Mary & Paul entwickelt sich zum zentralen Projekt „Collins“

"Mary & Paul ist seit Oktober 2013 für Sie am Start, aber noch längst nicht am Ziel."

Vieles deutet darauf hin, dass Mary & Paul eines der zentralen, wenn nicht das zentrale Otto-Projekt "Collins" wird.

Die MaryandPaul GmbH ist mit 100.000 Euro Stammkapital im Handelsregister eingetragen, die Marke angemeldet, seit drei Wochen ist auch das Gütesiegel erteilt. Und – ganz im Stil von Collins – heißt es in der Selbstdarstellung:

Maryandpaul

"Wow, ein neuer Onlineshop ist auf dem Markt. Stop! Mary & Paul ist neu, jung und brennt darauf Großes auf die Beine zu stellen.

Das Team gibt hier richtig Vollgas. Mode-Einkäufer, Logistiker, IT-ler und viele weitere fleißige Köpfe arbeiten unaufhörlich daran, Mary & Paul auszubauen.

Was Sie auf Mary & Paul erwartet sind beliebte Marken, trendy Looks und jeden Tag neu hinzugefügte Fashion-Highlights."

Andere (Test-)Seiten und Collins-Kandidaten aus dem Modebereich – wie Seven Dresses oder 1-2-Fashion – sind hingegen nicht mehr aktiv.

Von 2006 bis 2012 gab es schon einmal einen Mary & Paul Online-Shop für Mode. Dieser hat allerdings seinen Geschäftsbetrieb zum 31.8.2012 eingestellt.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

  1. Momentan ist der Online-Shop lediglich eine schöne Hülle (oder eben zeitgemäßes Online-Shop-Design) um das OTTO-Fashion-Sortiment (inkl. hohem Anteil an Eigenmarken).
    Da ist noch deutlich Luft nach oben für echten Fashion-Glamour!

  2. Warte mal. Die arbeiten jahrelang an einem so geilen genialen hipster Projekt und am Ende kommt raus, dass es sich um einen SHop handelt, der saniert wurde und aussieht wie jeder andere e-Modeshop???? WOW. Einfach nur WOW.

  3. für einen Analysten war das in jedem Fall zu kurz geschlossen

  4. Naja, mehr als einen Fashion-Shop, der aussieht wie 200 andere, ist bisher noch nicht zu sehen. Dass man da jetzt unter der Haube einen ganzen Haufen hippe Sachen hat, kann man ja schlecht sehen als Käufer.
    Bin wirklich mal gespannt, ob da mehr draus wird. Es ist halt immer schwierig für ein Team, wenn man mit solchen gewaltigen Erwartungen konfrontiert wird. Otto jr., ganz viel Geld, ein Truppe echter Fachleute, die gesamte Konzernpower im Rücken. Das muss einfach gewaltig toll werden.

  5. Gruselig. Die Sprache ist einfach gruselig, wenn man die Über Uns Seite liest. So denkt wahrscheinlich Michael Otto, wie junge Leute reden. Und die Azubinen sind dann mit 22 Jahren Styleberaterinnen und sagen so Sachen wie „der Blazer ist das ultimative non plus ultra…“ Au weia, viel länger warten will man da nicht gerade. Peinlich. Was berechtigt denn hier noch zu Vorschusslorbeeren nach dieser Zeit?

  6. Warten wir doch mal ab was da noch kommt. Jetzt zu urteilen wäre doch sehr verfrüht.
    Aktuell ist es ein relativ normaler Fashion-Shop, der seine besonderen Merkmale wie rund um die Uhr-Styleberatung, sehr kurze Lieferzeiten etc. primär in den Fokus stellt und viel mit den Produktbildern spielt.
    Seotechnisch ist Onpage allerdings noch einiges im Argen (ich weiß Jochen, du kannst nur schmunzeln wenn du das liest, aber seo/google ist nunmal Trafficquelle Nummer 1 bei fast allen Online Shops).
    Ich für meinen Teil wünsche den Jungs auf jeden Fall alles Gute mit ihrem Shop und hoffe sehr, dass Otto damit eine ernsthafte Konkurrenz zu den ganzen aufgepumpten VC-Buden aufbauen kann.

