Die Instant Economy (Exchanges #392) und die Reformierung des lokalen Handels mit schnellen Lieferservices zählen gerade zu den spannendsten Themen im E-Commerce.
Gut 5 Jahre nach dem Aus von Liefery will jetzt Lalamove nach Berlin expandieren, um von dort aus auch hierzulande auf der letzten Meile gegen Wolt, UberDirect & Co. anzutreten:
„Lalamove, the leading on-demand delivery platform, has officially launched operations in Germany, marking a significant milestone in the company’s continued EMEA expansion.
Starting in the Berlin metropolitan area, Lalamove brings its proven on-demand delivery model to German businesses and consumers, providing a fast, simple, and affordable logistics alternative designed to address the everyday operational challenges faced by small and medium-sized enterprises (SMEs).
Founded in Hong Kong in 2013, Lalamove has grown into a leading on-demand delivery platform, with a presence in 17 markets across Asia, The Americas, and EMEA.
2025 überstieg die Lalamove-Plattform 1,03 Milliarden erfüllte Aufträge, mit durchschnittlich 21,3 Millionen monatlich aktiven Nutzern und 2,1 Millionen monatlich aktiven Lieferpartnern weltweit. Das Unternehmen ist global in mehr als 400 Städten vertreten.“
Welche Chancen hat Lalamove gegen Wolt & Co.?
Zuletzt war es vor allem Wolt, das – von Fressnapf bis zu Apotheken und Lebensmittelhändlern – im Zuge einer PR-Offensive einen stationären Anbieter nach dem anderen gewinnen konnte.
So wollen Wolt & Co. zum nächsten Amazon werden. Siehe dazu gerade auch Uber Eats will sich Delivery Hero für 10 Mrd. Euro schnappen.
Während Amazon nun zunehmend auf Amazon Now setzt, war zuletzt JD mit JoyExpress auf dem deutschen Markt angetreten.
Sehr gespannt kann man auch sein, ob, wann und in welcher Form auch Chinas Weltmarktführer Meituan mit Keeta einen ersten Vorstoß nach Europa wagt.
Frühere Beiträge zum Thema:
- Was Amazon Logistics für das zweite Jahrzehnt plant
- Amazon bringt Prime Now zurück – als Amazon Now
- JD Logistics startet mit JoyExpress für Joybuy – und später wohl auch für MediaSaturn
- Wolt Market tritt jetzt im Wocheneinkauf gegen Knuspr & Co. an
- Wie Wolt Flink für die Expansion im Lebensmittelbereich nutzt
- Wolt positioniert sich jetzt als lokaler Marktplatz – mit maximalem Werbepotenzial
- Wenn Liefery nicht mehr liefert, will HelloFresh selber liefern
- Wie Wolt, Lieferando und Foodora für On-Demand-Lieferungen trommeln
- Also doch: Otto und Hermes machen Liefery dicht
- Exchanges #392: Instant Economy – Denkanstöße aus China
- Exchanges #377: Local Commerce heute und morgen
Kategorien:Logistik


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