Groupon-Fieber: Der WestDeal der WAZ-Gruppe vor dem Start

Wer wäre hierzulande prädestinierter für lokale Live Shopping Aktionen in Groupon-Manier als die regionalen Verlagshäuser mit ihrer Lokalkompetenz?

Die WAZ-Gruppe macht den Anfang und startet am 15. März WestDeal ("Gemeinsam sind wir Schnäppchen") für
die Städte Bochum, Dortmund,
Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Moers, Mülheim, Oberhausen, Recklinghausen und Wuppertal.

Westdeal

Gefühlsmäßige hatte man ja vermutet, dass die kaufdown-erprobte Rheinische Post voranprescht, aber diesmal war DerWesten schneller.

Damit erfüllt sich unsere Groupon-Prognose vom 31. Dezember dann doch noch:

"Im Grunde wartet man ja nur darauf, dass das ein oder andere regionale
Verlagshaus ein entsprechendes Angebot aufzieht bzw. bei dem ein oder
anderen bestehenden Team einsteigt."

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Live Shopping

  1. Da möchte man sagen: Endlich! Endlich versuchen auch die ersten „Old-Economy-Konzerne“ (fast) rechtzeitig auf einen Trend aufzuspringen. Denn wenn man ehrlich ist, träumt jedes Venture-Capital-gepushte Start-Up ala City- und Dailydeal davon das zu tun was bisher immer geklappt hat: Schnell ein neues Geschäftsmodell etablieren und das eigene Unternehmen dann an solche Konzerne zu verhöckern, die einfach zu langsam und unfähig sind im Internet tragfähige Konzepte zu entwickeln.

  2. *Erster Kommentar war abgeschnitten. Hier geht’s weiter*
    Diesmal hat Kohlestoff-Welt aber echte Chancen die hippen Berliner Start-Ups zu schlagen.
    Die WAZ hat bereits ein flächendeckendes Team von Anzeigenverkäufern, die in den Regionen bestens vernetzt sind. Die Akquise von neuen und guten „Deals“ kann fast nebenbei erfolgen. Außerdem können freie Anzeigenplätze in den Printzeitungen hervorragend für crossmediales Marketing genutzt werden. Insgesamt verringern sich die Kosten des Groupon-Konzepts für Medienkonzerne wie die WAZ dramatisch, so dass sich das Geschäftsmodell wirklich rechnen kann.
    Ich würde diesmal nicht unbedingt auf die Samwers dieser Welt setzen!

  3. Meine Empfehlung geht an den JAHRESZEITEN VERLAG GmbH (GANSKE Verlags Gruppe) die Groupon Thematik zu prüfen. Hier liegt m.M. mit dem Titel „Prinz“, aber noch mehr mit http://www.prinz.de das geeignete Sprungbrett für einen schnellen, sowie sinnvollen Einstieg ins Groupon Thema vor.
    Die Prinz Standorte und Ausgaben spiegeln in bester Manier das wider, was in der heutigen Praxis der aktuellen Groupon Klone kostenintensiv versucht wird aufzubauen: Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart und natürlich auch im WAZ-Land das Ruhrgebiet.
    Jeder Standort mit einer Anzeigenleitung ausgestattet, die, und das ist m.M. der größte Vorteil, über die passenden (Anzeigen-) Kontakte verfügen. Im Prinzip ist „jeder“ bestehende Anzeigenkunde bestens geeignet „Grouponkunde“ zu werden. Damit entstehen kaum Vertriebskosten, bei einer hohen Dichte an passenden „Grouponprodukten“. Strategisch für http://www.prinz.de eine gute Gelegenheit ein schlankeres Produkt, als ihr doch arg komplexes Portal, z.b. via couponprinz.com einzuführen.
    Selbstredend, dass durch die gegebene Reichweite, bei etwa 18000 grouponaffinen Prinz.de Community Mitgliedern, ein im Vergleich günstiger Trafficeinkauf möglich sein sollte. Traffic, der auch eine gescheite Conversion liefern sollte.
    In der Zwischenzeit, sollten die Telesales-Freelancer der verlagslosen Groupon Klone mal in eine der genannten Prinz Redaktionen (Standorte) gehen und dort mal freundlich nach der aktuellen Ausgabe der lokalen Prinzen fragen (gibt es eigentlich immer kostenlos). Der Rest erklärt sich dann einfach von selbst.

  4. Tja, darauf hat man in der Tat gewartet. Medienkonzerne haben eine ganze Menge der entscheidenden Faktoren um eigene Groupons aufzubauen… mal sehen, ob das „reicht“.

