Media Saturn: „Wir werden dieses Jahr die Milliarde knacken“

"Wir werden dieses Jahr die Milliarde knacken. Da können Sie jetzt schon 100%ig sicher sein."

So Metro-Chef Olaf Koch diese Woche auf der Hauptversammlung. Spannend zu sehen, wie er den aufgebrachten Aktionären die Online-Strategie von Media Saturn näherzubringen versucht, während diese immer noch nicht ganz verdaut haben, dass der Handelskonzern 2012 nach 16 Jahren aus dem DAX gefallen ist und jetzt an der Börse als Nebenwert notiert wird.

Olaf Koch verspricht für 2013 einen Milliardenumsatz im Online-Geschäft, nachdem Media Saturn 2012 mit Redcoon zusammen auf 755 Mio. Euro kam ("Wie Media Saturn den Online-Markt aufmischt"). Mit dem Online-Auftritt selber sei er noch nicht wirklich glücklich. "Wir sind noch ein Junior Player", erklärt er entschuldigend:

Mediamarkt2013

"Und es gibt da auch durchaus berechtigte Kritik, dass die Leute sagen: "Mensch, die Seite sieht aber Käse aus. Und guck Dir mal so nen anderen Online-Wettbewerber an. Der ist viel viel bedienerfreundlicher."

Das stimmt, das ist ohne jede Frage so.(…) Wir haben nicht den Fehler begangen, eine superduper Internetseite zu machen, die alles schlägt, was es sonst gibt im Design, aber am Ende kommt dann nix bei rum."

Man habe klein begonnen mit 3.000 Produkten, und das Sortiment solle jetzt auf 30.000 "eigene Produkte" ausgebaut werden – mehr als in einem Media Markt zu finden seien.

"Im zweiten Halbjahr werden wir noch einiges an Neuigkeiten bringen und auch irgendwann das Design auf den neuesten Stand bringen", sagt er. "Wir haben gerade erst mal angefangen."

Enttäuscht zeigt er sich vom Musikdienst Juke. Dieser sei noch "viel zu klein". Zudem stünde das Thema Video on Demand "oben auf der Liste der Innovationen".

Seit kurzem kümmert sich im Metro-Vorstand Pieter Haas um die Geschäfte von Media Saturn und die Innovationsstrategie.

Nach den Preisen müssten nach dem Strategiewechsel auch die Kosten weiter runter. So sollen auch 2013 weiter Stellen abgebaut werden. Unlängst waren Media Markt und Saturn bereits aus Kostengründen zu einer einzigen Landesgesellschaft zusammengelegt worden.

Der Metro-Chef gibt sich auf der Hauptversammlung als harter Sanierer, der in allen Geschäftsbereichen aufräumt, den personellen Overhead abbaut und Wert auf klare Verantwortlichkeiten regelt.

Gleichzeitig versucht er, den Aktionären das Licht am Ende des Tunnels zu vermitteln und die Metro-Gruppe mit Media Saturn, Kaufhof und Real als zukunftsfähigen Handelskonzern zu präsentieren.

Media Saturn wird auch wieder auf der K5 Konferenz am 12./13. September in München vertreten sein.

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