  7. @Kai Das SEO-Thema dürfte bei diesem Projekt erst mal ne untergeordnete Rolle spielen, bis die damit mal bei den wichtigen Keywords auf die erste Seite kommen, vergehen Jahre. Ich glaube nicht, dass die damit wirklich planen.
    Dein letzter Satz passt aber nicht, denn Collins ist erst mal nichts anderes als eine mit sehr viel Geld aufgepumpte Bude. Nur dass das Geld eben nicht von Kinnevik oder Tengelmann kommt, sondern von Otto.

  8. @Kai im Gegenteil, ohne SEO-Analysen würde mir definitiv was fehlen :-)

  9. @Claus
    Es ist ein himmelweiter Unterschied ob du externe Geldgeber hast oder das Geld aus dem eigenen Haus kommt. Natürlich wird Collins mit hohem finanziellen Einsatz aufgebaut, anders kann man ja auch in dem Bereich keinen Blumentopf mehr gewinnen. Aber eben mit eigenem Geld.
    Und Seo spielt da 100%ig von Anfang an eine große Rolle. Es gibt niemanden, der darauf verzichten kann, wenn er ernsthaft lange im E-Commerce was erreichen möchte (zumindest kenn ich bis auf wenig Ausnahmen wie westwing.de niemanden).
    Die Otto-Gruppe hat soviel interne „Linkpower“, dass die das Projekt mit guter PR-Arbeit + Branding relativ schnell hoch in die Serps bringen. Das sieht man bei allen Projekten, die Bigplayer wie Verlage oder die Telekom angehen (Beispiele: lottohelden.de, zuhause.de, lecker.de usw)
    @Jochen
    Dann bin ich ja beruhigt ;)

  10. Ich finde auch, dass es bisher nur eine zeitgemäße Hülle ist. Und mal ehrlich – wie faszinierend wirkt denn diese Brand „Collins“? So wie es viele Brillen-Onlineshops gibt, bei denen alle zwar tolle Besucherzahlen aufweisen aber nur ein oder zwei wirklich absahnen, so wird Collins zu denen gehören, die zwar mehr verkaufen als ein One-Man-Show-Webshop, aber Shops wie Zalando nicht das Wasser reichen können. Und ob SEO- bzw. Backlink-Power wirklich alles ist, glaube ich nicht. Es ist super wichtig, in den SERPs ganz oben dabei zu sein. Aber wer sich durch den Shop nicht angesprochen fühlt, wird nur schwer zum „Konvertiten“ ;)
    LG Miguel

  11. Das ist korrekt, doch was macht Zalando in seinem Shop denn viel besser als viele Shops, die von kleinen Firmen betrieben werden ?
    Ich sehe da nicht sonderlich viel konversiontreibende Elemente, die unique lediglich bei Zalando vorhandenden sind. Der große Vorteil sind deren Serviceleistungen (schneller Versand, Vertrauen in die Marke, viele Kundenrezensionen etc), aber das sind alles Dinge, die ein „Collins“ später genauso transportieren kann bzw. es jetzt in dem Shop bereits umsetzt.
    Das Brand Otto ist stark und wenn es gelingt, dieses Markenvertrauen auf „Collins“ abzubilden, dann sehe ich keinen Nachteil gegenüber von Zalando.
    Aber wie gesagt, warten wir mal ab was da kommt. Das der Shop kein neues Zeitalter der E-Commerce-Shops einleiten wird, sollte eigentlich logisch sein. Das braucht es auch nicht, denn die größten Player im E-Commerce (z.B. Amazon) fahren mit dem KISS-Prinzip wunderbar.

