3 Jahre Zalon und die Entwicklung von Outfittery und Modomoto

Nach dem Siegeszug von Stitch Fix lohnt sich mal wieder ein Blick auf die hiesigen Anbieter im Curated Shopping. Und niemand eifert dabei weiter so schön miteinander wie Outfittery und Modomoto. Während Outfittery ein profitabler Monat genügt, um groß an die Presse zu gehen (PDF), kontert Modomoto eher beiläufig mit dem ersten profitablen Jahr:

„Zum Gewinn äußert er (= der Zalon-Chef) sich nicht, anders als der Berliner Konkurrent Modomoto, der im vergangenen Jahr erstmals eine schwarze Null erreicht hat, wie Geschäftsführer Mathias Fiedler dem Handelsblatt sagt. Auch im vergangenen Jahr habe er einen „zweistelligen Millionenumsatz“ erzielt.“

Vor zwei Jahren lag Outfittery bei 36 Mio. Euro Umsatz, Modomoto bei der Hälfte. Danach haben beide nur noch die Roherträge veröffentlicht, die aber zumindest eine grobe Idee vermitteln, wo in etwa sie heute stehen.

Die Zeiten des explosiven Wachstums scheinen fürs erste vorbei. Stattdessen ist Optimierung angesagt, wie Outfittery kürzlich bei den Codetalks präsentierte:

Vor drei Jahren war auch Zalando mit Zalon in den Markt eingestiegen und hat jetzt erstmals ein paar Zahlen veröffentlicht. So seien bisher „1,1 Mio. Outfits verschickt worden“:

Zuletzt hat Karstadt Kisura aus der Insolvenz übernommen, und wir haben uns gefragt: „Warum lassen sich Otto und About You Kisura entgehen?“ Siehe dazu auch Wo die Otto-Gruppe jetzt den größten Nachholbedarf hat

Über Stitch Fix & Co. haben wir uns ausführlich in den Crossover Exchanges #7 unterhalten. Ein Interview mit der Stitch Fix Chefin gabs gestern auch auf der Code Conference, wo inzwischen sogar Mary Meeker den E-Commerce wiederentdeckt hat.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

  1. Interessant ist, dass Outfittery offenbar einen buchhalterischen Trick verwendet um die Umsätze bzw. Roherträge jedes Jahr etwas zu pimpen und niemand – u.U. auch nicht der Wettbewerb, der diesen Trick anscheinend nicht verwendet – die Sache zu bemerken scheint:

    Zum Jahresende werden sehr hohe Rückstellungen für erwartete Retouren aus noch nicht retournierten Boxen bebildet, die so trotz einer Retourenquote von etwa 75% voll in den Umsatz gerechnet werden. Diese Rückstellungen – für Ende 2015 immerhin € 8,6 Millionen – muss man 1 zu 1 vom Umsatz des Jahres abziehen, wie auch im Bundesanzeiger ab Ende des Rückstellungsabschnitts erläutert.

    Die Umsatzgrafik ist also möglicherweise nicht ganz fair!

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