Bei Otto boomt der Marktplatz weiter, im Gegensatz zum Handelsgeschäft. Während der Otto-Marktplatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 24% zulegen konnte auf ein GMV von 2,8 Mrd. Euro, blieb das Handelsgeschäft mit einem GMV von 4,2 Mrd. Euro leicht unter Vorjahr. Insgesamt steigerte sich Otto auf ein GMV von 7 Mrd. Euro (+9%) und auf Umsätze von 4,4, Mrd. Euro (+5%).
Otto muss weiter abspecken
Damit fehlen Otto allerdings immer noch 700 Mio. Euro Umsatz im Vergleich zum Jahr 2021/22, die durch weitere Stellenstreichungen und ein 80 Mio. Euro Sparprogramm kompensiert werden sollen, für das Otto McKinsey engagiert hat:
„Wir sehen aber auch, dass der gesamtkonjunkturelle Rückenwind weiter ausbleibt. Daher ist es im Geschäftsjahr 2025/26 umso wichtiger, dass wir uns wirtschaftlich weiterhin konsequent profitabel aufstellen, Kosten einsparen und interne Prozesse weiter optimieren.“
Ausführlich berichtet haben dazu zuletzt auch die Hamburger Morgenpost („Bis zu Tausend Stellen: Kahlschlag bei Otto geplant!“) und das Hamburger Abendblatt („Homeoffice-Regeln: So läuft es nach dem Shitstorm bei Otto“).
Interessanterweise will sich Otto nicht nur im Kundenservice und im Einkauf, sondern auch in der IT verschlanken.
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Kategorien:Shopboerse, Ultimondo


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