Wenns Winter wird im E-Commerce: Sind DHL & Co. gerüstet?

Wenn der Markt so weiter wächst wie bisher, wird der Online-Handel bis 2025 noch den ein oder anderen Kollaps erleben (Exchanges #170).

Fast alle Versandlogistiker laufen den Marktentwicklungen hinterher. Am besten zu verfolgen bei DHL („Warum DHL nicht stärker in den deutschen Markt investiert“).

Doch was, wenn schon dieser Winter nicht so mild wird wie die letzten? Im Supermarktblog gibt es jetzt ein lesenswertes DHL-Update („Achtung, Starkverkehr!“) mit reichlich Stimmen von Vielbestellern:

„Wenn die Deutsche-Post-Tochter DHL morgens in den Zerrspiegel schaut, sieht sie dort: das vielleicht zukunftsumarmendste Unternehmen der Welt. Mit dem Alltag hat die schöne neue Paketwelt allerdings oft nur wenig zu tun.“

Amazon hat sein erstes Winter-Waterloo bereits 2013 erlebt („Christmas Delivery Fiasco Shows Why Amazon Wants Its Own UPS“) und rüstet sich seitdem mit Hochdruck in der Logistik („Amazons gigantische Logistikambitionen“).

Vor allem schafft es für Vielbesteller bequemere Lösungen zur Bestellannahme von Amazon Hub („Amazon präsentiert Hub als Alternative zum DHL-Paketkasten“) über Instant Pickup bis zu Amazon Key („Amazon Key liefert Prime-Kunden direkt in die Wohnung“).

Die Bestellmengen werden sich in den kommenden Jahren vervielfachen. Das stellt die etablierten Logistikplayer vor Herausforderungen, schafft aber Raum für neue und spezialisiertere Player („Wie Picnic mit 100 Mio. € die Foodbranche revolutionieren will“).

Amazon testet u.a. einen neuen Service für Modelieferungen („Try und mehr Anprobier-Services für den Handel von morgen“). Siehe auch Exchanges #179: Farfetch vs. Prime Wardrobe.

Doch wer jenseits von Amazon macht sich im Online-Handel heute schon Gedanken über die Logistikwelt von morgen?

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Amazon

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4 replies

  1. Da muss man aber schon unterscheiden, welche Sachen die Probleme adressieren bzw. welche sie nur vergrößern. Am Ende werden alle Paketdienste das Problem haben / bekommen, dass sie die enormen Mengen von Einzelzustellungen nicht mehr hinbekommen. Das heisst, jemand der ein Paket in der Wohnung ablegt, hilft überhaupt nicht. Schon eher zentrale Paket-Locker oder Paketshops an die größere Mengen zugestellt werden. Einzelzustellung wird in Zukunft Geld kosten und das bei allen Carriern. Auch bei Amazon.

  2. Völlig richtig Claus….aber Amazon wird das am längsten subventionieren können und somit die anderen Dienstleister enorm unter Druck setzen.
    Amazon verdient das meiste Geld mit Cloud Service und kann somit fast jeden Bereich erst einmal eine ganz lange Zeit ausssitzen bis die Martkstellung erreicht ist.

  3. Meine Paketstation hat ein neues Software Update bekommen… und geht seit zwei Wochen nicht mehr!
    Auch ein Lösungsansatz…. *Ironieoff*

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