Holacracy: Wie weit ist Zappos in Sachen Selbstorganisation?

Neue, sich selbst organisierende Prozesse und Strukturen, mit denen sich schneller auf Veränderungen reagieren lässt, werden auch in E-Commerce-Unternehmen zunehmend ein Thema.

Was für Zalando Radical Agility („Wie kommt Zalando mit dem radikalen Umbau voran?„), zunächst nur im Tech-Bereich, das ist für die Amazon-Tochter Zappos bereits unternehmensweit das Holacracy-Modell („Zappos‘ CEO says this is the biggest misconception people have about his company’s self-management system“):

zappos

„It’s easy, though, to just read the headline of ‚No managers‘ and assume that that means no hierarchy. It’s actually a hierarchy of purpose.“

Business Insider hat ein lesenswertes Update und ein ausführliches Interview zu den jüngsten Entwicklungen bei Zappos („Zappos CEO Tony Hsieh reveals what it was like losing 18% of his employees in a radical management experiment — and why it was worth it“).

Mehr zum Holacracy-Modell auch im zugehörigen Buch von Brian Robertson („Holacracy: The New Management System for a Rapidly Changing World„), dessen deutsche Ausgabe für April angekündigt ist („Holacracy: Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt„).

Hierzulande organisiert sich nach dem Prinzip u.a. Blinkist, das kürzlich Kapital von den Otto-VCs bekommen hat.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Amazon, exceed

4 replies

  1. interessant in dem zusammenhang ist auch die kritik z.b. von bud caddell (https://medium.com/the-future-of-work-is-flox/the-fatal-gap-between-organizational-theory-and-organizational-practice-ccaea23d0815#.8teomwsss und den artikel ) .. es ist natürlich auch ein wenig sales-gefärbt für seine methode (flox), aber zumindest die kritik an glassfrog und am starren, teilweise komplexen regelwerk kann ich (von außen) eher nachvollziehen als den punkt „keine hierarchie = chaos!“

  2. Was mich an dem Thema ja vor allem fasziniert/interessiert, ist die Frage, ob es eine Bottom-Up-Organisation geben kann, die vom Wissen und der Kompetenz des/der einzelnen getrieben ist, – oder ob es immer Top-Down-Strukturen braucht.

    • Ich glaube das kann man nicht global für ein Unternehmen beantworten. Eher auf Team- oder Produktebene. In einer Anfangsphase für ein Produkt ist mE die „kleine Diktatur“ erfolgskritisch, aber im Rahmen der Weiterentwicklung kann bottom up (Extremfall Open Source bei Software) hilfreich sein. Wenn aber globale Einflüsse stattfinden/stattgefunden haben müssen wieder wenige entscheiden.

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