Jimdo-Shops: Die Jimdo-Macher über ihre Verkaufslösung

Zu den spannendsten Web-Startups in Hamburg zählt Jimdo, das mit seinen "Pages to the People" hervorragend voranzukommen scheint und im Februar eine integrierte E-Commerce-Lösung vorgestellt hat, die im September die Beta-Phase verlassen hat.

20.000 der 3 Mio. Seitenbetreiber haben sich inzwischen einen Shop eingerichtet und damit Jimdo-Angaben zufolge in den ersten 6 Monaten über 2 Mio. Euro Umsatz erzielt:

Kompakt: Jimdo-Gründer Fridtjof Detzner und Matthias Henze über die Jimdo-Shops from Exciting Commerce on Vimeo.

"Das eigentlich Tolle bei diesem Shops ist: Normalerweise hat man ein Shopsystem und hat man eine Webseite und es sind total unterschiedlich zu bedienende Dinge.

Und bei uns hat man die Möglichkeit, sehr einfach Produkte anzulegen und in die Seite zu integrieren."

Im Vorfeld des Hamburger E-Commerce Barcamps gabs die Möglichkeit für ein ausführliches Interview mit den Gründern Fridtjof Detzner und Matthias Henze:

Jimdo-Gründer Fridtjof Detzner und Matthias Henze über die Jimdo-Shops from Exciting Commerce on Vimeo.

Die Jimdo-Shops bewegen sich als Einsteigerlösung in der Liga von ePages oder Shopify, wobei die Jimdo-Macher den Fokus auf eine einfache, intuitive Bedienbarkeit gelegt haben, die die Hürde für den Einstieg in den Online-Verkauf sehr niedrig legt.

Im Jimdo-Blog finden sich die besten Shops im Oktober und mehr Beispiele auf der Shopseite. Jimdo hat mittlerweile über 50 Mitarbeiter. Einen Blick ins Büro hat Deutsche Startups.

Aktuell bewirbt die United Internet Tochter 1&1 seine "Do-It-Yourself-Homepages" im TV. Diese basieren auf Jimdo, allerdings auf einer älteren Version.

United Internet war 2008 mit 30% bei Jimdo eingestiegen, hat seine Beteiligung allerdings wieder abgegeben. Heute sind neben den Gründern nur mehr die Samwers mit 25% beteiligt.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report, Shopboerse

  1. Ich bin mir nicht sicher, ob es ePages freut als Einsteigerlösung bezeichnet zu werden. ;-)
    Davon abgesehen, wird es ihnen auch kaum gerecht.
    Aber mal etwas anderes: Auch wenn 2 Mio. Umsatz bei 20.000 Shops „nur“ 100 Euro durchschnittlich ausmachen – irgendwie irritiert es mich, dass Jimdo scheinbar so locker flockig die Bestell(-zahlen)daten seiner Kunden auswertet. Evtl. suche ich aber auch gerade das Haar in der Suppe.

  2. bin mir sicher, ePages freut jede Erwähnung :-) Und Einsteiger heißt ja nicht schlecht.
    Und Du denkst ernsthaft, ePages, Demandware, Shopify und all die anderen On Demand Lösungen werten ihre Zahlen nicht aus?

  3. Wir nutzen unter http://www.lichterketten-experte.de den Jimdo-Shop recht intensiv. Für kleinere Shops ist die Lösung Bestens geeignet. Zwar ist die Administration relativ ungewöhnlich, dafür geht sie schnell von der Hand. Das Jimdo-Prinzip bleibt dabei vollständig erhalten.
    Wir sind direkt beim Launch des Shop-Features gestartet und die Jungs von Jimdo haben viele Ideen die wir (und andere natürlich) für die Software hatten, inzwischen umgesetzt.
    Derzeit kann der Einstig in den eCommerce kaum einfacher sein.
    P.S.: Nach drei Tagen mit drei Leuten war der Shop eigentlich schon fertig!

  4. Danke für den Input. Warum habt Ihr für die Lichterketten auf Jimdo und nicht auf Euer reguläres Shopsystem gesetzt?

  5. Hallo Jochen,
    letztlich war das Ganze ein Testlauf. Wir haben uns entschieden einen Teil des Sortiments auf eine eigene Plattform zu heben (Lichterketten verkaufen sich gut…) Die einfachste Variante war das Shopsystem von Jimdo – es handelt sich ja lediglich um 300 Artikel.
    So konnten wir innerhalb von drei Tagen mit dem Shop starten. Eine Stunde nach Vollendung der Adwords-Kampange kam bereits die erste Bestellung und seitdem wurde der Absatz stetig gesteigert. Im Moment kommen die Zugriffe noch über die Werbung allerdings sind wir kräftig dabei das SEO für den Shop auszubauen.
    Wir wollten testen wie sich die Conversion verändert. Die erste Auswertung hat ergeben, dass dieser spezifische Teilbereich unseres Sortiments auf der eigenen Plattform eine dreifach höhere Conversion einfährt.
    Wichtig war uns auch der geringe Wartungsaufwand an der Shoptechnik. Die Jungs von Jimdo sind fit und immer am Puls der Zeit. Die Updates kommen von allein. Dazu gibt’s natürlich einen weiteren großen Pluspunkt: Keine Verkaufsgebühren trotz Mietsystem.
    Unser Hauptshop wird im März nächsten Jahres von osCommerce auf Oxid migriert. Ursprünglich war lange Zeit Magento der Favorit. Allerdings haben wir auf einer Meet Magento festgestellt, dass Magento für uns wohl nicht das Richtige ist. Unserem Programmier gefiel Oxid einfach besser.
    Bei allem Lob muss man allerdings die Zielgruppe von dem Jimdo-Shop genau definieren: Es sind hauptsächlich die kleinen Shops, die viel Freude an dem System haben werden. Im jetzigen Zustand (keine Suchfunktion, kein Breadcrumb, kein Bearbeitungsstatus) werden viele schnell an die Grenzen stoßen.
    Trotzdem: Das System ist klasse und ermöglicht einen extrem schnellen Einstieg in den eCommerce.

  6. Nochmals vielen Dank für die Einsichten, auch in die Entscheidung Magento vs. Oxid.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: