Was sich Otto vom eigenentwickelten Shopsystem verspricht

Verkehrte Welt: Während ein eingefleischter Pureplayer wie Zooplus auf eine Standardlösung wechselt, favorisiert nun ein "Digital Immigrant" wie Otto eine eigenentwickelte Systemlösung.

Die Internetworld hat dazu ein sehr lesenswertes Hintergrundgespräch ("Es geht nicht nur um neue Features"):

Ottoalpha

"Wir arbeiten agil, das heißt, wir haben heute schon ein fertiges Produkt
und dieses bereits mit unterschiedlichen Zielgruppen konfrontiert.

Seit
Oktober vergangenen Jahres können die Otto-Mitarbeiter über die neue
Plattform
einkaufen. Seit einigen Wochen erproben wir die Lösung außerdem im Alpha-Test mit mehreren 10.000 eingeladenen Kunden.

Es wird
also nicht zu einem Big-Bang kommen, sondern wir entwickeln das Produkt
evolutionär weiter."

Bei der Shoppingtechnologie ist in den kommenden Jahren einiges an Innovationssprüngen zu erwarten. Entsprechend hat uns das Thema auch auf der Exceed wieder beschäftigt.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Ultimondo

7 replies

  1. Für Otto macht das sicherlich auch noch aus einem anderen Grund Sinn. Seit Intershop einem Wettbewerber quasi gehört, ist es sicherlich gefährlich, das Herzstück seines Geschäfts davon abhängig zu machen.
    Aber spannend wird die Sache für Otto ja erst, wenn statt 10.000 eingeladenen Kunden der komplette Traffic auf der neuen Plattform landet. Dann wird man sehen, ob das wirklich der grosse Wurf ist, auch technologisch. Immerhin sieht man diese Sache ja schon mal als grosse Herausforderung. Aber die anderen Riesenplayer haben das ja auch hinbekommen.

  2. Ich finde es sehr spannend zu sehen was da passiert. Entgegen der Äußerungen von Hr. Schnieders halte ich es schon für etwas Einzigartiges, was OTTO da versucht.
    Wieviel kann ein modernes Frontend/ Shopsystem bewirken, wenn das Backend und das Geschäftsmodell dahinter marode ist? Ich hoffe für OTTO, dass die Antwort nicht zu viel Ernüchterung bringt.
    Was ich mich immer Frage: Wieso muss man auf der Artikeldetailseite noch einmal Klicken um die Produktdetails zu sehen, hat dann aber keine Bilder mehr?
    Spannend finde ich auch, dass sich OTTO konsequent auf die Zielgruppe “moderne Frau” konzentriert. Es wird ja immer stärker über female-commerce gesprochen. Findet sich der Aspekt in der Seite wieder?

  3. Grundsätzlich denke ich mal, wird die Seite den Ansturm aller Nutzer aushalten, die Frage ist doch, ob man bei einer –> vor allem agilen <– Eigenentwicklung seine Architektur langfristig im Griff hat und die damit verbundenen Kosten.
    Man kann es leider nur bezweifeln, immerhin sieht Hr. Schnieders ja auch Scrum und TechLeads, die Teamzusammensetzung usw. noch als hoch innovativ an. Willkommen Otto im Jahr 2008/2009 … Genau wie die Geschäftsseite hinkt auch die Technikseite offenbar dem Standard Jahre hinterher, hoffen wir mal, dass das gut geht …
    "Es wird also nicht zu einem Big-Bang kommen, sondern wir entwickeln das Produkt evolutionär weiter." naja … das kann man sich auch schön reden, letztlich ist es doch ein Big Bang, wenn statt 10.000 Kunden, 100.000ende Kunde auf der Plattform sind und die werden auch nicht Schritt für Schritt darauf gelassen, klar muss man dann weiterentwickeln, aber das ist jetzt auch nicht das große Geheimnis, mit dem Otto erfolgreich wird … Es scheint, der Führungsetage fehlt Perspektive und Wissen, weil das was da in den Interviews erzählt wird, klingt eher nach Halbwissen und Schlagwörtern von Anderen, ohne das selbst zu reflektieren … :(

  4. Die Frage eigenes System oder “von der Stange” stellt sich eigentlich garnicht. Bei beidem entscheiden die Prozesse dahinter. Otto muss es schaffen die klassischen Medien, die immer noch einen Stellenwert haben, mit den Onlineaktivitäten zu verknüpfen. Meineserachtens wird der Erfolg oder NIchterfolg an 2 Fronten entschieden: beim Kunden und in der IT. Klingt seltsam, aber wenn man die Versandhandelsbranche seit den 90er Jahren beobachtet, finden sich viele Projekte zur Optimierung der Werbemittel-Prozesse aber recht wenige ganzheitliche Strategien. Dies hat sich leider bis dato kaum geändert…

  5. Eigentlich könnte OTTO doch einfach Hybris kaufen, oder?

  6. Ja, oder Intershop, die würde es für einen Bruchteil des Preises von Hybris geben. :-)

Trackbacks

  1. Exchanges #52: Shopsysteme gestern, heute und morgen « Exciting Commerce

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