3D Printing, die Maker-Bewegung und der Handel der Zukunft

Mit dem Thema "3D-Printing" und seinen Möglichkeiten hatten wir uns bereits 2006/07 im Kontext mit Fabidoo & Co. ausführlich beschäftigt ("Deutschlands 3D-Drucker geben Gas").

Mittlerweile ist es ganz oben im Hype Cycle angekommen. Letzte Woche hatte Deutschlandradio Kultur ein sehr gutes Special ("Die nächste industrielle Revolution?"). Und langsam wird auch deutlich, wohin die Reise gehen könnte.

Passend dazu gibt es ein hervorragendes Kurz-Interview mit Shapeways-Gründer Peter Weijmarshausen (via), in dem er genau die richtigen Fragen gestellt bekommt:

"Reason's Nick Gillespie sat down with Weijmarshausen to discuss 3D printing, the future of customization, and the economics behind the new technology."

3D Printing sorgt als Teil der Maker-Bewegung für Schlagzeilen, die sich beginnt zu einem eigenständigen Markt zu entwickeln.

So hat O'Reilly gerade Maker Media ("Leading the Maker Movement"), seine Verlagsaktivitäten in diesem Segment, die einmal ganz klein mit dem Make-Magazin begannen, in einen eigenständigen Verlag ausgegründet. Die Begründung ("Why we spun out Maker Media") dafür ist sehr lesenswert und beschreibt sehr gut das Phänomen in einem größeren Kontext.

Natürlich hinkt die Realität den Erwartungen zum Teil noch weit hinterher. Brand Eins hat im Januar am Beispiel der börsennotierten Proto Labs neben den Vorteilen (u.a. Zeitgewinn bei der Prototypentwicklung/Einzelanfertigung), auch herausgearbeitet, wo die Grenzen liegen ("Maßkonfektion aus Plastik").

Zum Thema gibt es mittlerweile eine Fülle von Blogs. Neu ist das Handelsblog regital. In unserem Feedreader sind außerdem das 3D Printing Blog und 3Druck sowie international 3ders, Fabbaloo und das Replicator-Blog ("Putting the "Custom" back in Customer")

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:3D-Printing, Make Economy

  1. Danke für die Erwähnung von regital ;-)
    Es ist in der Tat so, dass 3D-Druck ein recht altes Thema ist. Ich hatte mich auch beim Arcandor e.campus ca. 2008 mit den Chancen für Karstadt und Co. damit befasst – Waren aber auch zu dem Schluss gekommen, dass die Zeit noch nicht reif dafür war – zumindest im B2C-Segment. In der Industrie hingegen gehört 3D-Druck für Prototypen etc. ja mittlerweile zum Standard.
    Es hat sich aber in dieser Zeit einiges im Bereich 3D-Druck getan. Nicht nur, dass es erschwingliche Endkundendrucker gibt, die Qualität besser geworden ist, die Materialvielfalt und Farbigkeit, etc.
    Auch, dass die ersten 3D-Druck-Läden entstehen ist ein Zeichen dafür, dass langsam die Tür in Richtung Endkunden aufgestoßen wird.
    Nach dem Einstieg der Handelskette Staples in diesen Bereich, die sich jedoch derzeit noch mehr an Architekten, Künstler und kleine Unternehmen richten, hat jetzt allerdings Sainsbury für Aufsehen gesorgt. Sainsbury ist der Überzeugung, dass 3D-Druck für den Handel eine sehr wichtige und bedeutsame Entwicklung ist und für massive Veränderungen sorgen wird. 3D-Druck wird nach deren Aussage zu einem fester Bestandteil ihrer Strategie werden.
    Je mehr größere Handelsketten (und andere) sich mit diesem Thema befassen und Angebote hierfür schaffen, desto mehr wird es Verbreitung finden, die Kunden darauf aufmerksam machen und so könnte sich 3D-Druck in den nächsten Jahren zum Standard entwickeln.
    Ich hatte auch einmal einen Beitrag dazu geschrieben, was dies für amazon bedeuten könnte, wenn in deren Logostikzentrum 3D-Drucker bestimmte Produkte On-Demand fertigen würden…

  2. Hallo Hagen,
    ja sicher kann man aber auch wirklich Alles im positiven Licht scheinen lassen
    und versuchen jeden Mist zu vergolden.
    Aber mal Hand aufs Herz.
    Bis auf die Tatsache das die Hersteller der Reps wie Makerbot u.s.w ev. mehr Cash machen, ist da Nichts drin und dran, am Thema 3D Printing.
    Das ist mal wieder ein pur, durch US getriebenes Marketing gepushter Hype.
    So wie ich letztens hier im Kommentar geschrieben habe das 60/70% der Online Shops überflüssig sind, behaupte ich das 3 D Printing für den Endnutzer, den Handel u.s.w einen Nutzwert hat der gegen 0 geht.
    Und sexy ist das 3D Printing schon gar nicht. Und so sehen auch die Webseiten aus.
    Die User/Konsumenten sind schon eh überfordert und werden es immer mehr,
    wie sagte der Warenkritiker Stiletto „it‘ sconsumer Rest“ mit seinem Consumers Rest Einkaufswagen.
    schöne Grüße
    Michael
    “ Hässlichkeit verkauft sich schlecht“

  3. Auch bei dem Thema spielt Amazon bzw. Bezos in Form von MakerBot mit: http://www.bezosexpeditions.com/

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