Wo die Zalando Bread & Butter unter den Möglichkeiten bleibt

Als Festival für Fashion, Food & Music mag die „Bread & Butter by Zalando“ funktionieren und in der Modeszene für gute Unterhaltung und reichlich Gesprächsstoff sorgen. Für eine Online-Company mit Tech-DNA bietet Zalando allerdings weiter zu wenig. Ein paar erste Eindrücke gibts von der Textilwirtschaft. Hier die Zalando-Version.

In der Session mit Wyclef Jean (Ex-Fugees), der gerade nach langer Pause ein neues Album präsentiert, wurde deutlich, wie Sony Music Künstler und Marken zusammenbringen will. Neben der großen Show („Zalando dreht die Musik auf“) sind Kooperationen jeglicher Art ein Leitmotiv der Bread & Butter:

Das Angebot an Ausstellern ist mit rund 40 noch durchaus überschaubar. So nutzt Zalando die Bread & Butter auch stark, um seine eigenen Marken (Mint & Berry, Yourturn, Kickz, etc.) zu inszenieren.

Zu einem guten Teil lebt die Bread & Butter von den Influencern, die entsprechend umgarnt werden mit einem ebenso vielfältigen wie aufwändigen Programm. Passend dazu feiert Zalandos Collabary gerade Einjähriges – mit der nicht immer ganz einfachen Aufgabe, Marken wie Wrangler wieder Glanz zu verleihen („Happy Birthday: Wir feiern ein Jahr Collabary und 70 Jahre Wrangler mit dem Summer of Love“):

Erstmals hat Zalando in diesem Jahr auf der Bread & Butter mit einem RFID-Network gearbeitet, wie man es auch von anderen Festivals kennt.

Immerhin, denn wo die Bread & Butter weiter stark zu wünschen übrig lässt, ist es, den Leuten neue Shopping- und Inspirationsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Mit ihrer hohen Influencerdichte böte die Bread & Butter Zalando (und anderen) hervorragende Möglichkeiten für das Seeding und den Launch neuer Apps. Unverständlich beispielsweise, warum es für Trendsetter keine myBB-App gibt.

Zudem kommt Zalando langsam in Dimensionen („Wie Zalando von 5 Mrd. Euro auf 10 Mrd. Euro wachsen will“), wo es sich Gedanken machen muss, ob es weiter als Trittbrettfahrer die Social Media anderer (Facebooks Instagram, etc.) nutzen und promoten will, oder auf eigene Angebote setzt. Siehe beispielsweise Amazon präsentiert Spark als nächste seiner Shopping-Welten.

Doch bei derlei Themen scheiden sich bei Zalando gerade ohnehin die Geister („Exchanges #174: Wer gewinnt bei Zalando?“).

Alles in allem merkt man der Bread & Butter an, dass es sich in erster Linie um ein Promo- und (Brand-)Marketing-Event handelt. Dagegen spricht nichts. Es könnte aber natürlich so vieles mehr sein.

Hier die Pressemitteilung von Zalando („Be Bold: Zweite Ausgabe der Bread & Butter by Zalando mit mehr als 30.000 Besuchern“).

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Kategorien:Zalando

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