Wo steht Redcoon nach dem Ausscheiden des Gründers?

Wo steht Redcoon nach dem plötzlichen Ausscheiden des Gründers? Matthias Hell hat sich die Unternehmensentwicklung etwas genauer angesehen:

Msh2013

Media Saturn Online-Entwicklung (incl. Redcoon) (PDF)

"Wie Metro-Chef Olaf Koch bei der Präsentation der Geschäftszahlen
mitteilte, ist auch die Pure-Online-Tochter Redcoon mit einem Umsatzplus
von 55 Prozent in Q2 wieder zum Wachstum zurückgekehrt.

Nimmt man das von dem Metro-CEO bezifferte Wachstum als
Anhaltspunkt, dürfte Redcoon im zweiten Quartal auf einen Umsatz von
rund 135 Millionen Euro gekommen sein
, während das Multichannel-Geschäft
von Media-Saturn bei rund 149 Millionen Euro lag.

Insgesamt hat Media-Saturn im ersten Halbjahr 2013 einen
Online-Umsatz von 565 Millionen Euro erreicht und konnte sich damit im
Vergleich zum Vorjahr um 76 Prozent steigern."

Media Saturn hat also online weiter die Umsatzmilliarde im Visier, auch wenn das Online-Wachstum zulasten des Gesamtgeschäfts geht ("Teuere Kampfansage an den Online-Wettbewerb"):

"Der Halbjahresbericht der Metro unterstreicht einmal mehr, dass
Media-Saturn sein Zögern im E-Commerce-Geschäft aufgegeben hat.

Dass dieser Aufholkurs nicht ganz billig ist, versteht sich von
selbst. So lag das EBIT von Media-Saturn im ersten Halbjahr bei minus
104 Millionen Euro. Den im Vorjahreszeitraum verbuchten Verlust von 79
Millionen Euro steigerte die Retail-Kette damit noch einmal deutlich.

Neben geringeren Werbekostenzuschüssen macht die Metro-Führung dafür vor
allem „Preisinvestitionen zur Gewinnung von Marktanteilen“ – sprich:
Preisanpassungen an das im Online-Handel übliche Niveau –
verantwortlich."

Der Quartalsbericht und die Charts finden sich auf den Seiten der Metro-Group.

Seit Anfang Juni wird Redcoon "kommissarisch" von Martin Wild geführt, ein Nachfolger für Reiner Heckel ist noch nicht bekannt.

Wir hatten uns zu den Turbulenzen bei Redcoon auch in den Exchanges #11 unterhalten.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Elektronikhandel, Shopboerse

1 Antwort

  1. „Preisinvestitionen zur Gewinnung von Marktanteilen“ – sprich: Preisanpassungen an das im Online-Handel übliche Niveau – verantwortlich.“
    Da muss ich jetzt aber herzlich lachen. Im Preiswettbewerb, noch dazu in so einem brutalen wie bei Technik, gewinnt / verliert man doch keine Marktanteile. Die Leute kaufen da, wo es am billigsten ist und wenn man sich Umsatz durch Dumping kauft, ist der morgen wieder weg, sobald jemand billiger ist. Wenn es ausser Preis kein USP gibt, geht man den Praktiker-Weg.

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