Amazon Webstore und die Shoppingsysteme der Zukunft

Dies ist ein weiterer Beitrag aus unserer losen Reihe zu den "Shoppingsystemen der Zukunft".

Während die nächste E-Commerce-Generation längst auf neuartige, verkaufsorientiertere Shoppingsysteme hofft, gilt im klassischen, lagerzentrierten E-Commerce immer noch Amazon als das ultimative Leitbild für den Online-Handel.

Da dürfte es Shop- und Katalogbetreiber freuen, dass Amazon gerade einen neuen Webstore testen lässt, der auch kleineren Händlern viele der gewohnten Amazon-Funktionalitäten bieten soll:

Timexwebstore

"Shake hands with the leader in ecommerce innovation, and succeed in your ecommerce endeavors."

Die heutigen Shopsysteme von Amazon & Co. stoßen langsam aber sicher an die Grenzen ihrer konzeptionellen Möglichkeiten und haben unseren Einschätzungen zufolge daher eher geringe Halbwertszeiten. Zumal inzwischen die berechtigte Hoffnung besteht, dass, befeuert durch Magento & Co., in den nächsten Jahren eine neue Generation von Systemlösungen entstehen wird, die sich auch für die E-Commerce-Anbieter eignen, die sich heute noch mit Eigenentwicklungen herumschlagen (müssen).

Wie werden/müssen Shoppinglösungen in 5 bis 10 Jahren aussehen? Am Rande des Convention Camps hatte mich Jan Christe vom t3n-Magazin zu den Shoppingsystemen der Zukunft befragt. Ein mögliches Szenario habe ich in der zugehörigen IWB-Kolumne "Vom Shop zum Shopping-Netzwerk" beschrieben.

Hier eine ausführliche Liste mit früheren Beiträgen zum Thema:



Kategorien:Die neuen Tools, Open Source

  1. Mich würde ein etwas kritischer Blick auf diese Amazon-Innovation freuen.
    Wir haben bei Hitmeister viele Händler, die in einer Hass-Liebe mit Amazon stecken. Einerseits bringt der Verkauf bei Amazon massiven Umsatz. Gleichzeitig nutzt Amazon die Macht in Richtung Händler aus. So ist Amazon z.B. dafür bekannt selbst Produkte zu listen, wenn Sie gut drehen. Und viele Bestimmungen (man darf Amazon nicht im eigenen Shop unterbieten) sind nicht gerade händlerfreundlich oder wettbewerbsfördernd.
    Möchte man als Händler wirklich sein ganzes Online-Geschäft in die Hände des größten Wettbewerbers legen? Diesem die gesamte Macht und alle Informationen über das eigene Angebot geben? Und nur noch die Innovationen bekommen, die dieser „für die Kleinen“ absegnet?
    Das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Als Händler würde ich aber nicht unbedingt in Jubelschreie ausbrechen und dahin wechseln.

  2. Das ist eben das Dilemma: Die Abhängigkeit möchte man nicht, das Shoppingsystem aber am liebsten schon :-)
    Aber ich stimm natürlich zu: Das muss jeder Händler mit sich selber ausmachen.

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