Exceed: Wer sollte wann mit internationalen VCs sprechen?

Sollen deutsche Startups mit internationalen VCs reden? – Diese etwas absurde Debatte hat in dieser Woche die Gründerszene losgetreten.

Zumindest für Startups, die an innovativen Ideen und zukunftsträchtigen Konzepten arbeiten, kann man sagen: Auf jeden Fall! Verplempert Eure Zeit nicht mit der hiesigen Szene, die ihr Heil immer noch vor allem in billigen Klons sucht, sondern sprecht ruhig frühzeitig mit internationalen Investoren, die näher am Puls der Zeit operieren und von deren Feedback ihr nur profitieren könnt.

Nicht zuletzt durch sein internationales Standbein ist Exciting Commerce inzwischen zu einer frühen Anlaufstelle für internationale VCs geworden. Und der Austausch in den letzten Monaten lässt deutlich erkennen, dass die US-Investorenszene aufgewacht ist und sich zunehmend für neue E-Commerce-Themen, und natürlich auch für das, was in Europa passiert, interessiert.

Und es ist ja auch nicht weiter verwunderlich ("Entertainment Commerce"):

"As I’ve said before, I’m really excited about the trend towards shopping as entertainment that we’ve been starting to see recently, epitomized by companies like
Gilt and HauteLook.

I think we’ll see more models of “push commerce”
like this and am looking for them at the conference, and in general. If
you’re doing things like this, contact me!"

Auch das Exceed-Programm wird sich, wie von Exciting Commerce gewohnt, an internationalen Standards orientieren. Im Rahmen des Exciting Commerce Seed Programms suchen und unterstützen wir deshalb vor allem Ideen, die internationale Relevanz haben und für die man dann auch vergleichsweise früh internationale Kapitalgeber begeistern kann.

Und ist es denn wirklich so, wie bei Gründerszene unterstellt, dass US VCs nicht in Europa investieren? Sicher, mit billigen Kopien lockt man keinen der internationalen VCs so wirklich hinter dem Ofen hervor. Aber für originär neue Ideen mit zwar ungewöhnlichen, aber tragfähigen Geschäftsmodellen sind sie durchaus zu begeistern.

Nicht zuletzt deshalb wurden sowohl Vente-Privée (durch Summit Partners) als auch Swoopo (durch August Capital) zuletzt von US-Investoren finanziert. Und das in der Gründerszene gescholtene Insight Venture Partners mag zwar einer der öffentlichkeitsscheusten VCs sein, hat aber mit Threadless/SkinnyCorp, Karmaloop und Investments in Hautelook oder den spanischen Privalia Club einen wirklich hervorragenden Track Record im Bereich einzigartiger E-Commerce-Modelle.

Zum für europäische Verhältnisse vielleicht befremdlichen Vorgehen der US Wachstumsfinanzierer siehe auch diesen Artikel (PDF)

Wie werden Fred Wilson ("What it means to be a great company") und Dave McClure ("Design Rules"), zwei der US Leitwölfe, die auch zunehmend Zeit in Europa verbringen, nicht müde zu sagen: Europa hat Talent. – Aber was nützen die hellsten Köpfe, wenn sie kaum jemand ernsthaft fordert?

Auf den Live Shopping Days 2010 wird u.a. Accel Partners vor Ort sein, das in den USA zuletzt groß in Groupon, und zuvor in Etsy und andere investiert hat. Auf dem Exceed Zukunftspanel wird Holtzbrinck Ventures (Brands4Friends, DaWanda, Stylight, Youtailor, Zalando, etc.) die Investorenperspektive vertreten.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:exceed, Exciting Commerce, Shopboerse

1 Antwort

  1. Sehr guter Artikel. Ich bin auch der Meinung man sollte US VCs immer ansprechen. Dort sitzt einfach weitaus mehr Geld.

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