Thinking Bigger: Die Segmentierung der VC-Welt

Ob in den USA (s. die Superangel-Debatte) oder hierzulande (s. Hackfwd & Co.) – die Investorenszene ist in Bewegung.

Seed-Programme wie Paul Grahams Y Combinator graben den etablierten Playern zunehmend das Wasser ab (siehe die jüngste VC-Verschwörungsrunde im Silicon Valley). Die Vielfalt der Investmentmodelle steigt.

Mark Suster hat sich die aktuelle Situation für Risikokapital-Geber in einem ausführlichen Artikel vorgenommen. Chris Dixon hat ebenfalls über die zunehmende Segementierung bei Risikokapitalgebern geschrieben.

Vor allem verwischen in den USA die Grenzen zwischen VCs und Angel-Investoren, wie Mark Suster ausführt:

"There’s no such thing as a super angel. Either you’re an angel or you manage professional funds. Period. If you’re an angel you invest your own money and you have nobody to answer to except your spouse. And you can have ulterior motives like helping people or being involved with “cool stuff.”

If you’re investing other people’s money you’re a professional money manager. If you invest it in startups you’re a VC professional money manager. Now we can call you a seed-stage VC or a micro VC. We can even acknowledge that you might work differently than traditional VCs. But you’re not an angel."

Nicht unspannend auch seine Empfehlung, sich mit weniger Geld zu begnügen:

"Some companies should raise less money and consider early exits
– We had a discussion about whether companies should raise less money
and have smaller goals for an exit.  Dave McClure argued passionately
that since the overwhelming majority of exits are sub $100 million we
need to readjust how much capital goes in.  Chris Sacca talked about how
a $20 million exit can change a founder’s life and that shouldn’t be
scoffed at.  I totally agree and have been arguing this to entrepreneurs
for years."

Ein paar Empfehlungen von Insider-Blogs für alle, die über die aktuellen Verschiebungen im Feld der Risikokapital-Geber informiert bleiben wollen:

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:exceed, Shopboerse

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  1. Wagniskapital ist die teuerste Art Kredit, die man aufnehmen kann. Wenn auch das spektakulärste. Sinnvoll in jedem Fall ist es die Förderkredite der Landesbanken sowie, soweit verfügbar, der regionalen Fördergesellschaften in Anspruch zu nehmen. Diese Kredite sind deutlich billiger und können auch aus dem Cashflow bedient werden.

  2. @Joachim Graf – vergleichst du da nicht Äpfel mit Birnen? Wagniskapital ist Eigenkapital. Das mit einem Kredit (Fremdkapital) zu vergleichen ist doch etwas schwierig.

  3. Naja, betriebswirtschaftlich ist es sicherlich Eigenkapital, moralisch aber tatsaechlich teurer als jeder Kredit, denn man muss nicht einfach nur eine monatliche Rate zurueckzahlen, sondern dem Eigentkapitalgeber (VC) ne fette Rendite erwirtschaften und nimmt damit in Kauf, dass dieser entscheidend in unternehmerische Belange eingreift. Je nach dem wie der VC so drauf ist, kann das entweder gut oder schlecht fuer das Unternehmen sein. Ich selbst finde auch eher die Ideen spannend, die auch ohne VC funktionieren, auch wenn damit vielleicht kein Turbo-Wachstum drin ist.

  4. @Claus Teurer als Fremdkapital ist es nur insoweit, wenn du vergleichst, wieviel ein VC zurückbekommt vs. ein Kreditgeber.
    Der entscheidende Unterschied für mich ist, dass du Fremdkapital (auch) von deinem Einsatz zurückzahlen musst, Eigenkapital jedoch nur von deinem (falls vorhanden) Gewinn. D.h. bei Eigenkapital gehst du kein persönliches Risiko ein (dein Haus gehört nach einer Pleite immer noch dir), bei Fremdkapital schon, denn da musst du irgendwelche Sicherheiten hinterlegen).
    Das erkauftst du dir zugegebenermaßen dadurch, dass du, zumindest am Anfang, einen beträchtlichen Teil deiner Firma abtreten musst. Wenn es einmal läuft, kann es allerdings auch schnell anders herum sein, dann wollen alle bei dir investieren – siehe wieviel Geld Facebook von Microsoft für grade mal 1,6% erhalten hat…
    Die dritte Variante – ganz ohne VC oder Kredit – geht leider nur, wenn es keine großen Startinvestitionen braucht. Basiert der Erfolg auf teuren Vorbedingungen oder ist man an ein Zeitfenster gebunden, in welchen man starten muss, so bleibt einem oft gar nix andres übrig, als Geld aufzunehmen.
    Übrigens – Moral in Wirtschaftssachen sollte man nie erwarten. ;o)

  5. Die Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapital ist schon wichtig. Investitionen von VCs oder Angelinvestoren sind nicht einfach eine weitere Form von Krediten.

  6. @Tom Genau richtig, Du trittst einen grossen Teil „Deiner“ Firma an den VC ab, also ist es in vielen Faellen dann gar nicht mehr Deine. Die Gruender von Brands4Friends waren relativ schnell weg, genauso wie das bei vielen anderen hier zitierten Start-ups war. Manchmal geht es tatsaechlich nur mit VC, aber dann sollte man sich diese sehr, sehr genau aussuchen. Denn wie bei Zuckerberg & Co. laeufts leider nicht so haeufig.

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