Was passiert, wenn man sich die Konkurrenz ins Haus holt – das erlebt Otto seit 5 Jahren beim Marktplatzgeschäft, wo das hauseigene Handelsgeschäft nicht mehr mithalten kann und 460 Mitarbeiter:innen gehen müssen.
Heute gabs die Otto-Zahlen für 2025/26, erstmals präsentiert von den Ex-Zalandos, die bei Otto jetzt die Führung übernommen haben:
- Demnach konnte Otto das GMV von 7 Mrd. Euro auf 7,5 Mrd. Euro (+6%) steigern.
- Davon entfielen 3 Mrd. Euro (+9%) auf das Marktplatzgeschäft, während das Handelsgeschäft lediglich um 3% zulegen konnte.
- Nach fünf Jahren erreicht der Marktplatz damit einen Anteil von rund 40%.
Obwohl das Gesamtwachstum unter dem des Vorjahres lag, hat Otto seine Ziele nach oben geschraubt. Statt 2030 soll die 10-Milliarden-Marke jetzt schon 2028 fallen.
Umsatzseitig tut sich Otto hingegen weiter schwer. Sie liegen mit 4,7 Mrd. Euro (+7%) weiter unter dem Höchststand von 2021, nun aber wieder etwas höher als vor 5 Jahren.
Frühere Beiträge zum Thema:
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- Otto will mit der großen Entlassungswelle bis Januar warten
- Otto erhöht seine Sparziele von 80 Mio. € auf 110 Mio. €
- Otto-Bilanz 24/25: Die Otto-Group will erst 2028 wieder Gas geben
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- Können die (Ex-)Zalandos Otto fit machen für die Zukunft?
- Otto und die Kluft zwischen Marktplatz und Handelsgeschäft
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Kategorien:Shopboerse, Ultimondo

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