Top 500: US-Pure-Player wachsen mit 32% am stärksten

In Deutschland sind die Online-Pure Player 2011 um 31% gewachsen. Und auch in den USA waren die Pure Player 2011 mit einem Plus von 32% ein weiteres Mal die Gewinner im E-Commerce:

"Web-only merchants continue to take market share from everyone else.

In 2011, Top 500 web-only merchants grew much faster than every other merchant type—about 32% to a combined $73.39 billion in 2011 from $55.68 billion in 2010.

Even without Amazon, No. 1 in the 2012 Internet Retailer Top 500, online-only merchants in the Top 500 grew their combined sales by 17.8% to $25.31 billion from $21.48 billion in 2010, a higher growth rate than any other type of web merchant."

Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr, dass die Multi-Channel-Anbieter inzwischen guten Grund haben zu jammern, und dass Neckermann wegen seines Strategiewechsels ja vielleicht zu Unrecht Prügel bezieht.

Diese Meldung gleicht der vom letzten Jahr, aber das sind die Zahlen, die viele in der Branche so gerne ausblenden, wenn sie über die Erfolgsfaktoren im E-Commerce debattieren.

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  1. Das sind schon beeindruckende Zahlen, die sich in der Tat mit „unseren“ gut decken. Allerdings stelle ich mir aufgrund des IR-Artikels ein paar Fragen.
    1) Wir haben in Deutschland ein Online-Wachstum der Stationären Händler, das prozentual deutlich über dem der Pureplayer liegt. Aber auf niedrigerem Niveau.
    2) Amazon mal rausgerechnet, liegt in den USA das Wachstum der Pureplayer um 3,1 Prozentpunkte höher als das der Stationären (17,8 % vs. 14,7 %). Also gar nicht so viel besser, aber völlig ohne die Präsenz im Straßenbild oder andere gern erhoffte oder tatsächliche Multichannel-Effekte.
    3) Wenn ich die Umsatzbasis heran ziehe, dann erzielen die Stationären Online-Umsätze, die aktuell gut doppelt so hoch sind wie die der Pureplayer. Auf dieser Basis wachsen sie dennoch fast so dynamisch wie die Pureplayer. In harten Zahlen haben also die stationären Händler 2011 über 8 Mrd. Dollar mehr online umgesetzt, die Pureplayer knapp 4 Mrd. Dollar mehr.
    4) Die Stationären Händler haben das Wachstum im Web beschleunigt – 2010 waren es nur 11,3 %, jetzt 14,7 %. Sie sind also durchaus erfolgreich.
    Leider geht aus den Zahlen nicht hervor, wie sehr stationäre Händler nur eigene Umsätze verlagern. Denn an der Grundthese ist ja durchaus was dran: Pureplayer wachsen auf Kosten von anderen Händlern – und das dürften neben einigen schwächelnden Pureplayern vor allem auch die traditionellen Handelsformen sein.
    Auf jeden Fall zeigt es, dass mehr und mehr Handel – von wem auch immer – über das Internet gemacht wird, weil es das ist, was die Menschen WOLLEN. Ich hoffe, dass die Politik das versteht (vor allem bei so einigen der Gesetzesvorhaben).

  2. Die für mich wichtigste Erkenntnis ist eigtl. folgende:
    „Amazon again (!) outperformed the market“. Als Nr. 1 E-Retailer nochmal 40,6% VJ-Wachstum hinzulegen, während der Rest (Top500 E-Retailer exkl. Amazon) „nur“ so um die 14% wächst ist WAHNSINN.
    Da spricht viel für eine anstehende Marktbereinigung (der Größte wird noch größer). Denn wenn ich richtig gerechnet habe, dann sinkt der Umsatz der NICHT-Top500 E-Retailer um -21% z.VJ.
    Solange das gesamte Marktvolumen steigt (tut es ja: +5,5%) und die Internetmigration sich fortsetzt (tut es auch: +0,6%P. höherer Internet-Anteil) kann man sich noch etwas in Sicherheit wiegen.
    Wenn ich wetten müsste, dann würde ich aktuell alles (!) auf Amazon setzen.

  3. dto. und im Markt #1 (B2B) fangen die gerade erst richtig an :-o

  4. By the way: Der Chef-Jeff von Amazon lässt sich in der NYT schon mal mit Kleiderständern fotografieren, weil Premium Fashion the next big thing für ihn sind und er in dieser Category den Duft von eBay ablegen und Vollgas geben will:
    http://www.nytimes.com/2012/05/08/business/amazon-plans-its-next-conquest-your-closet.html?_r=1&pagewanted=all

  5. Die Zahlen sind heftig!

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