Mobile Visions: Warum ist Honey Paypal 4 Mrd. Dollar wert?

Wer beherrscht den Mobile Shopping Markt von morgen? – Das bleibt eine der spannendsten Fragen der kommenden Jahre. Sind es die angestammten Shopping-Plattformen wie Amazon oder Zalando? Sind es Alibaba & Co.? Sind es Instagram & Co.? Oder sind es Anbieter wie Paypal, das kürzlich erst durch die 4 Mrd. Dollar Übernahme von Honey aufhorchen ließ?

„Honey is amongst the most transformative acquisitions in PayPal’s history. It provides a broad portfolio of services to simplify the consumer shopping experience, while at the same time making it more affordable and rewarding,“ said Dan Schulman, president and CEO of PayPal.

„The combination of Honey’s complementary consumer products with our platform will significantly enhance our ability to drive engagement and play a more meaningful role in the daily lives of our consumers.“

„If there’s a better price, we’ll find it“ – so wirbt Honey für sich und das sollte allen zu denken geben, die Paypal im Checkout einsetzen:

So beschreibt Paypal Honey und seine Services in den Unterlagen zur Übernahme (PDF). Nicht unspannend dabei die Mobile App mit dem händlerübergreifenden Warenkorb („unified checkout experience“):

Payment-Provider wie Paypal oder auch Klarna (mit seiner Smooth App) wollen bei den Nutzern am liebsten direkt punkten und promoten daher zunehmend die eigenen (Shopping-)Apps.

Mobile Visions für den Handel von morgen

So ist am Markt gerade zu beobachten, dass jenseits des Online-Handels offenbar um einiges mehr Phantasie herrscht, wie die mobile Shoppingzukunft aussehen könnte. Siehe zum Beispiel auch, wie Softbank und Yahoo in Japan PayPay etablieren möchten, erst durch den Einstieg bei Zozo und jetzt noch durch die Kombination mit dem Messagingdienst Line.

Online-Händler ohne Mobile-DNA sollten daher nicht wie selbstverständlich davon ausgehen, dass sie auch 2030 noch die erste Anlaufstelle sind, wenn es ums Online-Shoppen geht. Mehr zu den Herausforderungen auch in den Exchanges #240:

Lesenswertes zum Zusammenschluss von Paypal und Honey auch bei Techcrunch.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Mobile

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  1. Sorry Jochen, Honey ist vieles aber nicht mobile :) Das ist eine Toolbar die einzig und allein auf dem Desktop funktioniert. Die Mobile App ist reines Bullshitbingo und trägt wohl höchstens 1-5% vom Umsatz bei (vermutlich sogar noch weniger). Das kann man auch unschwer daran erkennen, dass die Android App WELTWEIT noch unter 500k Downloads hat (nicht aktive Nutzer, sondern Downloads) – bei einem Unternehmen was Trikotsponsor von einem NBA Team ist und TV-Spots rauf und runter bucht :) Spannend ist es allemal, aber sicherlich kein Mobile Play.

    • hab ich auch nicht gesagt, aber Honey bringt alle Voraussetzungen mit, so dass es Paypal in seine Apps (Paypal, Venmo, etc.) integrieren kann. Und Paypal nutzerseitig alle Voraussetzungen, so dass es die Honey-App pushen könnte. Die spannende Frage ist ja nicht, was Paypal übernommen hat, sondern was es daraus macht.

      • Jein. So funktioniert aber nicht das Geschäftsmodell von Honey :) Man wird sicher nicht wollen, dass der Umsatz auf einmal von 100-200M$ auf praktisch 0 fällt. Honey ist eine Desktop-Anwendung, die durch Affiliate-Provisionen ihr Geld verdient, in einer App funktioniert das nicht. Was Paypal wohl viel eher beabsichtigt ist, dass die gesammelten Prämien (Honey bietet nämlich auch einen Cashback Service) nicht mehr als Gutschein oder Bargeld ausgezahlt werden, sondern direkt in den Venmo/Paypal Account gehen. Damit generieren sie Guthaben und damit mehr Nutzung, ob das aufgeht, ist sicherlich eine andere Frage, aber für PP sind jetzt 4Mrd auch kein Monsterinvestent, wenn auch die größte Investition ihrer Unternehmensgeschichte. Ein anderer Punkt ist, dass Paypal damit weiter vor in den Funnel rutscht. Also nicht mehr erst „am Ende“ der Bestellung gesehen wird, sondern man auch vorher an Paypal denkt. Eine mobile Vision sehe ich hier aber so oder so nicht.

      • ich glaube, das Geschäftsmodell ist das letzte, weswegen Paypal Honey übernommen hat. Aus meiner Sicht geht es hier ausschließlich um Daten, Technologie und die angebundenen Händler, etc. Ich würde sogar bezweifeln, ob Honey als eigenständiger Service überlebt und bin – wie gesagt – einigermaßen gespannt, was Paypal daraus macht. Davon abgesehen halte ich Paypal mit Venmo & Co. für einen der relevantesten Mobile-Player. Und wunder mich eher, dass Du das anders siehst.

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