Wenige Wochen nach dem angekündigten Zusammenschluss mit Lookiero hat Outfittery im Handelsregister nun den Jahresabschluss für 2022 veröffentlicht, inklusive aktualisierter Umsatzupdates und -ausblicke für die Jahre 2023, 2024 und 2025:
„Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind [im Geschäftsjahr 2022] im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. EUR bzw. 7% gesunken […] Das Jahresergebnis verringerte sich um 4,4 Mio. EUR auf -10,7 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2023 konnte nach den zum aktuellen Zeitpunkt vorliegenden Finanzinformationen ein Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich sowie ein leicht besseres Jahresergebnis aufgrund von Wachstumsinvestitionen im Bereich Damenmode erreicht werden.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich über dem Marktwachstum erwartet, sowie ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.
Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung Umsatzerlöse über Vorjahresniveau bei gleichzeitiger deutlicher Verbesserung des Deckungsbeitrags III […] und des Jahresergebnisses gegenüber dem Geschäftsjahr 2024.“
Lookiero hingegen ist 2022 um knapp 15% gewachsen und dann 2023 um knapp 8% eingeknickt. Bei einem gemeinsamen Umsatzniveau von 130 Mio. Euro müssten die Lookiero-Umsätze auch 2024 rückläufig gewesen sein.
Warum übernimmt Lookiero trotzdem die Führung?
Für den Zusammenschluss dürfte allerdings weniger der Umsatz ausschlaggebend gewesen sein als das Ergebnis. So sei Lookiero bei dem Deal laut Manager Magazin bald dreimal so hoch bewertet worden wie Outfittery.
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Wirkt es wie ein typisches Berlin-Mitte-Schauspiel, man fühlt sich an Amorelie erinnert: winziges Geschäft und kein Ergebnis, aber umso größere Selbstliebe, Selbstmarketing und Inszenierung auf LinkedIn. Der PR-Druck auf dich und andere ist wahrscheinlich vor allem als Schutz anstehender Monetarisierungsformate wie Podcast-Serien, Buchveröffentlichungen und Bühnenauftritten zu verstehen.