Was Groupon so wertvoll macht: Daten, Daten, Daten

Von Marcel Weiß

Angesichts der aktuellen rekordverdächtigen Milliardenrunde von Groupon sprechen die Investoren Reid Hoffman und James Slavet von Greylock Partners auf TechCrunch darüber, warum sie an die lukrative Zukunft von Groupon glauben. Greylock Partners ist einer der VC-Funds, die an der letzten Runde beteiligt waren.

Beeindruckt hat die Investoren vor allem, dass Groupon sehr genau auf die verfügbaren Daten und ihre Auswertung und Bewertung achtet:

"The team had a clear point of view on the consumer and merchant experience, as well as the key drivers of the business. They pre-empted and then dug deeper into our questions about Groupon’s operations and strategy by walking us through the data they look at on a regular basis.

They talked us though the obvious data such as customer acquisition costs and lifetime value and the economics of entering a new region. But they also dove into some unique metrics we’d never seen startups track before."

Vieles bei Groupon passiert hinter den Kulissen, so die Investoren:

"Groupon’s technology is there, just not where people usually look for it (on the website, which is visible to consumers). Instead, that technology lies deep in Groupon’s databases.

We think the technologies visible to consumers will be increasingly commoditized, while the data used to understand consumers better will become increasingly proprietary and valuable. Groupon hired a Chief Data Officer from Netflix to help drive this effort."

Fokussierung auf Daten und ihrer zielführender Einsatz wird zunehmend zu einem wichtigen Erfolgsfaktor:

"Facebook, Pandora and Redfin use data to connect you with friends you’d forgotten about, recommend songs they know you’ll love or help you figure out when a home is over-priced."

Angesichts des datengetriebenen Ansatzes wird auch die Plattform-Strategie von Groupon noch interessanter. Groupon könnte etwa bereits planen, den teilnehmenden Händlern mit ihren Groupon Stores für die Geschäftsentwicklung auswertbare Daten über ihre Kunden (kostenpflichtig) anzubieten. (Beispiel: "X Prozent Deiner Groupon-Store-Follower kaufen zunehmend Deals der Sparte 08/15.")

Des weiteren wäre es etwa möglich, den Händlern 'promoted' Empfehlungen (also sprich de facto Werbeschaltungen) bei potentiellen Kunden anzubieten. Vorausgesetzt natürlich die Übereinstimmungen von Angebot und Kundenpräferenzen sind groß genug, so dass die Qualität der Groupon-Plattform für die Nutzer erhalten bleibt.

Der richtige, zielführende, kreative Einsatz von Daten im E-Commerce, nicht nur aber auch im Liveshopping, bietet noch einiges an Potenzial.

Ein besonders offensichtliches, datengetriebenes Geschäftsmodell verfolgt etwa Alice.com, die offene Online-Shopping-Plattform für Waren des täglichen Bedarfs:

"Alice.com positioniert sich als Plattform mit günstigen Preisen, um die maximale Reichweite zu erlangen. Über die maximale Reichweite wiederum erhält Alice.com die Möglichkeit, ein möglichst großen Umfang an nutzbaren Daten zu erlangen, um Zusatzdienste wie Werbung oder Warenproben mit sehr gutem Targeting anbieten zu können. Was ihnen wiederrum ermöglicht, die Preise für die eigentlichen Waren möglichst niedrig zu halten.

So sieht eine erfolgversprechende Internetplattform-Strategie aus. Vorausgesetzt natürlich, die Mischkalkulation geht auf."

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Kategorien:Crowdsourcing, Live Shopping

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