dm bringt seinen Online-Shop an den Start

Hier bin ich Mensch, hier kauf ich online. So oder so ähnlich heißt die Devise künftig bei dm, das seine Kunden seit heute auch hierzulande online bestellen lässt:

dmde

„Ab sofort können Kunden unter http://www.dm.de zum günstigen dm-Dauerpreis einkaufen. Damit eröffnet das Unternehmen den ersten zeit- und ortsunabhängigen dm-Markt.

Im Zuge der Weiterentwicklung der Unternehmenswebsite wurde das neue Serviceangebot Einkaufen auf dm.de ergänzt.“

Der dm-Shop läuft auf Hybris. Das Fulfillment liegt bei Trans-o-flex. („trans-o-flex Logistik-Service betreibt zentrales Online-Verteilzentrum für dm-drogerie markt“).

Mehr zur Strategie in der Pressemitteilung.

Nach der Schlecker-Pleite war im Drogeriemarkt vor allem Rossmann im Online-Handel aktiv („Als Rossmann und Schlecker Windeln.de den Weg freimachten„); Müller verschickt Online-Bestellung weiter nur in Filialen; und Budnikowsky setzt online vor allem auf Spezialsortimente.

Wer den persönlichen Austausch sucht: Die Online-Treiber von dm, Rewe, Tengelmann, Lidl, Windeln.de und vielen anderen sind im September auch wieder auf der K5 Konferenz vertreten.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food

16 replies

  1. So richtig was raffiniertes konnte ich nun aber nicht im Shop entdecken. Ist einfach nur Standardkost

    • Ich finde, dass der Shop sowohl aus technischer als auch aus optischer Sicht durchaus gelungen ist und sich auch gut und einfach bedienen lässt. Logischer Aufbau der Kategorien, gute Produktpräsentation und einfache Handhabung.
      Nur die Darstellung der Preise mit den versetzten Centbeträgen finde ich gewöhnungsbedürftig, aber das ist Geschmackssache.
      Was sicherlich eher zum „Problem“ werden wird, sind der Mindestbestellpreis von 25 € und die Versandkosten. Das ist der verwöhnte Kunde durch Amazon nicht mehr gewohnt und dürfte an der Conversion Rate nagen.

      • Schlimmer noch. Jedes weitere Paket schlägt mit zusätzlichen 4,95€ zu Buche.
        Da überlege ich mir doch sehr genau, ob ich noch einen Artikel mehr bestelle.
        Andernorts werden „Heavy User“ belohnt.

      • @Gerald Dziersk: was nutzt ein „Heavy-User“ wenn die Rendite dann negativ wird? Das Handling + Versand mehr kosten als ich Ertrag haben kann? Ich dann – zumindest einen Teil – des Filialgeschäfts verliere und dabei dann auch noch draufzahl?

  2. Trans-o-Flex macht Fulfillment, geliefert wird von Hermes und DHL? Interessante Kombination

    • Macht aber durchaus Sinn. Die TOF-Zusteller sind aus meinen persönlichen Erfahrungen mit der Endkundenbelieferung eher überfordert. Hermes/DHL sind da – trotz aller Defizite – deutlich besser aufgestellt.

  3. Mindestbestellwert, Versandkosten selbst bei Filiallieferung und fehlende Mobilfähigkeit im Jahr 2015? Srsly?

    Der Name der Software scheint für die Gesamtstrategie zu stehen: „Die Hybris [ˈhyːbʀɪs] (griechisch ὕβρις hǘbris ‚Übermut, Anmaßung‘) bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts. Man verbindet mit Hybris häufig den Realitätsverlust einer Person und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Leistungen und Kompetenzen“

    Wir werden sehen, ob dieser Versuch erfolgreich wird

    • Ja eben. Und DM ist auch so ein „niemand“ am Markt, die müssen jetzt rein ins Online und dabei minimum 100 Millionen verbrennen wie’s die Samwer’s so richtig vormachen….

      Wo kommen wir denn da hin wenn plötzlich das gesamte Modell dahinter auch noch wirtschaftlich tragbar gemacht wird? Evtl. sogar ohne seine eigenen Filialen zu killen….

      (Hint: das war Sarkasmus – oder anders: *warum* soll DM denn Geld verbrennen?)

      • Sarkasmus in allen Ehren, aber das ist doch die falsche Herangehensweise an den Shop. Die Rechnung ist doch simpel. Mit Einstiegshürden wie Mindestbestellwert und Versandkosten pro Paket wird am Ende halt kein Erfolg entstehen. Hohe Hürden -> Keine Bestellungen -> Kein Gewinn.
        Dann ist am Ende der einzige Zweck des Shops die Marke online zu vertreten. Und ich glaube, so ist das nicht gedacht.

      • @KB

        Richtig. Man muss nicht jedem (unprofitablem) Kunden hinterher rennen. Also nix gegen ‚intelligente‘ Schwellen. Muss ja nicht gleich „versandkostenfrei + 0€ Mindestbestellwert“ sein.
        Insofern sind die 4,95€ pro Paket wohl nicht das letzte Wort von DM. Abwarten!

        Dumm nur wenn viele Shop-Besucher sich ihre negative Meinung dann aber schon gebildet haben.

  4. Interessant ist bei solchen Standardverbrauchsgütern wie Drogerieprodukten ja v.a. der Preis und da ist dm online und offline oft unschlagbar. Trotz Versandkosten liegen Markenwindeln 5-10% bei dm.de unter Amazon oder windeln.de. Bei Amazon sind zudem viele Drogerieprodukte absurd teuer und die Produktauswahl durch zahllose Produktvarianten und Bündelungen undurchsichtig. Auch wenn dm.de spät kam hat m.E. niemand die letzten Jahre genutzt um eine halbwegs vernünftige Onlinedrogerie hochzuziehen, wahrscheinlich weil es offenbar ein schwer preisumkämpfter Markt mit geringen Margen ist.

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