Holtzbrinck Ventures holt 177 Mio. Euro für junge Startups

Mit der neuen Website kommt nun auch die Nachricht, dass Holtzbrinck Ventures von seinen neuen Investoren 177 Mio. Euro für einen neuen Startup-Fonds eingesammelt hat:

"The Holtzbrinck Ventures Fund IV is backed by both Georg von Holtzbrinck publishing group and funds managed by HarbourVest Partners, a global private equity investment firm."

Im Interview erläutert Martin Weber die künftige Investmentstrategie:

"Neue Investitionen werden wohl auf die Themen E-Commerce, Mobile oder Spiele entfallen. Auch in der Autobranche werden wir sicherlich ein oder zwei Themen besetzen."

Auch das Team hat profitiert und seine Anteile von 5% (s. Die früheren Beteiligungsstrukturen) auf nun 7,5% erhöhen können.

Im letzten Jahr hatte bereits Acton Capital (Burda) einen Wachstumsfonds von 150 Mio. Euro aufgelegt. Bezieht man das ebenfalls noch vergleichsweise frische Kapital von eVenture Capital Partners (Otto) und Tengelmann mit ein, so ist für E-Commerce-Gründungen derzeit reichlicher gesorgt denn je.

Doch wo bleiben die ambitionierten Gründer, die die Gunst der Stunde zu nutzen wissen? Jenseits von Rocket Internet überwiegen da momentan leider die Schmalspurgründer mit Schmalspurideen.

Aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. Und mit den Live Shopping Days wollen wir wieder unseren Teil dazu beitragen, dass der/die ein oder andere Lust bekommt, E-Commerce neu zu denken und mit frischen E-Commerce-Ideen durchzustarten.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

  1. „Doch wo bleiben die ambitionierten Gründer, die die Gunst der Stunde zu nutzen wissen? Jenseits von Rocket Internet überwiegen da momentan leider die Schmalspurgründer mit Schmalspurideen.“
    Es steht halt nicht jeder Gründer drauf gleich 80% seiner Anteile abzugeben und letztlich nur noch als Angestellter mit Geschäftsführer-Titel zu agieren.
    Unternehmensgründungen wie Fahrrad.de zeigen, dass man nicht sofort VC benötigt um erfolgreich zu sein. Die Strategie muss stimmen.
    Ein paar (mehr) Bootstrapping-Beispiele würden hier gut tun – aber das kann man von einem VC-nahen Blog eigentlich auch nicht erwarten ;)

  2. So provoziert man Kommentare ;-)
    Was mir fehlt, sind „ambitionierte Gründer“, die die Welt verändern wollen.
    Dass das nicht jedermanns Sache ist, ist klar, aber den ein oder anderen Mark Zuckerberg, Steve Jobs oder Bill Gates könnte Deutschland schon gebrauchen.

  3. Ja ich hab mir auch überlegt ob ich auf die Provokation eingehen soll :)
    Es geht ja nicht darum wie aussergewöhnlich die Gründerideen die Welt verändern. Sondern darum ob es nicht auch möglich ist mit wenig Kapital etwas (großes) aufzubauen. Und das zeigen deine Beispiele – zumindest bei Bill Gates und Steve Jobs. Auch ein Mark Zuckerberg hätte es evtl. ohne fremdes Kapital geschafft – dann hätte er aber schon früher über das Ertragsmodell sich Gedanken machen müssen.
    Solche Persönlichkeiten wie du sie dir wünschst (und ich auch) kommen aber nicht von heut auf morgen – dabei spielen die Persönlichkeiten und Glück eine Rolle aber nicht ob nun genug VC da ist oder nicht.

  4. Da würde ich aber heftigst widersprechen. Unternehmen wie Microsoft, Facebook, Apple oder Google wachsen und gedeihen nicht ohne die unterstützende Wirkung von Venture Capital. Für den x-ten Groupon-Klon brauchen wir natürlich kein VC.
    Aber je mehr Kapital da ist, um so eher werden auch abgedrehte Gründerpersönlichkeiten wie die Genannten unterstützt. Von Sparkassendirektoren würden die in den frühen Phasen keinen Cent sehen.

  5. aber denkst Du wirklich, dass es gut fuer die Entwicklung von z.B. Facebook ist, wenn die jetzt jedes halbe Jahr einfach so dreistellige Mio-Betraege auf’s Konto ueberwiesen bekommen? Wo Du MS oder Apple ansprichst, die waren einfach 4-5 Jahre nach der Gruendung noch keine 50 Mrd. Dollar „wert“.

  6. Würdest Du an Facebooks Stelle das Geld ablehnen? ;-)
    Aber darum gehts ja hier nicht. Die genannten Unternehmen sind alle über den Berg. Da ist es kein Problem mehr, an Geld zu kommen.
    Es geht darum, dass ambitionierte Gründer mit ambitionierten Ideen/Plänen ihre Chance bekommen sollen, (E-Commerce-)Unternehmen ähnlichen Kalibers aufzubauen.

  7. Die große Frage ist letztendlich ob solche „abgedrehten“ Persönlichkeiten
    in Deutschland dann auch wirklich einen Investor finden würden.
    Ich glaube hier ist dies deutlich schwieriger als on dem Staaten. Folglich haben wir hier auch weniger Innovation.

  8. Da zweifle ich auch. Aber je mehr Risikokapital zur Verfügung steht, desto leichter lässt sich auch mal so jemand finanzieren.
    Und außerdem baue ich auf die internationalen VCs (Accel, Index, USV, Insight, etc.), die jetzt zunehmend in den deutschen Markt drängen und die Soundclouds & Co. finanzieren.
    Kurzum: Ich bleibe dabei. Momentan sind gute Zeiten, auch mal ein bisschen größer zu denken. Speziell auch im E-Commerce (nach Groupon & Co.)

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