Samwers bekommen in Q2 weitere 124 Mio. € von Kinnevik

Von ihrem schwedischen Hauptinvestor Kinnevik alleine haben die Samwers im zweiten Quartal weitere rund 124 Mio. Euro (1,1 Mrd. SEK) für Rocket Internet und seine Portfolio-Unternehmen bekommen (PDF).

Insgesamt hat Kinnevik nun umgerechnet über 830 Mio. Euro in die Samwers investiert, alleine im ersten Halbjahr 2012 rund 419 Mio. Euro (3,8 Mrd. SEK), in etwa soviel wie die kompletten zweieinhalb Jahre zuvor:

Kinnevikinvestments2012Q2

Zugleich hat Kinnevik im zweiten Quartal seine Groupon-Aktien verkauft – und bei einem Verkaufswert von rund 63 Mio. Euro (569 Mio. SEK) einen Gewinn von rund 60 Mio. Euro gemacht.

Im Halbjahresbericht (PDF) informiert Kinnevik über Zalando & Co. und zeigt sich seinen Geldgebern gegenüber weiterhin davon überzeugt, nur in bewährte Online-Geschäftsmodelle zu investieren. Dabei lassen die Samwers seit letztem Sommer zunehmend auch Startups klonen, bei denen der Proof of Concept noch nicht erbracht wurde (s. Airbnb > Wimdu, Pinterest > Pinspire, Wrapp > Dropgifts, etc.). Bei diesen Risiko-Investments ist mit entsprechend erheblich höheren Ausfallquoten zu rechnen.

Auf der neuen Webseite, die vor einer Woche online gegangen ist, führt Rocket Internet inzwischen auch alle globalen Aktivitäten auf:

Rocketinternetreloaded

Kinnevik wird dort als "Our Principal Investor" geführt. Neben Kinnevik haben die Samwers inzwischen auch Access Industries und Juri Milners DST als weitere (Groß-)Investoren gewonnen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report, Shopboerse, Ultimondo

  1. Weiss jemand, bis wann Kinnevik einen ROI geplant hat bei den Investsummen und den jährlich wachsenden aufgelaufenden Verlusten?
    Da kann man doch nur auf einen lukrativen Verkauf hoffen…
    Die Hoffnung, dass ein auf absehbare Zeit weiter mit Verlusten agierende Händler über mehrere Jahre irgendwann kumuliert 1Mrd. Gewinn einspühlt, scheint von ziemlicher durchhaltekraft geprägt zu sein. Sicher werden sie bald Gewinn ausweisen, wenn die Werbung runtergefahren werden kann und die wesentlichen Investitionen in die Expansion getätigt sind.
    Aber Hut ab! Ich finde das beeindruckend und spannend, was dort passiert und dass jmd. den „Arsch in der Hose“ hat für eine solche Strategie!

  2. Verluste sind für Wachstumsinvestoren ja durchaus nachrangig, solange der Unternehmenswert steigt.
    Abgesehen davon scheint bei Kinnevik das Vertrauen in das goldene Händchen der Samwers grenzenlos zu sein. Das ist für mich das Erstaunlichste: wie abhängig sich Kinnevik von den Samwers gemacht hat.

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