  5. Ich bin da nicht ganz so optimistisch. Das Groupon-Geschäftsmodell wird beim Sourcing attraktiver Angebote entschieden. Aber ein Verkauf zu Grenzkosten funktioniert nun mal bei Dienstleistungen deutlich besser als bei physischen Gütern. Ich befürchte also, dass das auch auf die üblichen Wellness- und Restaurant-Schnupperangebote hinauslaufen wird. *GÄHN*

  6. @Hanns Tappen: Die Kombination aus Prinz und Groupon kann ich mir auch sehr gut vorstellen.
    Da sind m.E. viele Assets enthalten: (a) Anzeigen-Abteilung, (b) professionelle, redaktionelle Inhalte, (c) Bekanntheit in den jeweiligen Großstädten und (d) Glaubwürdigkeit bei den Händler.

  7. Also der Werbespruch wirkt noch etwas holprig :D
    Ansonsten haben die Tageszeitungen natürlich einen extremen Vorsprung, vor allem erreichen sie auch ne ganz andere Zielgruppe. Nicht nur uns Nerds sondern auch ganz normale Leute :)

  8. Um bei solchen Konzepten den Vorsprung von Lokalzeitungen bzgl. Userzahlen, Vertrauen und vor allem Händlerkontakten einzuholen, müssen Startups richtig viel Geld hinlegen.
    Ich würde einfach mal behaupten, das jedes Gebiet, das die ortsansässige Lokalzeitung mit einem sauber aufgesetzten Groupon versorgt, für alle anderen nicht mehr zu erreichen ist.
    Man kann gespannt sein, wie viele Verlage auf den Zug aufspringen oder ob die meisten es eher verpennen beim eifrig beobachten ob es auch wirklich funktioniert…

  9. Auf jeden Fall bleibt es nach wie vor spannend. Der Grouponsektor wächst nach wie vor, wie man auch auf http://www.Tagesangebote.de sehen kann. Ob sich das ganze als heißer Luftballon entpuppt, wird sich zeigen.

  10. @Knacki
    das ging ja schnell. Du bewirbst noch um 18:44 UHR deine Seite tagesagebote.de und um 19:13 UHR ist diese schon voll mit Sedoparking Links. Oder ist es die falsche URL?
    Ich bin wirklich mal gespannt ob mehrere der Groupon Klone irgendwann gut verkauft werden können. Ich denke das auch hier irgendwann auf die Wirtschaftlichkeit gesehen wird und da habe ich meine Zweifel, wenn es alleine bei dem Coupon Geschäft bleibt. Da denke ich das die Verlage wirklich die besseren Karten haben.

  11. Prinz ist kein schlechter Kandidat, hat aber halt nur ein strukturelles Problem. Prinz ist monatsoptimiert, da fällt der Tagesturnus schwer.

  12. Bei Tageszeitungsangeboten scheint mir aktuell die Gefahr höher, dass das Groupon Thema verbrannt wird.
    Wichtig bleiben, so wie schon mehrfach betont, die Angebote im Zusammenspiel mit einer Zielgruppe, die dem Liveshoppingsegment schon begegnet, und noch besser, dort schon erste Erfahrungen gesammelt haben.
    Leider keine Daten zur Hand, bin doch der Auffassung, dass hier in der Zielgruppe der Prinz.(de) Leser/User relativ mehr Conversion für lokale Dienstleister erreicht werden könnte, als mit dem klassischen Tageszeitungsleser.
    @Jochen. Periodika, die im Erscheinungsverlauf, sowie im Anzeigenspiegel monatsoptimiert sind, bieten doch für ein tägliches Liveshoppingangebot keinen echten Nachteil?! Positiv formuliert könnte in der monatlichen Anzeigenplanung/-verkauf, eine Groupon Kampagnenplanung mitlaufen. Schließlich braucht es doch noch Zeit die paar Details in einer Groupon-Kampagne zu klären. Ich glaube, die uns bekannten Groupon Klone wären höchst erfreut, wenn sie die nächsten 30 Tage durchgeplant hätten.

  13. @Hanns Tappen: Das schöne an Groupon ist doch gerade, dass das Konzept 1. nicht sehr erklärungsbedürftig ist und 2. der „ganz normale“ Zeitungsleser das Prinzip von Gutscheinen sehr wohl verstanden hat.
    Für wichtiger als Liveshopping- oder andere Erfahrung auf Userseite, halte ich die nähe und das Vertrauen zum Anbieter. Für eine Grouponaktion mit dem seit Jahren bekannten Autohändler zwei Straßen weiter, braucht der User keine Erfahrung im Konzept. Er kennt den Händler und den Ablauf der Aktion hat er schnell verstanden.
    Es geht bei Groupon doch in erster Linie darum Offline- und Onlinewelt an den richtigen Punkten zu verschmelzen. Das wird einer Zeitung mit Print- und Onlineausgabe wahrscheinlich leichter fallen, wie einem klassischen Startup.

  14. Meiner Meinung nach ein sehr interessantes Konzept mit dem Westdeal, gibt es das auch schon in weiteren Städten? Gerade in strukturschwächeren Regionen, wie z.B. bei uns im Saarland ist es eine sinnvolle Maßnahme, die etwas frischen Wind bringt :-)

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