  12. Ein bisschen Offtopic, aber trotzdem spannend. Ein aktueller Lesetipp für alle, die glauben, sie könnten ihr Online-Business ernsthaft auf SEO bauen: http://variety.com/2013/biz/news/epic-fail-the-rise-and-fall-of-demand-media-1200914646/

  13. Also ich kenne recht viele Leute die ausschließlich mit SEO in den letzten Jahren zu Millionären geworden sind. Nichts desto Trotz sollte ein Online Shop natürlich nicht nur auf diesen Kanal setzen. Aber auf ihn zu verzichten bedeutet bei 90% aller E-Commerce Firmen den günstigsten und größten Trafficstrom nicht zu nutzen und häufig unweigerlich den Untergang.

  14. Kai schreibt: „Also ich kenne recht viele Leute die ausschließlich mit SEO in den letzten Jahren zu Millionären geworden sind“.
    Diese Leute kenne ich auch: Inhaber von SEO-Agenturen…

  15. Ich rede nicht von Inhabern von SEO-Agenturen, sondern von Shopbetreiber, deren primärer und teils einziger Umsatzkanal SEO war/ist.
    Das es nicht nachhaltig gesund ist nur auf diesem Bein zu stehen, steht außer Frage.
    Dennoch ist es in diesen hochkompetitiven Marktbereichen, wie in diesem Fall Fashion, unerläßlich. Was Nischen angeht, mag das anders aussehen…

  16. @Kai Was Du dabei aber immer verschweigst, ist die Tatsache, dass SEO sehr gut für absolute Nischen bzw. ein unique Sortiment gut funktioniert, bzw. für die, die sich ihr Standing über Jahre aufgebaut haben. Wer heute in den Markt geht mit einem Produktportfolio mit hohem Wettbewerb und sich einbildet, er könnte innerhalb eines halben Jahres einen Grossteil seiner Kunden über SEO in den Shop kriegen, wird bitter enttäuscht. In seriösen Businessplänen steht das deshalb auch kaum noch drin. Freilich ist SEO die günstigste Form der Akquise, aber wenn ich nur 5% meiner Kunden über SEO bekomme, hält sich die Wichtigkeit in Grenzen.
    Wer heute sein Geschäft auf SEO aufbaut, braucht schon einzigartige Produkte. Imho steht der SEO-Aufwand und der Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis mehr.

  17. Ich sage ja nicht, dass jemand sein Business auf SEO aufbauen soll, sondern lediglich, dass er es vom Start weg nicht vernachlässigen darf. Wenn man, egal ob in der Breite oder in der Nische, mit einem Shop startet, der von Onpagefehlern nur so wimmelt, verschenkt man unnötig enormes Potential. Dabei ist es überall nachzulesen, auf was man bei der Erstellung eines Shops seoseitig zu achten hat.
    Schau dir z.B. mal schlafwelt.de von Otto.de an. Der Shop ist nicht mal 1,5 Jahre online und hat ein beachtliches Niveau in den Serps erreicht. Der Bereich, in dem der Shop sich bewegt ist hochkompetitiv und dennoch wurde hier binnen eines 3/4 Jahres (SI von 0 auf knapp 5) im Bereich SEO alles an Konkurrenz abgehängt. Weiteres Beispiel aus dem Geschenkbereich: danato.com.
    Wer glaubt, dass SEO heutzutage nicht mehr funktioniert, der hat einfach von der Materie keine Ahnung. Es gibt lediglich mehr und andere Spielregeln als damals zu beachten, nicht mehr und nicht weniger.

