3D-Copy-Shops: Makerbot nach der $400 Mio. Übernahme

von Steffen Greschner und Jochen Krisch

403 Mio. US-Dollar in Aktien, plus weitere 201 Mio. Dollar erfolgsbasierten Anteil, hat sich der israelische 3D-Druck-Spezialist Stratasys
die Übernahme von Makerbot, einem der Pioniere im 3D-Consumermarkt, kosten lassen. Durchaus imposant für
ein Unternehmen mit einen Jahresumsatz von 15,7 Mio. Dollar, der sich
allerdings schon 2013 vervielfachen soll (siehe die Charts zur Übernahme (PDF)).

Makerbotshighlights

Denn kaum ist der größte Deal der 3D-Printing-Branche unter Dach und Fach, gibt das Team von Makerbot richtig Gas und bekräftigt sein Ziel, 3D-Technologie auf jeden Schreibtisch bringen zu wollen:

Makerbot

"MakerBot is still MakerBot. MakerBot’s mission to be the global leader in the desktop 3D printing industry by putting a MakerBot on the desk of every engineer, architect, industrial designer, educator, student and in the home, remains the same."

Nur konsequent ist darum auch der gerade verkündete Ausbau einer Vertriebskooperation mit Microsoft. Makerbots stehen in den USA demnächst in allen Microsoft-Stores.

Makerbot auf dem Weg zu einer Art 3D-Kopierer

Für diese Woche steht zudem der lange erwartete Launch des Makerbot Digitizer ("Select, Scan, Print"), an, einer wesentlichen Komponente im Makerbot-"Ökosystem" (via):

Makerbotecosystem

Makerbot scheint sich an das zu halten, was vor einiger Zeit Anil Dash ausgeführt hat ("Teleportation: Warum 3D-Drucker Scanner haben sollten")

In der Branche glaubt man, dass Makerbot auch gut von den Stratasys-Patenten profitieren könnte:

"Whatever MakerBot do or do not take on-board from Stratasys you can be
sure that their next printer will be a huge leap for desktop 3D
printing.

Stratasys have over 20 years of expertise in the arena and
that added to MakerBot’s standing in the consumer market makes this a
match made in heaven but a match made in hell for the competition."

Welche Kreise das Thema 3D-Druck mittlerweile zieht, zeigt auch der Schritt des Paketdienstleisters UPS. Sukzessive will man in den Staaten UPS-Stores mit 3D-Druckern ausstatten.

Für Aufsehen sorgte zuletzt auch Amazon mit seiner neuen Kategorie für 3D-Printer (via). Amazon-Chef Jeff Bezos war einer der frühen Investoren in Makerbot (siehe Bezos Expeditions), das 2009 in New York gegründet wurde.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:3D-Printing, Amazon, Make Economy, Shopboerse

1 Antwort

  1. 3D drucken wird wohl das nächste Große Dinge werden – Gerade in der heutigen Konsum und Wegwerfgesellschaft sind die Einsatzmöglichkeiten ja enorm, sobald Technik und Preis mitspielen.
    Es geht ja im privaten Bereich nicht nur um Schlüsselanhänger oder ein Türschild, sondern eher um alle Plastikteile die man bisher teuer kauft (Autoteile oder Motorradverkleidungen, Bilderrahmen)
    Und Tupperware erzielt ca. 2 Milliarden Umsatz – da kann man sicherlich ahnen was für Musik in der Thematik sein könnte wenn man nicht nur an Haushaltswaren denkt.

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