ort ist um über die Verantwortlichen der Insolvenz zu diskutieren bzw. zu spekulieren. Dafür haben wir alle viel zu wenig Einblick in das genannte Unternehmen und dessen Eigner.
    Auch ist die Frage nicht nur welcher „Teil“ der Hauptverantwortliche für die Insolvenz ist, sondern auch zu welcher Zeit dieser das gröbste (mit-) verursacht hat und was diesem von dritter Seite für Vorgaben gemacht wurden. Denn bei bestimmten Fehlern aus der Vergangenheit können die evtl. heute Verantwortlichen oftmals auch nichts mehr retten, was jedoch jetzt nur eine allgemeine Anmerkung sein soll und nicht auf diesen Fall bezogen.

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