  18. Ich würde mich vom aktuellen „Status quo“ nicht täuschen lassen. Die Geschwindigkeit von 0 auf „jetzt“ in nicht einmal einem Jahr ist schon bemerkenswert. Insbesondere wurde dieses Jahr sehr stark auf das Thema „Lernkurve“ gesetzt und viel (wenig sichtbar) ausprobiert.
    Neben der Technik und der Idee dem Nutzer relevanten Content/Produkte auszuliefern ist bei allen Fashion-Shops nach wie vor, dass Thema „Produkt & Marken“ extrem wichtig. Und hier hat sich m.E. Mary & Paul einiges vorgenommen um sich final von den wie Claus geschrieben hat „200 anderen Onlineshop“ sicherlich noch unterscheiden. Viele der 200 anderen bilden ein Sortiment im Bereich „passt schon“ ab – Begehrlichkeiten werden häufig nicht geweckt. Und hier liegt insbesondere gegenüber Zalando m.E. auch ein gewisses Potential. Die u.a. durch viel Geldeinsatz erkaufte schiere Größe von Zalando lenkt häufig davon ab, dass eine der großen Herausforderungen die Sortimentsplanung ist. Wenn der Kunde aufgrund zu großer Auswahl oder einer falschen Strategie keine relevanten Produkte & Marken findet, sinkt die Gunst sehr schnell ab.
    Ein Beispiel: die Ranking Algorithmen in den Zalando Gallerien nach „Eigenmarke“ und „eigener Stock“ zuerst, führen zu Deckungsquoten aber nicht zwangsläufig dazu, dass der Nutzer relevante Produkte finden wird.
    SEO ist sicherlich ein Baustein – aber die „wahre“ Herausforderung liegt aus meiner Sicht insbesondere im Produkt-, Bestand- und Shopmanagement. Und das Gefährliche hierbei ist insbesondere, dass diese Faktoren schwer messbar sind. SEO & SEM kann ich messen – ob ich als Betreiber wirklich die richtigen Marken & Produkte habe ist deutlich schwerer nachvollziehbar:
    Oder wer hat im Onlinebereich bei den „200 anderen“ schon einmal eine KPI für Brandmanagement oder Warenmanagement gesehen…? Wer verfolgt, wieviel mehr man vielleicht verkauft hätte, wenn ich beim Saisonstart noch Bestände auf Basis von statistischen Prognosen nachgeordert hätte…?
    Sobald ich als Betreiber relevante Produkte und Marken mit einer hohen Begehrlichkeit habe, kommt der Nutzer tendenziell „alleine“ wieder, ich brauche evtl. weniger Discounts und das Thema Traffic generieren (bspw. SEO) wird weniger relevant. Aber – dahin zu kommen ist tatsächlich auch eine Herausforderung – der sich Antevorte aber sicherlich stellt.

  19. Danke für dieses Plädoyer! Diese Punkte kommen mir in der Online-Debatte immer viel zu kurz.

  20. Naja Sebastian schreibt hier von zwei Paar Schuhen, Trafficgenerierung und Traffic-Conversion. Und z.B. meine Kritik geht klar in die Richtung Trafficgenerierung, denn hier liegt Potential im Onpage-Bereich brach.
    Das es auf weitaus mehr ankommt, als nur Traffic zu generieren, steht außer Frage.

  21. Ich glaube, dass in Hamburg einige Leute sitzen die sehr genau wissen was gemacht werden muss. Lasst Euch vom aktuellen Status quo nicht täuschen. Auch bei Zalando war in den ersten Jahren nicht alles auf dem heutigen Niveau. Die entscheidende Frage ist ob und wie schnell man dahin kommt.

  22. Mary & Paul versendet ja ausschließlich mit Hermes lt. deren FAQ. Wenn sich die Collins-Leute nichtmal auf DHL einlassen dürfen, scheinen sie ja einigen Restriktionen zu unterliegen.

  23. Naja, das würde ich jetzt nicht unbedingt als Restriktion bezeichnen. Wenn irgendwas machen muss, was im Markt keine Chance hat, dann wäre es blöd. Hermes macht in dem Segment einen guten Job, und hält die Kosten von Collins im Rahmen. Ausserdem, warum sollte man Geld der Konkurrenz in den Rachen werfen, wo man das selbst ebenso gut hinbekommt. Die Entscheidung für Hermes ist sicher nicht „unter Zwang“ gefallen, sondern eher aus Überzeugung und wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
    Schwieriger wäre es, wenn die Collins-Leute gezwungen wären, ausschliesslich Dinge zu vermarkten, die der Otto-Einkauf rangeschleppt hat. Aber das soll ja angeblich nicht so sein.

  24. Haha…“ist neu, jung und brennt darauf Großes auf die Beine zu stellen“ der Screenshot stellt dies unter Beweis ->
    http://goo.gl/mjfXrz

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